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Bambi-Medienpreis 2013Hanf, Glanz und Lampedusa

Die Verleihung des Echo... äh, Bambi 2013 ist in Berlin zu Ende gegangen: Preise gingen an ein Integrationsprojekt, eine Flüchtlingsaktivistin, Miley Cyrus und andere Promis.

BERLIN dpa | Eine skandalfreie Miley Cyrus, Schlagerstar Andrea Berg in Tränen aufgelöst und ganz am Ende: ein etwas peinlicher Versprecher von Helene Fischer. Die Bambi-Verleihung in Berlin war emotionsgeladen, Skandale gab es aber nicht.

Zu den Höhepunkten der Gala am Donnerstagabend im Theater am Potsdamer Platz gehörten die bewegenden Auftritte von Microsoft-Mitbegründer Bill Gates und Sänger Udo Jürgens (79). Und Popstar Robbie Williams führte souverän durch den etwas langatmigen Abend. Gegen Ende der Gala erhielt er für seine Entertainer-Qualitäten selbst einen Bambi.

Fast schon enttäuscht zeigten sich viele der 800 Gäste von US-Sängerin Miley Cyrus, die von kreischenden und jubelnden Fans am roten Teppich empfangen worden war. Hatte der „Popstar der Stunde“ zuletzt mit aufreizenden Auftritten und einem Joint auf der Bühne für Aufsehen gesorgt, zeigte sich Miley beim Bambi züchtig.

Im neongelben Outfit im 80er-Jahre-Stil sang sie eine Akustikversion ihres aktuellen Lieds „Wrecking Ball“ – einziger Hauch von Rebellion: In ihrem Ohr blitzte ein kleines Hanfblatt-Motiv.

Als Bill Gates auf die Bühne ging, erhob sich das Publikum und applaudierte. Er bekam den „Millenium-Bambi“ für sein gesellschaftliches Engagement und seinen Kampf gegen Armut. Auch für Udo Jürgens, der das Rehkitz für sein Lebenswerk erhielt, gab es Ovationen.

35 Tatort-Kommissare auf der Bühne

Bewegend war auch der Auftritt des früheren FC-Bayern-Trainers Jupp Heynckes. Sein Nachfolger Pep Guardiola überreichte ihm den Bambi in der Kategorie Sport. In einer emotionalen Rede bedankte sich Heynckes bei der Mannschaft des Triple-Siegers und bei seiner Frau – und wurde sehr persönlich: „Wenn meine Mutter das heute sehen würde, sie würde stolz auf mich sein“, sagte er ergriffen.

Standen die meisten Preisträger schon vor der Gala fest, sorgte die Jury in einigen Kategorien noch für echte Überraschungen. So bekamen auch die Themen Flüchtlinge und Jugendgewalt eine Bühne.

Das soziale Jugend-Sportprojekt „Mitternachtssport“ wurde in der Kategorie Integration ausgezeichnet. Die Italienerin Grazia Migliosini bekam den Bambi in der Kategorie „Unsere Erde“ für ihren Einsatz für schiffbrüchige Flüchtlinge vor Lampedusa.

Schlager-Königin Andrea Berg bedankte sich weinend, als sie ihren allerersten Bambi – den Sonderpreis der Jury – entgegennahm. Eine Premiere gab es auch beim Ehrenpreis der Jury. Der ging an den „Tatort“-Macher Gunther Witte – und 35 Kommissare aus der ARD-Reihe versammelten sich auf der Bühne.

Beste Schauspielerin wurde Nadja Uhl, bei den Männern gewann Tom Schilling. Stil-Ikone Victoria Beckham wurde in der Kategorie Fashion ausgezeichnet und Designer Karl Lagerfeld outete sich als einer ihrer größten Fans.

Ganz am Ende passierte dann doch noch etwas, über das nach der Gala getuschelt wurde. Im Abschiedstrubel rief Helene Fischer: „Das war der Echo 2013“ – und vorbei war der Bambi.

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1 Kommentar

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  • R
    reblek

    Was hat ein solcher Text in der taz zu suchen? Nichts, denn er hat dort nichts verloren.

    "Zu den Höhepunkten der Gala am Donnerstagabend im Theater am Potsdamer Platz gehörten die bewegenden Auftritte von Microsoft-Mitbegründer Bill Gates und Sänger Udo Jürgens (79). ... Als Bill Gates auf die Bühne ging, erhob sich das Publikum und applaudierte. Er bekam den 'Millenium-Bambi' für sein gesellschaftliches Engagement und seinen Kampf gegen Armut. Auch für Udo Jürgens, der das Rehkitz für sein Lebenswerk erhielt, gab es Ovationen." - Kein Wort darüber, was an deren Auftritt bewegend war. Und ganz am Rande: Das Ding hieß und heißt "Millennium".