+++ Nachrichten im Nahostkrieg +++: Trump droht Iran mit Angriffen auf Kraftwerke und Brücken
Der US-Präsident will Iran mit weiteren Angriffen auf das Land an den Verhandlungstisch zurückzwingen – so lange, „bis ich sage, dass es genug ist“.
Foto: U.S. Central Command
USA setzen Angriffe auf Iran fort – Beschuss bei Tageslicht
Die USA haben die Angriffe auf den Iran fortgesetzt. Das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando des US-Militärs (Centcom) teilte am Mittwoch mit, es habe eine neue Serie von Luftangriffen gestartet. Damit erhöhen die USA das Tempo, in dem sie den Iran im Streit um die Kontrolle über die Straße von Hormus beschießen. Die neue Angriffsserie erfolgte bei Tageslicht. In der jüngeren Zeit hatten die USA den Iran nur nachts angegriffen. Es gehe darum, „die militärischen Fähigkeiten weiter zu schwächen, mit denen die iranischen Truppen die kommerzielle Schifffahrt in der Straße von Hormus angegriffen haben“, hieß es vom Regionalkommando. (ap)
Propagandaplakat in Teheran zeigt Trump im Sarg
Ein großes Propagandaplakat in der iranischen Hauptstadt Teheran zeigt US-Präsident Donald Trump in einem Sarg. Auf Persisch und Englisch heißt es auf der Fassade „Wir werden Trump töten“, wie Fotos der Nachrichtenagentur AP zeigen. Hintergrund sind Vergeltungsrufe der iranischen Staatsführung für den im Februar getöteten obersten Führer Ajatollah Ali Chamenei. Er wurde in der Nacht zu Freitag mehr als vier Monate nach seinem Tod in der nordöstlichen Pilgermetropole Maschhad bestattet. (dpa)
Weitere Hinrichtung nach Protesten im Iran
Im Iran ist abermals ein Mann im Zusammenhang mit den Protesten vom Januar hingerichtet worden. Das Urteil sei am frühen Mittwochmorgen vollstreckt worden, berichtete die mit der Justiz verbundene Nachrichtenagentur Misan. Dem Mann wurde den Angaben nach zur Last gelegt, bei den Aufständen in der Provinz Isfahan ein Gebäude einer Kreisverwaltung mit einem Molotowcocktail in Brand gesetzt zu haben.
Der Direktor der Menschenrechtsorganisation Iran Human Rights, Mahmood Amiry-Moghaddam, sprach von einem weiteren hingerichteten Demonstranten. Über seinen Fall sei aus unabhängigen Quellen nur wenig bekannt, schrieb der Direktor auf X. Er gehe jedoch wie in anderen Fällen von einem unfairen Verfahren ohne Zugang zu einem Rechtsbeistand aus. Laut Amiry-Moghaddam war es die 21. Hinrichtung im Zusammenhang mit der Protestwelle vom Januar. (dpa)
Bericht: Sieben iranische Soldaten bei US-Angriff getötet
Bei einem US-Luftangriff sind iranischen Angaben zufolge sieben Soldaten ums Leben gekommen. Die Attacke erfolgte auf eine Kaserne in Iranschahr in der südöstlichen Provinz Sistan und Belutschistan, wie die Nachrichtenagentur Mehr unter Berufung auf die Armee berichtete. Insgesamt sei der Stützpunkt mit 13 Raketen angegriffen worden. Mehrere weitere Soldaten seien verletzt worden. Eine genaue Zahl wurde nicht genannt. (dpa)
Iran meldet mehr als 30 Tote bei US-Luftangriffen
Bei US-Luftangriffen auf den Iran sind „in den vergangenen Tagen“ nach Angaben einer iranischen Regierungssprecherin mehr als 30 Menschen getötet worden. Auf welchen Zeitraum sich die Angaben von Sprecherin Fatemeh Mohadscherani vom Mittwoch bezogen, war zunächst unklar. Zuvor hatte das iranische Gesundheitsministerium mitgeteilt, dass bei Angriffen der USA auf den Iran in der Nacht zum Mittwoch mehr als 260 Menschen verletzt worden seien.
