Antifaschismus heißt Zusammenarbeit: Aus der Geschichte lernen
Der 3. Band einer Geschichte der Antifa befasst sich mit rechten Verschwörungsideologien seit Covid. Ansonsten ist weiterhin viel Vernetzung angesagt.
N ach dem schweren Macheten-Angriff auf zwei 19-Jährige in Friedrichshain mutmaßlich durch Nazis demonstrierten in Friedrichshain Anfang April Hunderte Menschen gegen Rechtsextremismus. Die Bedrohung und Drohungen von rechts fühlen sich aktuell vielleicht wieder stärker und etwas realer an, dabei waren sie gar nie weg oder weniger gefährlich. Eine bedachte, klare und kollektive Haltung gegen rechts, war, ist und bleibt obligatorisch.
Beim offenen Antifa-Treffen finden sich Menschen zusammen, die solidarisch und selbstbestimmt antifaschistisch aktiv sein wollen. Ziel ist es, gemeinsame Aktionen zu planen und etwa zusammen auf Demos zu gehen. Es gibt keinen fertigen Fahrplan, jede Person, die mitwirken und sich einbringen will, ist herzlich willkommen. Es gibt vor Ort auch kalte Getränke zu kaufen und einen Kicker (Mittwoch, 15. April, Lottumstr. 10A, 19.00 Uhr).
Die Buchhandlung Schwarze Risse lädt zur Vorstellung und Diskussion des dritten Bands von Bernd Langers Trilogie zur Geschichte der Antifaschistischen Aktion ein. Teil 3 beginnt mit dem Beginn der Pandemie 2020 im verschwörungsideologischen Milieu und mit ihren rechtsextremen Akteuren, denen wiederum antifaschistische Massenmobilisierungen gegenüberstanden. Die Buchreihe will eine Grundlage zum Verständnis geben, was Antifaschismus ist und warum er eine zentrale politische Auseinandersetzung bleibt (Mittwoch, 15. April, Gneisenaustr. 2A, 20.00 Uhr).
Im Café ¡NO PASARÁN! in Kreuzberg gibt es eine Info- und Diskussionsveranstaltung zum gemeinsamen europäischen Asylsystem (Geas) mit Aktivist:innen vom Berliner Flüchtlingsrat. Was das Geas genau ist und was es letztendlich für Geflüchtete in Berlin zum Beispiel am Abschiebeknast am Berliner Flughafen bedeutet, soll bei der Veranstaltung besprochen werden. Das Café ist ein offener Treffpunkt für alle, die sich rechten Tendenzen in den Weg stellen wollen. Bei Kaffee und Kuchen gibt es die Gelegenheit zum Austausch und zur Vernetzung im Kiez (Sonntag, 19. April, Lausitzer Str. 22, 15.00 Uhr).
Gemeinsam für freie Presse
Als Genossenschaft gehören wir unseren Leser:innen. Und unser Journalismus ist nicht nur 100 % konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung. Unser nächstes Ziel: 50.000 – und mit Ihrer Beteiligung können wir es schaffen. Setzen Sie ein Zeichen für die taz und für die Zukunft unseres Journalismus. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen
meistkommentiert