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Ak­ti­vis­t:in­nen in KanadaKlimaklage gegen Regierung in Ottawa

Kanada erwärmt sich doppelt so schnell wie der Rest der Welt, und die Regierung tut zu wenig dagegen, sagen Ak­ti­vis­t:in­nen – und wollen klagen.

afp | Drei junge Kanadier haben zusammen mit mehreren Umweltschutzgruppen am Dienstag eine Klage gegen die Regierung wegen der ihrer Meinung nach zu geringen Anstrengungen im Kampf gegen den Klimawandel angekündigt. Konkret werfen sie der Regierung von Premierminister Mark Carney vor, ihren gesetzlichen Verpflichtungen zur Erstellung eines Klimaschutzplanes für den Zeitraum bis 2030 nicht nachzukommen.

Ziel der Klage sei es, „einen glaubwürdigen Fahrplan“ festzulegen und die Kanadier vor „den sich verschlimmernden Auswirkungen des Klimawandels zu schützen“, erklärte die Canadian Association of Physicians for the Environment (Cape), die an der Klage beteiligt ist.

„Junge Menschen haben ein Anrecht auf eine nachhaltige Wirtschaft, gute grüne Arbeitsplätze und eine Regierung mit einem glaubwürdigen Plan, um dieses Ziel zu erreichen“, sagte Shirley Barnea, eine Klägerin aus Québec.

„Im vergangenen Jahr haben wir erlebt, wie die Regierung Carney zentrale Klimaschutzmaßnahmen abgeschwächt, verzögert und aufgehoben hat“, erklärte Charlie Hatt, Leiter des Bereichs Klima bei der Organisation Equal Justice, die die Klage ebenfalls unterstützt.

Carney hatte zuletzt Umwelt- und Klimaschutzmaßnahmen zurückgenommen, darunter eine CO2-Abgabe für Bürger. Er argumentiert, angesichts der Streitigkeiten mit US-Präsident Donald Trump müssten Energieinfrastrukturprojekte beschleunigt werden und Hemmnisse für die Wirtschaft wegfallen. Im Dezember hatte er eingeräumt, dass Kanada seine Klimaziele wohl verfehlen wird.

Der Klageschrift zufolge erwärmt sich Kanada etwa doppelt so schnell wie die Welt im Durchschnitt. Die Temperaturen im Norden des Landes steigen sogar dreimal so schnell an wie im Rest der Welt.

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