Kommentar „jüdische Täter“ Umdeutung des Massenmords Kommentar von Klaus Hillenbrand Polens Ministerpräsident spricht von „jüdischen Tätern“. Das ist durch nichts belegter Unsinn und ebnet den Weg zur historischen Lüge. 18.2.2018
Ralph Giordanos Bücher jetzt öffentlich Die Bibliothek eines Mahners Seit heute zeigt die KZ-Gedenkstätte Neuengamme die Bücher des in Hamburg geborenen Publizisten und Holocaust-Überlebenden Ralph Giordano. Von Petra Schellen 17.2.2018
Nach dem umstrittenen Holocaust-Gesetz Kritische Meinungen nicht erwünscht Die polnische Regierung fordert in einem Schreiben im Ausland lebende Polen dazu auf, ihre Landsleute zu melden, wenn sie etwas Schlechtes über das Land sagen. 15.2.2018
„Arisierungs“-Profiteur Kühne+Nagel Neuer Ort fürs Mahnmal Der Entwurf des „Arisierungs“-Mahnmals an der Bremer Flaniermeile Schlachte ist fertig. Noch aber hakt es an der behördlichen Umsetzung. Von Henning Bleyl 15.2.2018
Kolumne Fremd und befremdlich Wir werden uns einmischen müssen Kolumne Katrin Seddig Darf man Gesetze ändern, um die AfD auszuschließen? Das ist eine sehr schwierige Frage. Für mich allein weiß ich, was ich tun muss: Ich bin zuerst meinem Gewissen verpflichtet. 14.2.2018
Polnisch-ukrainische Beziehungen Im Schatten der Geschichte Kolumne Stadtgespräch von Bernhard Clasen In der Ukraine geht die Angst um, das Verhältnis zum Nachbarn könnte sich verschlechtern. Grund ist das neue Holocaust-Gesetz in Polen. 9.2.2018
Lesung und Konzert von Esther Bejarano Überlebende mit Mission Esther Bejarano überlebte Auschwitz, weil sie Akkordeon im Mädchenorchester spielte. Nun singt sie mit einer Hip-Hop-Band über Rassismus. Von Gareth Joswig 9.2.2018
Umstrittenes Holocaust-Gesetz Polen lädt israelischen Minister aus Israels Bildungsminister sollte nach Warschau reisen. Nun hat Polen die Reise abgesagt. Das dürfte an der Kritik Israels am umstrittenen Holocaustgesetz liegen. 6.2.2018
Entschädigung für algerische Juden Späte Gerechtigkeit für Verfolgte Deutschland erklärt sich zu Zahlungen an jüdische Opfer des Vichy-Regimes bereit. Etwa 2.000 Juden wurden innerhalb Algeriens deportiert. Von Klaus Hillenbrand 5.2.2018
Abstimmung im polnischen Senat Heikles Holocaust-Gesetz beschlossen Drei Jahre Haft oder eine Geldstrafe droht in Polen künftig, wenn jemand dem Staat öffentlich eine Mitschuld an NS-Verbrechen zuschreibt. 1.2.2018
Jazzlegende Coco Schumann ist tot Swing statt Marschmusik Er spielte in der Jazz-Band von Theresienstadt, überlebte Todesmärsche und verschrieb sich dem Swing. Nun starb Coco Schumann mit 93 Jahren. Von Jörg Sundermeier 29.1.2018
Kommentar Geschichtszensur in Polen Ein Gesetz als Sackgasse Kommentar von Gabriele Lesser Polens Regierung will kritische Geschichtsaufarbeitung per Gesetz verhindern. Erfolg verspricht das nur auf kurze Sicht. 29.1.2018
Geschichtszensur-Gesetz in Polen Erinnern mit Einschränkungen Polen und Israel streiten über ein geplantes polnisches Gesetz, das „Polens guten Ruf“ schützen soll. Es verbietet etwa, von „polnischen KZs“ zu sprechen. Von Gabriele Lesser 28.1.2018
Kommentar Holocaust-Gedenktag Rituale allein reichen nicht Kommentar von Silke Mertins Antisemitismus nimmt zu, die Erinnerungskultur hat versagt. Solange der Staat jüdische Kinder nicht schützt, sollte er Privatschulen für sie bezahlen. 27.1.2018
Zum 100. Geburtstag von Mala Zimetbaum Die Heldin von Auschwitz Mala Zimetbaum rettete viele Häftlinge im KZ, verliebte sich und floh schließlich – erfolglos. Sie starb als Heldin, ihren Namen kennen aber nur wenige. Von Waltraud Schwab 26.1.2018
NS-Vernichtungslager bei Minsk Im Wald der namenlosen Toten Maly Trostinec war der größte NS-Vernichtungsort auf dem Boden der früheren Sowjetunion. Um angemessenes Erinnern wird bis heute gerungen. Von Simone Brunner 27.1.2018
Ausstellung zur Fahrt der „Exodus“ Mythos und Kampagne zugleich Zum Gründungsmythos des Staates Israel gehört das Auswandererschiff „Exodus“. Eine Ausstellung im Jüdischen Museum Rendsburg zeigt Brüche in den Heldengeschichen. Von Frank Keil 19.1.2018
Bezeichnung als „Holocaustleugner“ Schuster darf AfD-Politiker so nennen Nicht nur Menschen, die die planmäßige Ermordung der europäischen Juden gänzlich leugnen, dürfen so benannt werden – sondern auch die Relativierer. Von Sabine am Orde 16.1.2018
Gedenkstätten-Leiter über Pflichtbesuche „Die nicht wollen, müssen nicht“ Pflichtbesuche sind kein Allheilmittel: Jens-Christian Wagner von der KZ-Gedenkstätte Bergen-Belsen setzt auf Freiwilligkeit und Betreuung statt Führungen im Akkord. Interview von Friederike Gräff 10.1.2018
Gedichteschreiben nach Auschwitz Mach wieder Wasser aus mir Vor dreißig Jahren starb Rose Ausländer. Die deutsch-jüdische Lyrikerin überlebte Schoah, Vertreibung und Verstummen. Von Katja Nau 3.1.2018