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Begegnungsort in Berlin-Pankow„Da kann man lernen, dass man sich nicht streiten muss“

In der Stillen Straße haben hausbesetzende Se­nio­r*in­nen den Erhalt ihrer Begegnungsstätte erreicht. Beim nächsten Kampf wäre unser Kolumnist auch dabei.

I n Pankow gibt es ein Haus in der Stillen Straße 10. Der Name ist eigentlich ziemlich lustig, weil in dieser Straße ist es gar nicht still. Denn da wohnen Senioren und die sind laut gegen hohe Mieten und engagieren sich für andere Sachen.

In 2012 haben die zum Beispiel das Haus für 100 Tage besetzt, um es zu retten. Ich hab das Haus während der Besetzung schon einmal besucht. Und ich habe gehört, dass sie es jetzt endlich geschafft haben, das Haus zu retten. Sie haben das jetzt übernommen und letztens wurde ein großer goldener Schlüssel übergeben.

Ich finde das ziemlich blöd, dass die Leute im Moment so gegeneinander aufgebracht werden. Und das hier ist ja ein Begegnungsort für alte Menschen, aber auch für junge Menschen. Da kann man lernen, dass man sich nicht streiten muss. Ich finde es deshalb sehr gut, dass alle dort jetzt erst mal bleiben können. Wenn die dort raus gemusst hätten, dann hätten die das Haus bestimmt noch einmal besetzt. Da wäre ich auch dabei.

Christian Specht, Jahrgang 1969, ist politisch engagiert und setzt sich für mehr Mitwirkungsmöglichkeiten von Menschen mit Beeinträchtigung in den Medien ein. Seit 2017 ist er der erste Mensch mit Beeinträchtigung im Vorstand der Lebenshilfe Berlin. Wenn er möchte, zeichnet er uns den „Specht der Woche“

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Christian Specht

Jahrgang 1969, ist politisch engagiert und setzt sich   für mehr Mitwirkungsmöglichkeiten von Menschen mit Beeinträchtigung in   den Medien ein. Seit 2017 ist er der erste Mensch mit Beeinträchtigung   im Vorstand der Lebenshilfe. Er hat ein Büro in der taz und zeichnet   (un)regelmäßig den „Specht der Woche”. Mehr von Christan Specht gibt es   auf seiner Homepage (s. Button).
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