„Alan Kurdi“ mit 32 Geretteten an Bord: Schnell vor Anker gegangen
Am Freitag hat die „Alan Kurdi“ 32 Menschen aus Seenot gerettet. Überraschend durfte sie schon am Sonntag in einen sizilianischen Hafen einlaufen.
dpa/epd/afp | Italien hat ja gesagt und der „Alan Kurdi“ erlaubt, in einen Hafen einzulaufen. An Bord des deutschen Rettungsschiffs befinden sich neben der Crew 32 aus Seenot gerettete Menschen. „Wir haben einen sicheren Hafen“, twitterte die Hilfsorganisation Sea-Eye am Samstagabend. Die Behörden hätten dem Schiff die Hafenstadt Pozzallo im Süden Siziliens zugewiesen, sagte der Vorsitzende der Organisation. Man werde den Hafen bald erreichen und könne die Geretteten am Sonntagvormittag ausschiffen. Am Sonntagmorgen erschienen Videoaufnahmen der „Alan Kurdi“ im Hafen.
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— Lucia Basso (@luciabasso2) 29. Dezember 2019
Die „Alan Kurdi“ hatte die Menschen in der Nacht von Donnerstag auf Freitag von einem überfüllten Kunststoffboot geborgen, das 17 Seemeilen vor der libyschen Küste lag. Alle hatten angegeben, libysche Staatsbürger zu sein. Unter den Geretteten sind den Angaben nach zehn Kinder, das jüngste drei Monate alt. In der Vergangenheit hatten private Rettungsschiffe auf dem Mittelmeer oft lange auf die Zuweisung eines Hafens warten müssen.
„Das freut uns natürlich außerordentlich, dass es dieses Mal etwas schneller gegangen ist“, sagte Isler. Es scheine sich nun ein zügigerer Mechanismus einzustellen. „Das deutet darauf hin, dass sich 2020 das Retten von Menschen aus Lebensgefahr und das Verbringen an einen sicheren Ort wieder der Normalität annähern“, sagte er weiter.
Die „Alan Kurdi“ war eine Woche zuvor zu einem neuen Einsatz im Mittelmeer aufgebrochen – mit Unterstützung der katholischen Kirche. Nach Angaben von Sea-Eye finanziert das Erzbistum Paderborn die „Weihnachtsmission“ des Schiffes. Wegen ausbleibender Spenden hatte Sea-Eye zuvor eine Mission absagen müssen. Nun soll die „Alan Kurdi“ in Palermo eine neu Crew bekommen und Anfang Januar zum nächsten Einsatz aufbrechen.
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