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Brigade in Dienst

Auch Merz reiste zum Aufstellungsappell ins Nato-Land Litauen

Die deutsche Brigade in Litauen ist am Donnerstag offiziell in Dienst gestellt worden. Bundeskanzler Friedrich Merz und Verteidigungsminister Boris Pistorius reisten zum sogenannten Aufstellungsappell nach Vilnius und versicherten dem Nato- und EU-Partner Litauen Deutschlands Einsatzbereitschaft für die Verteidigung. „Ich will es an die Adresse der Bevölkerung sagen: Liebe Litauerinnen und Litauer, Sie können sich auf uns, Sie können sich auf Deutschland verlassen“, sagte der Kanzler bei einem gemeinsamen Auftritt mit dem litauischen Präsidenten Gitanas Nausėda. Dieser sprach von einem historischen Tag.

Laut Verteidigungsministerium sind bereits 400 Bundeswehrsoldaten in Litauen stationiert. Bis Jahresende wird die Zahl auf 500, bis Februar 2026 auf 1.800 und dann bis Mitte 2026 auf 2.000 anwachsen. Der Aufbau soll Ende 2027 mit dann 5.000 Bundeswehrangehörigen abgeschlossen sein. Die dauerhafte Stationierung soll dem Nato-Land mehr Sicherheit vor einer möglichen russischen Bedrohung geben.

Nausėda rief Merz zudem dazu auf, die beachtliche militärische Unterstützung Deutschlands für die Ukrai­ne fortzusetzen. Der Kanzler wehrte eine Frage nach einer möglichen Beteiligung der Bundeswehr an einer Stabilisierungstruppe in der Ukraine im Falle eines Waffenstillstands ab. „Wir müssen uns im Augenblick mit der Frage von stationierten Truppenteilen in der Ukraine nicht beschäftigen“, sagte er und verwies darauf, dass für Wochen, vielleicht Monate keine Friedenslösung in Sicht sei. „Wir leisten hier zunächst einmal einen Beitrag, um die gesamte Ostflanke der Nato zu stärken.“ (rtr)

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