Coach über Kirche in der Coronakrise: „Auf dem Sofa predigen“

PastorInnen mussten im Virtuellen das Gemeinschaftsgefühl stärken. Kirchen-Coach Felix Ritter hat Ideen, was die Kirche daraus lernen kann.

In einer Kirche beten 3 PastorInnen und werden dabei gefilmt

Ohgottohgott – Bis vor kurzem konnten Gottesdienste nur online stattfinden. Eine Chance? Foto: Paula Markert

taz am wochenende: Herr Ritter, Sie geben Coachings für Gottesdienste. Wie gehen Sie dabei vor?

Felix Ritter: Als Allererstes übe ich mit den Leuten, wie sie damit aufhören können, Kirche zu spielen.

Wie meinen Sie das?

Nicht nur in der Kirche ist es so, dass Menschen nicht authentisch wirken: Man glaubt ihnen nicht ganz, was sie sagen. Das liegt an einer Kultur der Ernsthaftigkeit. Viele glauben, besonders wichtige Informationen müssten ernst und seriös kommuniziert werden.

Ist Ernsthaftigkeit negativ?

In Zeiten von Youtube scheint das nicht mehr attraktiv, da hört niemand gern zu. Ich versuche also ein Bewusstsein zu schaffen, dass man auch in der Kirche ganz normal reden kann, dass die Zuhörenden gern angeschaut werden – und dass Menschen dann am interessanten sind, wenn sie sagen, was ihnen auf der Seele brennt.

Ist gefühlsbetont denn besser als ernsthaft?

Effizienter. Wenn ich etwas ernst und reserviert präsentiere, hat mein Publikum die Chance, sich etwa 25 Prozent der Informationen zu merken. Wenn ich den gleichen Vortrag mit emotionaler Begeisterung vermittle, können die Zuhörer und Zuhörerinnen etwa 45 Prozent des Vermittelten abspeichern.

Zuletzt stieg die Nachfrage nach Online-Formaten für den Gottesdienst. Ist das eine Chance für mehr Gefühl?

Normalerweise versucht die Kirche zu kontrollieren, welche Beiträge in ihrem Namen in die Öffentlichkeit kommen. In der Corona­krise ist das schwierig geworden und es wurden beinahe guerilla-mäßig neue Formen ausprobiert. Das ist gut. Denn es glauben heute mehr Menschen an etwas Übernatürliches als 1950, aber die Kirchen sind trotzdem leerer. Durch das Feedback von Menschen, die nun online teilnehmen, davor aber noch nie in einem Gottesdienst waren, wird jetzt sichtbarer, woran es liegt.

Dramaturg und Coach, hat Germanistik, Philosophie, Psychoanalyse und Theater­wissenschaft studiert.

Warum ist Gemeinschaft für Gottesdienste wichtig? Reicht das persönliche Gebet nicht?

Gottesdienst hat die Funktion, Gott mit mir ins Gespräch zu bringen. Dank der Gemeinschaft bin ich nicht allein. Die Teilnahme an einem Gottesdienst bewirkt auch, dass ich mir eine bewusste Auszeit nehme – zwischen meinen Alltagssorgen und dem Stress, den viele Menschen gerade in der jetzigen Zeit empfinden.

Und wie ersetzt ein Online-Gottesdienst die Gemeinde?

Natürlich kann man diese nicht ersetzen, aber es gibt Möglichkeiten, anders mit der virtuellen Gemeinde umzugehen. Meine erste Idee war, vom Sofa aus zu predigen. Indem ich meine Alltagswelt zeige, vielleicht einen Kaffee trinke und versuche, so natürlich wie möglich zu reden, sogar zu plaudern, schaffe ich einen gemeinsamen Raum und Moment mit denen, die zuschauen. Dabei ist es wichtig, mit der Kamera zu interagieren. Ich darf sie mir nicht als abstraktes Objekt vorstellen, sondern als Freund, zu dem ich spreche. Vielleicht kann man dann auch versuchen, ein wenig mit der Kamera zu flirten.

Zu flirten?