Ministeriumssprecher Hossein Kermanpur machte zunächst keine Angaben zu möglichen Toten. Die Zahl der gemeldeten Verletzten war aber deutlich höher als bei jeder anderen Runde der Gewalt zwischen den beiden Ländern im Streit über die Straße von Hormus in der jüngsten Zeit. (ap)
Iran meldet erneuten US-Angriff auf Buschehr
Bei den jüngsten US-Angriffen auf den Iran ist nach Behördenangaben erneut die Stadt Buschehr getroffen worden, in der sich das einzige aktive Atomkraftwerk des Landes befindet. In der südlichen Hafenstadt seien am Mittwoch drei Stellen attackiert worden, teilte der örtliche Gouverneur Mohammed Mosafari der Nachrichtenagentur Irna mit. (afp)
USA weiten Sanktionen gegen Irans Ölsektor aus
Die USA haben ihre Sanktionen gegen den iranischen Ölsektor ausgeweitet. Sie zielten insbesondere auf das Netzwerk des iranischen Öl-Magnaten Mohammed Hossein Schamchani ab, wie das Finanzministerium in Washington am Dienstag mitteilte. Finanzminister Scott Bessent erklärte im Onlinedienst X, sein Ressort habe zudem Vermögenswerte in Höhe von 130 Millionen Dollar (rund 114 Millionen Euro) eingefroren, die „in mehreren digitalen Geldbörsen mit Verbindung zur iranischen Zentralbank“ lagerten. (afp)
Trump droht Iran mit Angriffen auf Kraftwerke und Brücken
US-Präsident Donald Trump hat Iran mit Angriffen auf die zivile Infrastruktur des Landes gedroht. Nächste Woche würden alle Kraftwerke und Brücken zerstört, „es sei denn, sie kommen an den Verhandlungstisch und verhandeln“, sagte er in einem Interview des US-Senders Fox News. Trump kündigte heftige Angriffe auch in den kommenden Nächten an. Die Attacken würden weitergehen, „bis ich sage, dass es genug ist“.
Der 80-Jährige hatte dem Iran bereits im April mit der Zerstörung aller Brücken und Kraftwerke binnen weniger Stunden gedroht, seine Drohung dann aber nicht wahr gemacht. Damals wollte der Präsident Teheran dazu bewegen, die für den globalen Handel mit Öl und Flüssiggas wichtige und vom Iran mit Angriffen und Drohungen blockierte Straße von Hormus für den Schiffsverkehr zu öffnen. (dpa)
Iran: US-Angriff trifft Weizensilo
Bei den nächtlichen US-Angriffen ist nach Darstellung iranischer Staatsmedien ein Weizensilo getroffen worden. Der Vorfall ereignete sich in der südwestlichen Provinz Chusestan nahe der Grenze zum Irak, wie der staatliche Rundfunk berichtete. Bei dem Angriff in der Stadt Howeyseh habe es keine Todesopfer gegeben, hieß es weiter. Auch die Revolutionsgarden, Irans mächtige Militärorganisation, warfen den USA die Bombardierung ziviler Einrichtungen vor. Der Feind habe das Weizenlager „aus Schwäche und Grausamkeit“ bombardiert, hieß es in einer Mitteilung. Zudem sei eine Mineralwasserfabrik in der westlichen Provinz Ilam Ziel eines Angriffs geworden. Die Angaben konnten zunächst nicht unabhängig überprüft werden. (dpa)
Jordanische Armee: Luftabwehr fängt drei iranische Raketen ab
Jordanien hat nach eigenen Angaben drei iranische Raketen abgefangen. Sie seien am Mittwoch nach ihrem Eintritt in den jordanischen Luftraum abgefangen worden, teilte die Armee mit. Verletzte oder Schäden habe es nicht gegeben. Die iranische Armee hatte zuvor mitgeteilt, dass sie vom US-Militär genutzte Hangars auf dem Luftwaffenstützpunkt Al-Asrak in Jordanien angegriffen habe. Teheran nahm als Reaktion auf eine neue US-Angriffswelle auch US-Ziele in Kuwait und Bahrain ins Visier. Jordanien war in den vergangenen Tagen bereits mehrfach vom Iran angegriffen worden. (afp)
US-Militär greift erneut Ziele im Iran an und nimmt Seeblockade wieder auf
Die US-Armee hat die vierte Nacht in Folge Ziele in Iran angegriffen und zudem die Seeblockade gegen iranische Häfen wieder aufgenommen. Iran führte erneut Vergeltungsangriffe aus und nahm dabei US-Ziele in Kuwait, Jordanien und Bahrain ins Visier. US-Präsident Donald Trump drohte damit, in der kommenden Woche Angriffe auf Kraftwerke und Brücken in Iran anzuordnen, falls Iran einem Abkommen bis dahin nicht zustimme. Die neuerlichen US-Luftangriffe sollten „die iranischen Fähigkeiten weiter schwächen, die für Attacken auf Handelsschiffe in der Straße von Hormus eingesetzt werden“, erklärte das zuständige Regionalkommando Centcom im Onlinedienst X. Centcom-Befehlshaber Brad Cooper warf Iran vor, in der vergangenen Woche „absichtlich Zivilisten in der gesamten Region“ angegriffen zu haben. Bei iranischen Attacken auf sieben Handelsschiffe habe es mehrere Tote, Verletzte und Vermisste gegeben.
