Corona-Lockerungen in Bremen: Endlich wieder in die Kneipe

Ab Montag dürfen Viert- und Zehntklässler an zwei Tagen in die Schule. Gastronomie, Hotels und auch Pflegeheime können unter Auflagen öffnen.

Vier Menschen spielen an einem Kneipentisch Schulter an Schulter

Auch nach den Lockerungen nicht möglich: Bingo spielen im „Eisen“ Foto: Carmen Jaspersen/dpa

BREMEN taz | Der Senat hat weitere Lockerungen in den Bereichen Bildung, Pflege und Gastronomie beschlossen. So sollen ab kommender Woche alle Kinder mit Sprach- oder Frühförderbedarf und Vorschulkinder in benachteiligten Lagen wieder in die Kita gehen dürfen. Alle anderen Vorschulkinder kommen ab Juni hinzu, damit wäre eine Betreuungsquote von 40 Prozent erreicht. Wenn möglich, „werden ab dem 15. Juni weitere Zielgruppen dazukommen“, sagte Bildungssenatorin Claudia Bogedan (SPD).

Ebenso soll der Präsenzunterricht für Viertklässler:innen sowie Schüler:innen der Einführungsphase der Gymnasialen Oberstufe und der neunten Jahrgänge der Oberschulen und Gymnasien auf zwei Wochentage ausgeweitet werden. Auch andere Grundschulkinder werden schrittweise zurück in die Schule geholt. Da man „nicht alle Kinder gleichzeitig in der Schule unterbringen“ könne, so Bogedan, werde man Klassen teilen: Ab Mitte Juni soll je die Hälfte aller Schüler:innen Präsenzunterricht in wechselnden Schichten erhalten.

In der Pflege gibt es Lockerungen bei den Besuchsverboten. „Einrichtungen, die Konzepte vorlegen, dürfen jetzt öffnen“, kündigte Sozialsenatorin Anja Stahmann (Grüne) an. Spätestens aber bis zum 25. Mai müssten alle Pflegeheime individuelle Konzepte auf Grundlage der Angaben des Robert Koch-Instituts erarbeiten.

Aufatmen dürfte nach den gestrigen Beschlüssen vor allem der Tourismus: Am Montag können Restaurants, Kneipen sowie Hotels und Campingplätze wieder öffnen. Auch sie brauchen Konzepte, wie sie die Hygieneregeln einhalten wollen, erklärte Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt (Linke). Tische müssten so aufgestellt werden, dass der Abstand von 1,50 Meter gewährleistet ist. Und Buffets seien weiterhin tabu.

Beim Betreten der Lokale werden Kontaktdaten aufgenommen und für drei Wochen gelagert

Um etwaige Infektionen zurückverfolgen zu können, werden beim Betreten der Lokale Kontaktdaten aufgenommen und für drei Wochen gelagert. „Andernfalls ist ein Verzehr nicht möglich.“ Da sich diese Maßnahmen auf die Wirtschaftlichkeit der Betriebe auswirken, setzt sich Vogt weiterhin für einen Rettungsschirm für diese Branchen ein.

Schwieriger ist der Umgang mit Events. Hier ist nur sicher: Bis Ende August sind alle Großveranstaltungen – drinnen mit über 200, unter freiem Himmel mit über 1.000 Menschen – verboten. „Wie es mit anderen aussieht“, sagte Vogt, „daran feilen wir weiter“.

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