Jüdische Privatfotografie Die Verfolgung im Kaffeegarten Es scheinen auf den ersten Blick Fotos des Alltags zu sein. Doch sie dokumentieren die Flucht von Juden in der Nazizeit. Robert Müller-Stahl hat sie untersucht. Von Klaus Hillenbrand 2.7.2026
Neuer Roman von Michael Wildenhain Gangs of Schöneberg Michael Wildenhain kratzt den Schorf von den Wunden der Geschichte: Sein neuer Roman erzählt vom Heranwachsen im Westberlin der späten sechziger Jahre. Von Dirk Knipphals 16.3.2026
Alltag in Ostdeutschland Nichts wird noch mal gut gegangen sein Das Buch „Extremwetterlagen. Reportagen aus einem neuen Deutschland“ versammelt Texte, die vor den Landtagswahlen im Osten 2024 entstanden sind. Von Jens Uthoff 17.10.2025
Nobelpreis für Literatur Durch die Seiten hindurchgeweht László Krasznahorkais kürzester Roman ist fast ständig in Bewegung. Beim Lesen gerät man regelrecht in einen Sog. Das gefällt nicht jedem. Von Tim Caspar Boehme 9.10.2025
Literaturnobelpreis für László Krasznaho Literarische Kunst als Feld des Widerstands László Krasznahorkais frühe Romane sind düster – seine neueren lichter. Der Nobelpreisträger für Literatur vertritt ein konsequentes Außenseitertum. Von Marcel Inhoff 9.10.2025
Kurzgeschichten von Serhij Zhadan Den Siegern verzeiht man Die Sprache durchdringend: Wie sich der Krieg in alle Bereiche des Lebens einschreibt, davon erzählt der ukrainische Autor Serhij Zhadan in zwölf Short Storys. Von Jens Uthoff 30.3.2025
Buch über radikalisierte Ältere Wenn Mama den Familienchat flutet Seit der Pandemie wenden sich viele Ältere Verschwörungsideologien zu. Sarah Pohl und Mirijam Wiedemann geben Tipps für Angehörige. Von Antje Lang-Lendorff 24.3.2025
Roman Ehrlichs Roman „Videotime“ Der Horror in der Kleinstadt In Roman Ehrlichs Gesellschaftsporträt blickt der Erzähler auf seine Jugend zurück. Das seltsame Verhalten der Erwachsenen erklärt er sich mit Actionfilmen. Von Dirk Knipphals 18.10.2024
Neuer Roman von Ulrich Peltzer Das Tiefste, das in uns rumort Ein Spielsüchtiger, der als Finanzberater tätig ist und im Knast Lyrik entdeckt: Ulrich Peltzers Roman „Der Ernst des Lebens“ ist furios wie glaubwürdig. Von Helmut Böttiger 21.3.2024
Rechtes Geheimtreffen in Potsdam Braune Eminenz Im November trafen sich in Potsdam Neonazis und AfD-Politiker. taz-Recherchen zeigen: Dabei war ein Unternehmer und rechter Netzwerker, der christliche Autoren verlegt – auch ein Buch von Papst Benedikt. Von Jean-Philipp Baeck und Anne Fromm 26.1.2024
Dokuroman über NSU-Prozess Das Blickregime im Gerichtssaal Hunderte Verhandlungstage und eine schweigende Angeklagte: Im Dokuroman „Laufendes Verfahren“ setzt sich Kathrin Röggla mit dem NSU-Prozess auseinander. Von Julian Weber 22.10.2023
Neues Buch von Jochen Schmidt Vorm Fernseher eingeschlafen Jochen Schmidts gesammelte „Schmidt sieht fern“-Kolumnen erzählen einen meist gutgelaunten Alltagsroman. Nostalgisch sind sie auch. Von Dirk Knipphals 18.10.2023
Frauenbuchladen Lillemor’s in München Feministische Irritationen Die erste feministische Buchhandlung Deutschlands eröffnete 1975. Ein junges Team will an die Idee des Ladens anknüpfen, in dem es mehr als Bücher gab. Von Sabina Zollner 2.10.2023
Jüdisches Leben in Deutschland „Es gibt kein Buch über Synagogen“ Alex Jacobowitz ist Musiker – und reist durch Deutschland, um Synagogen zu fotografieren. Warum er selbst oft staunt und was ihm Mut macht. Von Thomas Gerlach 4.9.2023
Feministische Literatur in Österreich Die beredte Wut der Autorinnen Als progressiv und selbstkritisch möchte sich Österreich als Gastland der Buchmesse präsentieren. Viele Schriftstellerinnen nehmen diesen Anspruch ernst. Von Sophia Zessnik 26.4.2023
Preußischer Militärtheoretiker Das Wesen des Kriegs Carl von Clausewitz' Überlegungen zum Krieg erleben aktuell ein Comeback – beim Bundeskanzler, in der CDU, aber auch bei Managern. Von Thomas Gerlach 7.1.2023
Preisgekrönte Buchhandlungen Leseträume, leicht gemacht Buchläden sind Inseln der Lesekultur. Drei von ihnen sind jüngst ausgezeichnet worden. Was macht sie zu besonderen Orten? Von Jens Uthoff 15.12.2022
Autobiographie einer Bühnenbildnerin Emanzipation und freie Liebe „Eine europäische Frau“ heißt die Autobiografie der Bühnenbildnerin Gunilla Palmstierna-Weiss. Ihr Blick ist unbestechlich, aber versöhnlich. Von Michaela Maria Müller 18.10.2022
Das Grundgesetz als Inspiration Eigentum, Mutter-Frust und Tierrechte Im literarischen Kommentar zum Grundgesetz von Georg M. Oswald interessieren sich die meisten Schriftsteller:innen gar nicht für die Verfassung. Von Christian Rath 19.10.2022
Friedenspreisträger Serhij Zhadan Der Preis der Freiheit Der Ukrainer Serhij Zhadan ist nicht nur Schriftsteller. Er ist auch Musiker, unterstützt die Armee, trommelt für Spenden und träumt vom Ende des Kriegs. Von Jens Uthoff 18.10.2022