Flirten heißt, dass du für mich interessant bist. Ich bin neugierig auf dich. Oft fühlen sich Menschen, die allein vor anderen sprechen, einsam. Doch wenn sie flirten, flirtet die Gemeinde irgendwann auch zurück und es entsteht eine Beziehung. Natürlich ist das ein längerer Prozess.

Neben Spielplätzen, Museen und anderen kulturellen Einrichtungen, sollen auch Gottesdienste in Deutschland wieder stattfinden dürfen. Darauf hatte sich Kanzlerin Merkel mit den Ministerpräsidenten am Donnerstag geeinigt. Die beschlossenen Lockerungen bei Gottesdiensten sind mit strengen Auflagen zu Besucherzahl und Hygieneschutz verbunden. Details sollen nun auf Länderebene festgelegt werden – in einigen Bundesländern waren allerdings schon vorab Entscheidungen dazu getroffen worden.

Klar ist, dass auch in Kirchen, Moscheen und Synagogen Gläubige den Mindestabstand einhalten müssen, zudem könnte es Maskenpflichten oder einen Verzicht auf Gemeindegesang geben.

Der Gottesdienst – ein Unterhaltungsformat: Wie spielt da der Glaube rein?

Es gibt eigentlich nur wenige, die an gar nichts glauben – was es auch sein mag, woran die glauben, die glauben. Ich würde nicht sagen, dass man gottgläubig sein muss, um teilzunehmen, aber ich fände es auch komisch, wenn Gott im Gottesdienst gar nicht vorkäme. Gerade in Zeiten von Corona stelle ich fest, dass Kirche wieder attraktiver wird für viele, weil sie Leerstellen bemerken und irgendeine Art Halt suchen. Wenn jemand, der nicht glaubt, einen Gottesdienst anschaut und danach sagt: „Das hat mir gutgetan“, dann ist das doch etwas sehr Positives.

Sie coachen Pastoren und Pastorinnen etwa für den ZDF-Fernsehgottesdienst. Daneben werden Sie zu Predigtseminaren oder Pfarrkonventen geladen. Was machen die, die predigen, denn falsch?

Ich weiß nicht, ob es wirklich um richtig oder falsch geht. Einige feiern wunderschöne Gottesdienste, das kriegen wenige mit. Andere machen, wenn sie etwa „Wir feiern diesen Gottesdienst“ sagen, unnatürliche Pausen. Dadurch klingt das wie ein Problem. Dabei sollte das Feiern doch als etwas wahrgenommen werden, was Spaß machen kann. Viele sprechen aus einem Amtsverständnis heraus so, wie ich es beschrieben habe, weil auch ihre Vorgänger und Vorgängerinnen das gemacht haben und die, die sie ausgebildet haben, es vermutlich auch so taten. Das wird heute aber nicht mehr wirklich geglaubt. Menschen erwarten, dass Pastorinnen und Pastoren mitfeiern.

Wie reagieren die Kirchenleute, wenn Sie ihnen das so sagen?

Sehr positiv. Oft kann es eine große Befreiung sein. Wenn Pastoren und Pastorinnen anfangen, die Gottesdienste zu feiern, die ihnen persönlich guttun, ist die Chance viel größer, dass sie der Gemeinde auch Spaß machen. Und dass sie auch Leute attraktiv finden, die es sonst nicht gewohnt sind, in den Gottesdienst zu gehen.

Dieser Text stammt aus der taz am wochenende. Immer ab Samstag am Kiosk, im eKiosk oder gleich im praktischen Wochenendabo. Und bei Facebook und Twitter.

Woher kommt das Sprachproblem in der Kirche eigentlich?

Ich glaube, die Postmoderne hat uns gesellschaftlich dazu erzogen – überspitzt gedacht –, nichts zu sagen. Das erlebe ich oft in meinem Alltag: Wir sind alle geschützt in unserer Subjektivität und unterhalten uns, ohne wirklich aufeinander einzugehen. In der Kirche wird oft sehr lange über Themen gesprochen, die als sehr wichtig empfunden werden, die den meisten aber bereits bewusst sind. Sowohl die Pastoren und Pastorinnen als auch die Gemeinde scheinen sich dann gar nicht wirklich dafür zu interessieren, weil es oft dieselben schweren Reden sind.

