Die Wahrheit: Adolf Hitler auf Thai
Die thailändische Junta hat ein großes Werk der Filmgeschichte geschaffen. Schüler lernen die „12 Thai-Werte“ und malen den Führer.
Adolf Hitler Superstar! Zumindest in Thailand. Vor kurzem hat die Junta in Bangkok einen Propagandastreifen in Auftrag gegeben. Der Film soll die „12 Thai-Werte“ propagieren und Schulkinder dazu anhalten, fleißig zu lernen.
Und so hüpfen durch das große Werk der Filmgeschichte zu fröhlicher Kindermusik zwei Schüler, die allerlei Alltägliches erleben: im Chemielabor Flüssigkeiten zusammengießen, auf der Bühne Auszeichnungen entgegennehmen, beim Judo Gegner auf die Matte werfen und im Kunstunterricht auf einer Staffelei ein Bild von Adolf Hitler unterm Hakenkreuz malen.
Hitler als Modell im Kunstunterricht?! Ist das ein Wert der Thais, der Schülern vermittelt werden soll? Na logisch! Hitler war schließlich selbst Künstler und malte sich die Welt so zurecht, wie er sie sah. Genau wie ein Regierungsbeamter, der, auf den Film angesprochen, die weltweite Empörung ein „leichtes Missverständnis“ nannte. „Der Film ist gut“, beteuerte der leicht debile Beamte.
Trotzdem wird Hitler jetzt ersetzt. Wahrscheinlich durch den König von Thailand. Denn dem ist das Meisterwerk der Diktatoren immerhin gewidmet.
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