Anschläge in Paris: Dritter Bataclan-Attentäter identifiziert
Foued Mohammed Aggad soll ebenfalls am Massaker in der Pariser Konzerthalle Bataclan beteiligt gewesen sein. Der 23-Jährige aus Straßburg reiste 2013 nach Syrien.
Foto: reuters
dpa/afp | Knapp einen Monat nach den islamistischen Terroranschlägen von Paris haben Fahnder den dritten Selbstmordattentäter aus dem Konzertsaal Bataclan identifiziert. Dies gab Premierminister Manuel Valls am Mittwoch im Fernsehsender BFM-TV bekannt.
Wie die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf Ermittlerkreise meldete, handelt sich um einen 23-jährigen Straßburger, der Ende 2013 nach Syrien gereist ist. Sein Name sei Foued Mohammed Aggad. Er stamme aus dem Stadtteil Meinau, das zum Teil zu den sozialen Problemvierteln Straßburgs gehört.
DNA-Vergleiche mit seinen Familienangehörigen in der vergangenen Woche hätten seine Identität offenbart, wurden Ermittlerkreise zitiert. Seine Mutter soll nach Angaben des Senders durch eine SMS aus Syrien vom Tod ihres Sohnes informiert worden sein.
Sein Leichnam wurde Ende vergangener Woche identifiziert, wie am Mittwoch bekannt wurde. Der Dschihadist flog laut Polizeiangaben Ende 2013 mit seinem Bruder und einigen Freunden vom Frankfurter Flughafen aus in die Türkei und reiste dann nach Syrien weiter. Zwei der Männer starben in dem Bürgerkriegsland, andere wurden bei ihrer Rückkehr nach Frankreich 2014 festgenommen. Aggad blieb zunächst noch in Syrien.
Bereits bekannt sind die zwei anderen Angreifer, Omar Ismaïl Mostefaï (29) und Samy Amimour (28). Sie zählten zu den Geiselnehmern im Bataclan. Auch sie waren nach Syrien gereist. In dem Konzertsaal hatten drei islamistische Terroristen am 13. November 90 Menschen erschossen. Insgesamt wurden bei den Terrorangriffen 130 Menschen getötet.
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