Antifaschismus heißt Zusammenarbeit: Aus der Geschichte lernen
Der 3. Band einer Geschichte der Antifa befasst sich mit rechten Verschwörungsideologien seit Covid. Ansonsten ist weiterhin viel Vernetzung angesagt.
Foto: Fabian Sommer/picture alliance/dpa
N ach dem schweren Macheten-Angriff auf zwei 19-Jährige in Friedrichshain mutmaßlich durch Nazis demonstrierten in Friedrichshain Anfang April Hunderte Menschen gegen Rechtsextremismus. Die Bedrohung und Drohungen von rechts fühlen sich aktuell vielleicht wieder stärker und etwas realer an, dabei waren sie gar nie weg oder weniger gefährlich. Eine bedachte, klare und kollektive Haltung gegen rechts, war, ist und bleibt obligatorisch.
Beim offenen Antifa-Treffen finden sich Menschen zusammen, die solidarisch und selbstbestimmt antifaschistisch aktiv sein wollen. Ziel ist es, gemeinsame Aktionen zu planen und etwa zusammen auf Demos zu gehen. Es gibt keinen fertigen Fahrplan, jede Person, die mitwirken und sich einbringen will, ist herzlich willkommen. Es gibt vor Ort auch kalte Getränke zu kaufen und einen Kicker (Mittwoch, 15. April, Lottumstr. 10A, 19.00 Uhr).
Die Buchhandlung Schwarze Risse lädt zur Vorstellung und Diskussion des dritten Bands von Bernd Langers Trilogie zur Geschichte der Antifaschistischen Aktion ein. Teil 3 beginnt mit dem Beginn der Pandemie 2020 im verschwörungsideologischen Milieu und mit ihren rechtsextremen Akteuren, denen wiederum antifaschistische Massenmobilisierungen gegenüberstanden. Die Buchreihe will eine Grundlage zum Verständnis geben, was Antifaschismus ist und warum er eine zentrale politische Auseinandersetzung bleibt (Mittwoch, 15. April, Gneisenaustr. 2A, 20.00 Uhr).
Im Café ¡NO PASARÁN! in Kreuzberg gibt es eine Info- und Diskussionsveranstaltung zum gemeinsamen europäischen Asylsystem (Geas) mit Aktivist:innen vom Berliner Flüchtlingsrat. Was das Geas genau ist und was es letztendlich für Geflüchtete in Berlin zum Beispiel am Abschiebeknast am Berliner Flughafen bedeutet, soll bei der Veranstaltung besprochen werden. Das Café ist ein offener Treffpunkt für alle, die sich rechten Tendenzen in den Weg stellen wollen. Bei Kaffee und Kuchen gibt es die Gelegenheit zum Austausch und zur Vernetzung im Kiez (Sonntag, 19. April, Lausitzer Str. 22, 15.00 Uhr).
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen
meistkommentiert