piwik no script img

+++ Nachrichten zum Iran-Krieg +++Trump erklärt Krieg für „so gut wie beendet“, der geht aber weiter

Der Krieg verlaufe „weit vor dem Zeitplan“, sagt Trump. Er legt sich aber nicht auf einen konkreten Zeitpunkt fest. Israel startet neue Angriffe auf Iran und Libanon.

Trump stellt baldiges Ende des Iran-Kriegs in Aussicht

dpa | Inmitten heftiger israelischer Angriffe auf Iran hat US-Präsident Donald Trump überraschend ein baldiges Ende des Krieges ins Spiel gebracht. „Ich denke, der Krieg ist so gut wie beendet. Sie haben keine Marine, keine Kommunikationssysteme, sie haben keine Luftwaffe“, zitierte ihn der US-Sender CBS News nach einem Telefoninterview. Der Krieg verlaufe „weit vor dem Zeitplan“. Das Hauptrisiko sei vorbei. Der US-Präsident legte sich aber nicht auf einen konkreten Zeitpunkt fest.

Die iranischen Revolutionsgarden reagierten scharf auf Trumps Äußerungen. „Wir sind diejenigen, die über das Ende des Krieges entscheiden“, hieß es in einer von der Nachrichtenagentur Tasnim verbreiteten Mitteilung. „Die Bedingungen auf dem Schlachtfeld und das Ende des Krieges liegen in den Händen der Islamischen Republik.“

Israels Luftwaffe fliegt schwere Angriffe auf Iran

dpa/taz | Für Israel ist der Krieg offensichtlich keineswegs vorbei. Das israelische Militär teilte unterdessen mit, in zwei großen Angriffswellen militärische Ziele in Iran ins Visier genommen zu haben. In der Hauptstadt Teheran sei eine Kommandozentrale der Al-Kuds-Brigaden der iranischen Revolutionsgarden und in Isfahan eine Stätte zur Herstellung und Lagerung von Waffen getroffen worden, hieß es in einer Armeemitteilung.

Libanesische Staatsmedien: Israel greift im Süden und Osten an

afp | Israel hat in der Nacht zum Dienstag nach Berichten libanesischer Staatsmedien Ziele im Süden und Osten des Libanon angegriffen. „Feindliche Kriegsflugzeuge verübten Luftangriffe auf die Orte Almadschadel, Schakra und Srifa“, berichtete die staatliche libanesische Nachrichtenagentur NNA. Zudem habe es Luftangriffe im Bekaa-Tal im Osten des Libanon gegeben.

Staatsmedien: Hisbollah greift Ziele in Syrien an

afp | Die libanesische Hisbollah-Miliz hat der staatlichen syrischen Nachrichtenagentur Sana zufolge Artilleriegranaten auf syrisches Territorium abgefeuert. Die Granaten seien in der Nacht bei Serghaja westlich von Damaskus gelandet, berichtete Sana am Dienstag unter Berufung auf die Armee. Ziel der Hisbollah-Angriffe seien syrische Armeestellungen gewesen.

Die syrische Armee warf der libanesischen Miliz vor, ihre Stellungen an der syrisch-libanesischen Grenze auszubauen. Die Armee erklärte, sie werde Angriffe auf Syrien nicht tolerieren.

Börsen nach Trump-Aussage zum Iran-Krieg im Plus

dpa | Die Börsen hingegen goutierten Trumps Aussagen. Japans Leitindex Nikkei 225 stand zum frühen Nachmittag (Ortszeit) bei einem Plus von etwa 2,5 Prozent. Südkoreas Leitindex Kospi erreichte parallel 4,7 Prozent über dem Vortagsschluss. In China kletterte der Hongkonger Index Hang Seng auf mehr als 1,7 Prozent, und der CSI-300-Index, der die wichtigsten Aktien in Festlandchina abbildet, überschritt knapp die Marke von 1,0 Prozent.

Ölpreis fällt rapide

dpa | Auch auf dem Energiemarkt sorgte die Aussicht auf ein baldiges Kriegsende für Entspannung: Der Preis für Rohöl der Sorte Brent fiel auf 89,20 US-Dollar pro Fass (159 Liter) – gut 30 Dollar weniger als noch in der Nacht zum Montag.

50.000 Menschen beteiligen sich bei taz zahl ich – weil unabhängiger, kritischer Journalismus in diesen Zeiten gebraucht wird. Weil es die taz braucht. Dafür möchten wir uns herzlich bedanken! Ihre Solidarität sorgt dafür, dass taz.de für alle frei zugänglich bleibt. Denn wir verstehen Journalismus nicht nur als Ware, sondern als öffentliches Gut. Zahlen muss niemand, aber guter Journalismus hat seinen Preis. Und immer mehr Leser*innen machen mit und entscheiden sich für eine freiwillige Unterstützung der taz! Dieser Schub trägt uns gemeinsam in die Zukunft. Denn wir suchen wir auch weiterhin Ihre Unterstützung. Setzen auch Sie jetzt ein Zeichen für kritischen Journalismus und unterstützen Sie die taz – schon ab 5 Euro. Jetzt unterstützen

Mehr zum Thema

0 Kommentare