Deshalb schlage ich für den Gottesdienst eine Orientierung am TED-Talk vor. Das heißt, ich rede nicht einfach über ein Thema, sondern ich mache einen Vorschlag, gebe eine Idee mit, biete etwas an – gewissermaßen lösungsorientiert. Ist es für mich selbst als Pastor oder Pastorin klar, welche Botschaft ich vermitteln will, dann kann ich auch lang und frei darüber reden, weil ich als Redende interessant werde.

Ist Lösungsorientierung bei Fragen zu Gott das, was man braucht?

Ich möchte mit klaren Ideen überrascht und nicht belehrt werden. Wenn ich belehrt werde, entsteht eine Hierarchie. Oder es entwickelt sich ein Gefühl, dass das, was gesagt wird, gar nicht das eigene Anliegen ist. Im Coaching gibt es dazu eine Übung: Versuchen Sie mal, jedes Wir in den eigenen Reden durch ein Ich zu ersetzen.

Obwohl weiterhin das Gleiche gesagt wird, entsteht eine andere Perspektive: Es ist ein Unterschied, ob ich sage: „Bei allem, was uns in den letzten Wochen so niedergedrückt hat, dürfen wir noch hoffen.“ Oder: „Bei allem, was mich in den letzten Wochen so niedergedrückt hat, darf ich noch hoffen.“ Man muss nicht davon ausgehen, dass alle die gleichen Erfahrungen machen, dafür erleben wir zu viel Verschiedenes.

Sie meinen also, so wie in der Kirche gesprochen wird, verstehen es viele nicht.

Natürlich sind das auch meine Erfahrungen. Aber ich habe das Gefühl, dass es vielen ähnlich geht: Sie werden in der Kirche angesprochen, als wäre gerade ein Angehöriger verstorben. Und dann haben sie das Gefühl, sie dürften hier nur hingehen, wenn es ihnen schlecht geht. Dabei kann der Glaube doch auch ganz anders wirken. Er kann mir im Alltag helfen, mich stärken. Dieses positive Gefühl möchte ich auch vermittelt bekommen – und nicht, dass davon ausgegangen wird, dass es uns schlecht geht.

Was also ist das Wichtigste, um es besser zu machen?

Vertrauen. Das entsteht über Ehrlichkeit, Integrität, Authentizität – und, am wichtigsten, Liebe. Menschen hören einfach nicht gern zu, wenn sie nicht geliebt werden. Ich muss meinem Gegenüber vermitteln: „Du bist der Grund, warum ich spreche. Für dich mache ich das.“

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■ Das neuartige Coronavirus trägt die offizielle Bezeichnung SARS-CoV-2. Es ruft die Krankheit mit dem offiziellen Namen Covid-19 hervor. Der Virus ist von Mensch zu Mensch übertragbar.

Ab Januar 2020 hatte sich das Virus von der Stadt Wuhan in der chinesischen Provinz Hubei her ausgebreitet – inzwischen weltweit.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat die Ausbreitung des Coronavirus am 11. März 2020 zur Pandemie erklärt, also zu einer weltweiten Epidemie.

Alle Artikel der taz zum Thema finden sich im Schwerpunkt Coronavirus.

Eine Pandemie ist eine weltweite Epidemie, also regional nicht begrenzt. Bei einer Pandemie überträgt sich ein neuartiger Virus von Mensch zu Mensch.

■ Da es keine Grundimmunität gibt, keine spezifischen Medikamente und keine Impfung, führt das zu einer hohen Zahl an teils schweren Erkrankungen und Toten. Dies kann unter anderem zu einer Überlastung des Gesundheitssystems führen, wie es beispielsweise in Italien bereits regional zu beobachten war. Deshalb ist das Ziel, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen, damit nicht zu viele Menschen gleichzeitig schwer erkranken.