Wie angekündigt nahm das US-Militär am Dienstag die Seeblockade gegen iranische Häfen wieder auf. Der Einsatz habe um 16 Uhr US-Ostküstenzeit (22.00 Uhr MESZ) begonnen, teilte Centcom mit. Derzeit seien „mehr als 20 Kriegsschiffe der US-Marine und hunderte Militärflugzeuge im gesamten Nahen Osten im Einsatz“. Die amerikanischen Streitkräfte seien „wachsam, schlagkräftig und einsatzbereit“, erklärte das Regionalkommando. Trump hatte die erneute Seeblockade im Machtkampf mit Teheran um die strategisch wichtige Straße von Hormus verkündet. In einer überraschenden Kehrtwende verzichtete Trump am Dienstag allerdings auf eine 20-prozentige US-Gebühr auf solche Schiffsfracht. Stattdessen wolle er die Einnahmen durch Handelsabkommen mit den Golfstaaten erzielen, erklärte er. (afp)
Iran meldet Angriffe auf US-Ziele in Kuwait, Jordanien und Bahrain
Iran hat nach eigenen Angaben als Reaktion auf die neuen US-Attacken Ziele in Jordanien, Kuwait und Bahrain angegriffen. Die iranische Armee erklärte nach Angaben des staatlichen Fernsehsenders Irib, sie habe vom US-Militär genutzte Hangars auf dem Luftwaffenstützpunkt al-Asrak in Jordanien mit Drohnen angegriffen. Die iranischen Revolutionsgarden feuerten nach eigenen Angaben Marschflugkörper auf ein Logistikzentrum der US-Armee in Kuwait ab. Zudem meldeten sie einen Angriff auf Einrichtungen der fünften Flotte der US-Marine in Bahrain, darunter ein Kommandozentrum, Lagerhallen und Treibstofflager.
Die Revolutionsgarden erklärten, dass die Vergeltungsmaßnahmen für die US-Angriffe fortgesetzt würden. Zudem bekräftigten sie, dass die Straße von Hormus geschlossen bleibe, „bis die Vereinigten Staaten ihre Aggressionen beenden“. Die US-Armee hatte zuvor mitgeteilt, dass sie die vierte Nacht in Folge Ziele in Iran angegriffen habe. Zudem nahm das US-Militär im Machtkampf um die Straße von Hormus die Seeblockade gegen iranische Häfen wieder auf. (afp)
US-Demokraten blockieren Verteidigungsetat
Die Demokraten im US-Senat haben am Dienstag aus Protest gegen den Irankrieg ein Gesetz über den Verteidigungshaushalt blockiert. „Trump hat diesen Krieg ohne Autorisierung, ohne Strategie und ohne einen Ausweg begonnen“, sagte der demokratische Mehrheitsführer im Senat, Chuck Schumer. Bei einer Verfahrensabstimmung verfehlte der Entwurf die notwendige Mehrheit von 60 Stimmen in der 100-köpfigen Kammer. Das Votum fiel mit 50 zu 46 Stimmen zu knapp aus, um das Gesetzgebungsverfahren fortzusetzen.
