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Antifaschismus in BerlinGegen den Sturm

Wer der Rechtsdrift widerstehen will, muss sich bestimmt und aktiv damit auseinandersetzen. Hier einige Gelegenheiten.

Wegen dieses alten Lappens sollte niemensch mehr Tränen vergießen Foto: Francesco Luca Labianca/Unsplash

W enn man die Bilder von dem Angriff auf das Capitol in Washington in den USA sieht und an die Leute denkt, die in Berlin mit Reichsflaggen wedelnd letzten August in den Reichstag gelangen wollten, wird klar, dass die Menschheit, was Antifaschismus und Antisemitismus angeht, auf einer Skala von 1 bis 10 ungefähr bei -1 steht.

Umso wichtiger ist es, dagegen zu halten und sich mit verantwortlich zu fühlen – und sich aktiv und bestimmt damit auseinanderzusetzen. Denn das tut wirklich Not bei den ganzen „Stürmen“ der heutigen Zeit.

Die Rosa-Luxemburg-Stiftung stellt sich in einer Onlineveranstaltung die Frage, warum der autoritäre Charakter so aktuell ist und autoritäre Parteien und Bewegungen gegenwärtig global Aufwind bekommen. Der Band „Konformistische Rebellen. Zur Aktualität des autoritären Charakters“ beschäftigt sich mit diesem Phänomen.

Karin Stögner von der Uni Passau, eine von 20 Au­to­r:inn­nen des Buches, wird bei der RLS zu Gast sein. Der Mitherausgeber Andreas Stahl (Rosa Salon) führt allgemein in den Band ein und Anika Taschke (Historisches Zentrum der RLS) moderiert. Den Link erhält man nach Anmeldung hier (Mittwoch, 13.1., online, 19:30 Uhr).

tazplan

Der taz plan erscheint auf taz.de/tazplan und immer Mittwochs und Freitags in der Printausgabe der taz.

Lookism intersektional denken

Eurozentrische Schönheitsideale prägen das Bewusstsein und geben vor, was normal und schön zu sein hat. Diese Ideale sind oft tief in Kolonialismus, Rassismus, Sexismus, Homo- und Transfeindlichkeit verankert, in Ableismus und Klassismus, in Altersdiskiminierung und Fat Shaming.

Beautiful Bodies“ ist ein Filmworkshop im Rahmen der Kiez-Monatsschau. Um Stereotypen etwas entgegenzusetzen und neue Bilder zu produzieren braucht es positive, selbstbestimmte Darstellungen diverser Körper, ist hier die Auffassung.

Das Angebot richtet sich an 16- bis 27-Jährige, die Lust haben in einer kleinen Gruppe ein Projekt gemeinsam zu erarbeiten und mitzugestalten. Alle Treffen finden unter den aktuellen Schutz- und Hygienemaßnahmen statt. Anmeldungen gehen an: akademie@ballhausnaunynstrasse.de (Mittwoch, 13.1, Ballhaus Naunynstrasse 27, 17 Uhr).

Rassismus verlernen mit dem Grundgesetz

Bilder erschaffen Ideale und Sprache formt und schafft Tatsachen. Sie prägt die Wahrnehmung und setzt sich vor allem un- und unterbewusst fest. Die Bundesregierung will den Begriff „Rasse“ aus dem Grundgesetz streichen. Wie richtig und wichtig das ist und was als Ersatz genommen werden könnte, soll auf einer Onlineveranstaltung der Zeitung ND diskutiert werden.

Dr. Emilia Roig (Gründerin und Direktorin des Center for Intersectional Justice), Dr. Doris Liebscher (Landesstelle für Gleichbehandlung – gegen Diskriminierung, Berlin), Tahir Della (ISD-Bund e.V.) und Dr. Natasha A. Kelly (Akademische Aktivistin und Künstlerin) sind dabei zu Gast. Die Journalistin Amina Aziz moderiert. Die Online-Veranstaltung wird auf nd-online zu sehen sein (Donnerstag, 14.1, online, 19 Uhr).

Wer Hetty Berg, die neue Direktorin des Jüdischen Museums, kennenlernen möchte, geht zu ihrer Vorstellung im Jüdischen Gemeindehaus. Aufgrund der Beschränkungen wegen Covid-19 ist die Zu­schaue­r*in­nen­zahl begrenzt, daher ist eine Anmeldung unter dialog@jg-berlin.org erforderlich (Dienstag, 19.1., Fasanenstraße 79-80, 19 Uhr).

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Desiree Fischbach
Jahrgang 1984, Magistra Artium Kunstgeschichte/ Theaterwissenschaft, FU Berlin. In der taz seit 2011: Webentwicklung Abteilungsleiterin. Hauptthemen Subkultur und soziale/ politische Bewegungen in Berlin. Foto: Maximilian König
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