Auf eine weitreichende Beschränkungen sozialer Kontakte hatten sich am 22. März 2020 die Bundeskanzlerin und Regierungschefs der Länder geeinigt. Damit sollte der Anstieg der Fallzahlen verlangsamt und eine Überlastung des Gesundheitssystems möglichst verhindert werden. Im April sowie im Mai beschlossen Kanzlerin und Länderchefs dann schrittweise Lockerungen. Die Kontaktbeschränkungen bleiben grundsätzlich bis zum 29. Juni bestehen. Details regeln weiterhin die Länder. (Hier eine Übersicht der Bundesregiergung zu Regelungen in den Ländern). Im Fall regionaler schneller Anstiege der Infektionszahlen sollen die Behörden vor Ort sofort mit neuen Beschränkungen reagieren.

■ Einen Abstand von mindestens 1,5 Metern soll man weiterhin draußen zu allen anderen Menschen außer der Begleitung einhalten.

■ Ein Mund-Nasen-Schutz muss in ganz Deutschland beim Einkaufen und im Öffentlichen Personennahverkehr getragen werden.

■ Seit Anfang Mai gilt: Angehörige zweier Haushalte dürfen sich grundsätzlich treffen – beispielsweise also zwei Familien oder zwei Wohngemeinschaften. In einzelnen Bundesländern gibt es darüberhinaus Spezialregelungen.

Schulen und Vorschulen sollen unter Auflagen noch vor dem Sommer wieder für alle Kinder öffnen.

■ In Kliniken und Pflegeeinrichtungen wurden die Regeln gelockert: PatientInnen oder BewohnerInnen können wieder durch eine bestimmte Person besucht werden.

Alle Geschäfte in Deutschland dürfen unter Auflagen wieder öffnen – ohne Quadratmeterbegrenzung der Verkaufsfläche.

Im Sport ist das Training unter freiem Himmel wieder erlaubt. Freizeitsportler müssen sich aber an bestimmte Auflagen halten. So muss eine Distanz von mindestens 1,5 Metern gewährleistet sein.

Die Fußball-Bundesliga hat die Saison seit Mitte Mai mit Geisterspielen fortgesetzt – zumindest die erste und zweite Liga der Männer. Die Fußballbundesliga der Frauen bleibt hingegen zunächst ausgesetzt. Vor Publikum werden in dieser Saison in jedem Fall keine Spiele mehr stattfinden.

Großveranstaltungen bleiben bis zum 31. August verboten.

Bei Restaurants sollen die Bundesländer eine schrittweise Öffnungen selbst regeln. Auch für Kinos, Theater, Hotels oder Kosmetikstudios haben die Ländern die Lockerungen eigenständig zu verantworten.

■ Spielplätze sind unter Auflagen wieder geöffnet – darauf einigten sich Kanzlerin und Länderchefs bereits am 30. April.

Gottesdienste und Gebetsversammlungen sind wieder zugelassen – unter besonderen Anforderungen des Infektionsschutzes. Taufen, Beschneidungen und Trauungen sowie Trauergottesdienste sollen im kleinen Kreis möglich sein.

Museen, Ausstellungen, Gedenkstätten, Zoos und botanische Gärten können unter Auflagen wieder öffnen.

Aktuelle Fallzahlen zum Coronavirus in Deutschland veröffentlicht das Robert-Koch-Institut (RKI).

Eine ausführliche Darstellung der COVID-19-Fälle in Deutschland bis auf Landkreisebene hat das RKI in einem Corona-Dashboard zusammengestellt. Auch gibt es tägliche Situationsberichte heraus.

Internationale Zahlen hat unter anderem die Weltgesundheitsorganisation WHO in einer interaktiven Grafik aufbereitet.

■ Ebenso weltweite Fallzahlen stellt die Johns Hopkins University auf einer interaktiven Karte dar.

■ Die Unterschiede bei den Fallzahlen von RKI, WHO und Johns Hopkins University bedeuten nicht, dass die Zahlen falsch sind. Differenzen ergeben sich vielmehr aus Melde-Verzögerungen und unterschiedlichen Quellen: Dem RKI werden die Fallzahlen von den Gesundheitsämtern über das jeweilige Bundesland übermittelt. Es meldet die Zahlen nach einer Prüfung dann weiter an die WHO – so kommt es zu Verzögerungen. Die Daten der Johns Hopkins University kommen nach eigenen Angaben aus verschiedenen öffentlich zugänglichen Quellen und können daher von jenen Zahlen von RKI und WHO abweichen.

