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Brockhaus künftig nur noch OnlineAbschied vom Bildungsbürgermöbel

Es sieht ganz so aus, als wäre die 21. Auflage des Brockhaus die letzte ihrer Art - trotz ihrer haptischen Qualitäten. Ein Abgesang.

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen

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4 Kommentare

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  • C
    Carlos

    Wenn eine Enzyklopädie veraltet ist nur weil sie in Druckform vorliegt, sind dann nicht alle Bücher veraltet?

    Welchen Sinn haben Bücher überhaupt noch?

    Am besten alles schön als pdf Datei lesen.

  • HR
    Hans Rosenthal

    Wenn denn die Theorie stimmt, dann schlug vor rund 65 Millionen Jahren ein Materie-Brocken auf die Erde und löschte die bis dahin mächtigen Dinosaurier aus.

     

    Wenn denn die Praxis zutrifft, dann schlug vor rund 7 Jahren ein Digital-Brocken ins Internet und löscht nunmehr den bis ehedem mächtigen Brockhaus aus.

     

    Der Meteorit damals brockte den Sauriern etwas ein; der Meteorit heute (man nennt ihn auch Wikipedia) scheucht die alten Brocken aus ihrem Haus.

     

    Mögen noch viele Generationen von Knochensuchern erfolgreich sein bei ihrer Suche nach Dinos.

  • S
    Stolberg

    die gute Nachricht: der Brockhaus ist online verfügbar !

    die sehr schlechte Nachricht: es gibt ihn nicht mehr in (aktueller) Buchform.

    Wo und wie sollen Kinder noch das Vergnügen erfahren, sich in einem guten Lesikon festzulesen? Von Eintrag zu Eintrag zu springen, Verweisen zu folgen und uferlos Neues zu erfahren? So manches wissenschaftliches Interesse hat so begonnen - und wir wissen nicht, was wir tun, wenn wir nur noch auf das schnell wechselnde Bild am PC setzen, dessen Inhalte sich so viel weniger einprägen als gelesene Papierseiten...

  • U
    Ulrich

    Man könnte auch einfach mal die Perspektive wechseln: Wo können sich eigentlich diejenigen 20 bis 30 % der Bevölkerung, die auf absehbare Zeit nicht ins Internet gehen (weil sie nicht wollen oder nicht können) noch informieren, wenn selbst in der Stadtbibliothek nur noch ein veralteter Brockhaus, wenn überhaupt, steht?