Die Demokraten befürchten, dass die Verabschiedung des Budgets in Höhe von 1,15 Billionen Dollar als Zustimmung zu dem Krieg gegen Iran gewertet werden könnte. Das Gesetz, die sogenannte National Defense Authorization Act (NDAA), wird für gewöhnlich mit breiter überparteilicher Unterstützung verabschiedet und ist seit mehr als sechs Jahrzehnten jedes Jahr in Kraft getreten. Der republikanische Mehrheitsführer John Thune warf den Demokraten vor, die Politik über die Sicherheit zu stellen. Mit dem Gesetz werden die Ausgaben für das Militär festgelegt, von der Anschaffung von Schiffen und Flugzeugen bis hin zu Sold-Erhöhungen für die Truppen. (rtr)
Kuwait wieder unter Beschuss – Sirenengeheul in Bahrain
Kuwait hat in der Nacht erneute Angriffe aus Iran gemeldet. Die Flugabwehr sei wegen Drohnenattacken aktiviert worden, teilte die Armee des mit den Vereinigten Staaten verbündeten Landes auf der Plattform X mit. Auch im ebenfalls mit den USA verbündeten Golfstaat Bahrain heulten wieder die Alarmsirenen. In beiden Ländern wurde die Bevölkerung aufgerufen, Schutz zu suchen. Nähere Details gab es zunächst nicht. Bahrain wie auch Kuwait standen zuletzt im Zentrum iranischer Vergeltungsangriffe und hatten auch in den Nächten zuvor feindlichen Beschuss gemeldet. Das US-Militär unterhält in beiden Ländern und auch anderen arabischen Staaten der Region Militärstützpunkte. (dpa)
Iran: US-Blockade iranischer Häfen „demontiert“ Rahmenabkommen
Iran hat den USA vorgeworfen, mit der Ankündigung einer Blockade iranischer Schiffe und Häfen dem zwischen beiden Ländern ausgehandelten Rahmenabkommen ein Ende gesetzt zu haben. Washington habe die unter pakistanischer Vermittlung vereinbarten Verpflichtungen im Rahmen des Abkommens „aufgegeben – in gewisser Weise haben sie es demontiert“, erklärte Irans Vize-Außenminister Kasem Gharibabadi am Dienstag im Staatsfernsehen. (afp)
US-Militär: Blockade gegen iranische Häfen wieder in Kraft
Die US-Blockade gegen iranische Häfen in der Straße von Hormus ist nach Angaben des US-Militärs wieder in Kraft. Sie habe um 16 Uhr US-Ostküstenzeit (22 Uhr MESZ) begonnen, teilte das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando am Dienstag auf der Plattform X mit. „Derzeit sind mehr als 20 Kriegsschiffe der US-Marine und Hunderte von Militärflugzeugen im gesamten Nahen Osten im Einsatz.“ (ap)
Kuwait: Vier Soldaten bei iranischem Angriff auf Marineschiff verletzt
Kuwaits Armee meldet vier verletzte Soldaten bei einem Angriff auf eines ihrer Marineschiffe. Das Militär macht Iran für die Attacke verantwortlich. Die Streitkräfte hätten zudem eine ballistische Rakete, fünf Marschflugkörper und 33 Drohnen abgefangen, heißt es in einer Mitteilung weiter. Die Angriffe hätten sich gegen zivile und strategisch wichtige Einrichtungen gerichtet. (rtr)
Iran: Werden Hoheit über Straße von Hormus um jeden Preis verteidigen
Irans Vize-Außenminister Kasem Gharibabadi bezeichnet die Hoheit über die Straße von Hormus als Teil der nationalen Sicherheit des Landes. Iran werde die Souveränität darüber um jeden Preis ausüben, sagt er in einem Interview des staatlichen Fernsehens. Iran habe keine Verpflichtungen im Zusammenhang mit der mit den USA unterzeichneten Islamabad-Absichtserklärung. (rtr)
Trump zu Gebühren-Schwenk: „Könige und Emire“ haben mich angerufen
US-Präsident Donald Trump hat seine Pläne für eine Gebühr, die Schiffen sicheres Geleit durch die Straße von Hormus garantieren sollte, nach eigener Darstellung auf Drängen von Herrscherhäusern am Persischen Golf zurückgenommen. „Könige und Emire“ und andere Staatschefs hätten ihn angerufen, um ihm eine alternative Regelung vorzuschlagen, sagte Trump am Dienstag im Weißen Haus. „Sie sagten: ‚Wir würden es gerne anders machen. Wir würden gerne Milliarden und Abermilliarden Dollar in den Vereinigten Staaten investieren.‘“ Auch er selbst ziehe die neue Vereinbarung vor, weil er nicht glaube, dass irgendjemand eine Gebühr für die Meerenge erheben sollte. (ap)
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