Eine Erkrankung an Covid-19 nach einer Infektion mit dem Coronavirus äußert sich laut Bundesgesundheitsministerium durch grippeähnliche Symptome, wie trockenem Husten, Fieber, Schnupfen und Abgeschlagenheit. Auch über Atemprobleme, Halskratzen, Kopf- und Gliederschmerzen, Übelkeit, Durchfall sowie Schüttelfrost sei berichtet worden.

Die Inkubationszeit beträgt nach aktuellen Erkenntnissen wohl bis zu 14 Tage: Das heißt, dass es nach einer Ansteckung bis zu zwei Wochen dauern kann, bis Symptome auftreten.

■ Wichtig: Infizierte können den Virus schon übertragen, wenn sie selbst noch keine Symptome bemerken.

Der Coronavirus wird vor allem mit einer Tröpcheninfektion übertragen. Laut Robert-Koch-Institut sind theoretisch auch eine Schmierinfektion (über kontaminierte Oberflächen) und eine Ansteckung über die Bindehaut der Augen möglich. Nach bisherigen Erkenntnissen verlaufen mehr als 80 Prozent der Erkrankungen vergleichsweise mild. Wer meint, sich mit dem Coronavirus angesteckt zu haben, sollte unbedingt

zu Hause bleiben und zum Telefon greifen. Dann entweder

■ beim Hausarzt anrufen

oder beim

■ Ärztlichen Bereitschaftsdienst: ☎ 116 117.

Telefonisch gibt es zudem noch weitere Stellen für Informationen:

■ Die Unabhängige Patientenberatung ist zu erreichen unter: ☎ 0800 – 011 77 22

Ein Bürgertelefon hat das Bundesgesundheitsministerium eingerichtet unter: ☎ 030 – 346 465 100

Für Gehörlose und Hörgeschädigte ist ein Beratungsservice des Gesundheitsministeriums per Fax zu erreichen: ☎ 030 – 340 60 66 07, sowie per Mail unter info.deaf@bmg.bund(dot)de und info.gehoerlos@bmg.bund(dot)de

Ein Gebärdentelefon mit Videotelefonie findet sich unter: www.gebaerdentelefon.de/bmg/

Die aktuellen Risikogebiete für Ansteckungen hat das Robert-Koch-Institut bis zum 10. April 2020 veröffentlicht. Mittlerweile hat sich Covid-19 weltweit ausgebreitet. Ein Übertragungsrisiko bestehe daher „sowohl in Deutschland als in einer unübersehbaren Anzahl von Regionen weltweit“, schreibt das RKI.

Für Reisende gibt es weitere Informationen zu Covid-19 und Reisewarnungen beim Auswärtigen Amt.

■ Zum Infektionsschutz gibt es auf den Seiten der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) umfassende Anleitungen zum richtigen Händewaschen, zu den angemessenen Regeln beim Niesen sowie auch Merkblätter zu allgemeinen Hygiene- und Verhaltensregeln.

■ Niesen oder Husten soll man möglichst in die eigene Armbeuge und versuchen, sich seltener ins Gesicht zu fassen.

Händwaschen sollte man regelmäßig und zwar mindestens 20 Sekunden mit Wasser und Seife.

■ Reduzieren sollte man den Kontakt zu anderen Menschen derzeit so stark wie möglich, empfiehlt die BGzA. Wenn man doch in der Öffentlichkeit unterwegs ist, soll man möglichst einen Abstand von zwei Metern zu anderen Menschen einhalten.

■ Das Infektionsschutzgesetz (IfSG) gilt bundesweit einheitlich und bisher richten sich die Maßnahmen der Behörden nach diesem Gesetz, schreibt unser rechtspolitischer Korrespondent Christian Rath in seinem Überblick zur Rechtslage.

■ Die Katastrophenschutzgesetze der Länder sind anwendbar, sofern sich die Lage zur Katastrophe zuspitzen sollte.

