Die Wahrheit: Habemus Arminius
Donnerstag ist Gedichtetag: Heute darf sich die geneigte Leserschaft an einem Poem über ein Kandidatenkarussell erfreuen.
Kandidat sein ist nicht leicht,
wenn man dann kein Amt erreicht.
Das erfuhr auch einst am Schluss
Barzels Rainer Candidus.
Dem gewählten Kandidaten,
Laschet, diesem Teufelsbraten,
aus dem Kanzlerwahlverein
muss das gleichfalls Warnung sein.
Denn wenn einer kandidiert
und als Pyrrhus reüssiert,
nützt ihm auch der Sieg nicht viel,
denn er siegt im Trauerspiel.
Dann doch lieber Habeck mimen
und sich selbst zum Helden beamen,
der als selbstverliebter Mann
mit Platz zwei gut leben kann.
Nur, was wäre – schräg genug! –,
wenn im Herbst der Scholz-Nachtzug
ohne nennenswerte Gründe
auf Gleis eins der Wahlen stünde.
Dann wär allen Kandidaten
gutes Turnzeug anzuraten,
um auch beim Regierungsringen
baerbocktauglich hoch zu springen.
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