60 Jahre Mauerbau: F*** all borders

Am 13. August 1961 wurde die Berliner Mauer errichtet. Hier einige Veranstaltungen zum Gedenken und Handeln.

Die großen Herren planten, die Ber­li­ne­r*in­nen mussten darunter leiden. Erste Grenzanlagen, 1961 Foto: Siegmann/Bundesarchiv

Sechs Jahrzehnte ist es her, dass die Berliner Mauer gebaut wurde. Sie sollte fast drei Jahrzehnte lang die Stadt in Ost und West teilen. Dem entgegen stehen 60 Jahre später grenzenlose Vernetzung, Punk, Filme, ein Picknick am ehemaligen Grenzstreifen und ein Hashtag, der über Grenzen spricht.

Anlässlich des 60. Jahrestages zeigt die Bundeszentrale für politische Bildung eine Open-Air-Ausstellung auf dem Potsdamer Platz. Gezeigt werden täglich bis Oktober 24 Bildmontagen aus der Ausstellung „Die Mauer. Sie steht wieder!“ von 2019, die aus historischen Aufnahmen der Berliner Mauer und aus aktuellen Fotos derselben Orte bestehen.

Außerdem sind 16 Arbeiten zu sehen, die aus Fotos von den Grenzanlagen und aktuellen Drohnen-Aufnahmen des Fotografen Thomas Rosenthal collagiert wurden. Der Eintritt ist frei (Freitag, 13. August, Potsdamer Platz, ab 09.00 Uhr).

Die Zionskirche veranstaltet ein Punkkonzert. „Auf der Mauer, auf der Lauer… 60. Jahrestag des Mauerbaus“ ist das Motto. Während sich keine in Berlin ansässige amerikanische Punkband finden ließ, treten für die ehemalige Sowjetunion „Nitro Injekzia“, für die Briten „Splittin´ Image“ und für die Franzosen „Pari Pari“ auf.

Der taz plan erscheint auf taz.de/tazplan und immer Mittwochs und Freitags in der Printausgabe der taz.

Der Eintritt erfolgt auf Spendenbasis. Im Kirchenraum sind Rauchen und Alkohol verboten. Wie viele Menschen eingelassen werden können, wird zeitnah bekannt gegeben. Es besteht Maskenpflicht. Der Einlass kann nur mit Nachweis des vollen Impfschutzes, mit Genesungsattest oder einem tagesaktuellen negativen Coronatest erfolgen (Freitag, 13. August, Zionskirchplatz, 18.00 Uhr).

Sprechen über Grenzen

Im Mauerpark in Prenzlauer Berg gibt es ein 3-tägiges Filmfestival mit dem Titel „Mauerfilme“. Auf dem Programm stehen Gespräche, Spielfilme, Dokumentationen, Nachrichtenmitschnitte und Musik. Das Filmfest ist draußen und kostenlos. Hier gibt es mehr Infos und das genaue Programm (13. bis 15. August, Eberswalder Straße 1, ab 14 Uhr).

Die Gedenkstätte Berliner Mauer geht bei der Veranstaltung „Panberliner Picknick – Sprechen über Grenzen“ der Frage nach, welche Erfahrungen mit politischen Grenzen Menschen weltweit teilen können. Zusammen soll über Grenzen hinweg gepicknickt werden – und das entlang des ehemaligen Grenzstreifens der Berliner Mauer.

Geteilt werden können Erinnerungen, Gedanken oder Erlebnisse zur Berliner Mauer, aber auch weltweit. Um das Picknick via Fotos mit der Welt zu teilen gibt es Hashtags #panberlinerpicknick und #sprechenuebergrenzen. Die Gedenkstätte Berliner Mauer filmt und dokumentiert auch.

Persönliche Objekte mitbringen

Dazu ruft sie Interessierte auf, ein mit persönlichen Grenzerfahrungen verbundenes Objekt mit zu bringen. Ein Statement zum Objekt wird festgehalten, auf Deutsch, Arabisch, Polnisch, Türkisch, Russisch, Englisch oder Vietnamesisch. Weitere Infos gibt es hier.

Der Nachweis eines tagesaktuellen negativen Tests ist für ein Interview notwendig. Es gibt Selbsttests auch vor Ort. Geimpfte und genesene Personen sind ausgenommen (Samstag, 14. August, Bernauer Straße, 10.00 Uhr).

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Jahrgang 1984, Magistra Artium Kunstgeschichte/ Theaterwissenschaft, FU Berlin. In der taz seit 2011: Webentwicklung Abteilungsleiterin. Hauptthemen Subkultur und soziale/ politische Bewegungen in Berlin.

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