■ Die Bundeswehr kann im Rahmen der Amtshilfe heute schon tätig werden, etwa im Sanitätsbereich oder zur logistischen Unterstützung. Im Extremfall kann sie auch im Inland eingesetzt werden, um (gemeinsam mit der Polizei) die öffentliche Ordnung zu bewahren oder wiederherzustellen, etwa wenn geplündert wird oder Krankenhäuser belagert werden.

■ In den „Notstandsgesetzen“ ist das geregelt, zu denen die Artikeln 35, 87a und 91 des Grundgesetzes zählen. Die „Notstandsgesetze“ wurden 1968 gegen den Widerstand der Außerparlamentarischen Opposition (APO) beschlossen.

■ Gerüchte, Falschmeldungen und Verschwörungstheorien über das Coronavirus kursieren derzeit viele.

■ Aufklärung über viele Corona-Falschmeldungen bietet unter anderem der Verein Mimikama.at.

■ Auch die Weltgesundheitsorganisation WHO hat in englischer Sprache eine eigene Seite zur Aufklärung von Mythen über den Coronavirus veröffentlicht.

■ Zu den häufigsten Fragen hat das Robert-Koch-Institut ein FAQ zu Corona veröffentlicht.

■ Weitere Fachinformationen finden sich ebenso auch auf einer Überblicksseite des Robert-Koch-Instituts.

■ Verhaltens- und Hygienetipps und ebenso in einem FAQ die häufigsten Fragen beantwortet die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung auf ihrer Corona-Übersicht auf infektionsschutz.de.

■ Umfassend informieren kann man sich auch beim Bundesgesundheitsministerium.

■ Eine weltweite Übersicht bietet die Weltgesundheitsorganisation WHO.

Bundesweite Telefonnummern im Überblick:

Ärztlicher Bereitschaftsdienst: ☎ 116 117

Unabhängige Patientenberatung: ☎ 0800 011 77 22

■ Bürgertelefon des Bundesgesundheitsministeriums: 030 346 465 100

Beratungsservice für Gehörlose und Hörgeschädigte: Fax: 030 / 340 60 66 – 07 sowie per Mail: info.deaf@bmg.bund(dot)de / info.gehoerlos@bmg.bund(dot)de

Gebärdentelefon (Videotelefonie): www.gebaerdentelefon.de/bmg

■ Bei Sorgen ist die Telefonseelsorge rund um die Uhr erreichbar unter: 116 123 sowie 0800 / 111 0 111 und 0800 / 111 0 222.

■ Infos über Corona auf Türkisch hat die taz in ihrem Text „Koronavirüs Almanya'da“ zusammengestellt.

■ In weiteren Sprachen sammelt die taz Info-Texte under taz.de/coronainfo

■ Hygiene-Infos in weiteren Sprachen bietet die BZgA in Hygiene-Merkblättern unter anderem auf Türkisch “Viral enfeksiyonlar – hijyen korur!“ (PDF) sowie auf Englisch “Viral infections – hygiene works!“ (PDF)

Leichte Sprache: Informationen zum Coronavirus in Leichter Sprache stellt das Bundesgesundheitsministerium zur Verfügung.

Gebärdensprache: Das Bundesgesundheitsministerium beantwortet Fragen mittels Videotelefonie und ist dafür über ihr Gebärdentelefon zu erreichen. Dazu gibt es hier noch mehr Infos. Das Gebärdentelefon ist von Montag bis Donnerstag von 8 bis 18 Uhr sowie am Freitag von 8 bis 12 Uhr erreichbar. Ebenso möglich sind Fragen per Fax: 030 / 340 60 66 – 07 oder per E-Mail: info.deaf@bmg.bund(dot)de oder info.gehoerlos@bmg.bund(dot)de.

■ Weitere Sprachen: Kurze Info-Flyer der Johanniter auf Englisch (PDF), Dari (PDF), Arabisch (PDF), Farsi (PDF), Türkisch (PDF), Russisch (PDF), Italienisch (PDF) und Französisch (PDF) hat der Bundesfachverband unbegleitete minderjährige Flüchtlinge bereitgestellt.

International: Informationen zum Coronavirus in verschiedenen Sprachen stellt zudem die Weltgesundheitsorganisation WHO bereit.

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