+++ Nachrichten im Irankrieg +++: Iran lehnt Vorschlag für Waffenstillstand ab
Teheran sagt Nein zu dem von Pakistan vermittelten Waffenruhe-Plan. Israel greift größten Petrochemie-Komplex an, Iran beschießt Israel und die Golfstaaten.
Iran lehnt US-Vorschlag für Waffenstillstand ab
Der Iran übermittelt Pakistan seine Antwort auf den US-Vorschlag zur Beendigung des Krieges und lehnt darin einen Waffenstillstand ab. Stattdessen betone die Regierung in Teheran die Notwendigkeit eines dauerhaften Kriegsendes, meldet die staatliche Nachrichtenagentur IRNA. Die Antwort bestehe aus zehn Punkten. Dazu zählten ein Ende der Konflikte in der Region, ein Protokoll für die sichere Durchfahrt durch die Straße von Hormus, die Aufhebung von Sanktionen sowie der Wiederaufbau, heißt es weiter. (rtr)
Angriffe von drei Seiten auf Israel
Israel ist gleichzeitig aus dem Iran, dem Libanon und dem Jemen angegriffen worden. Im Großraum Tel Aviv heulten bei Raketenangriffen aus dem Iran erneut die Warnsirenen, Menschen hielten sich in Schutzräumen auf. Die Küstenstadt Eilat im Süden des Landes wurde derweil nach Medienberichten von Drohnen angegriffen, die aus dem Jemen geschickt worden waren. Dabei sei niemand verletzt worden. Die Huthi im Jemen reklamierten den Angriff für sich. Zudem habe es auch im Norden des Landes Angriffe durch die libanesische Hisbollah-Miliz gegeben, hieß es in den Medienberichten weiter. Seit Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar ist es bereits mehrmals zu gleichzeitigen, offenbar koordinierten Angriffen der Verbündeten Iran, Hisbollah und der Huthi-Miliz auf Israel gekommen. (dpa)
USA und Iran prüfen pakistanischen Vorschlag für Waffenruhe
Kurz vor Ablauf eines Ultimatums von US-Präsident Donald Trump an den Iran kommt offenbar Bewegung in die Bemühungen zur Beendigung des Krieges zwischen dem Iran und den USA. Beide Staaten erwägen einen von Pakistan vermittelten Plan für eine Waffenruhe. Die Regierung in Teheran widersetzte sich am Montag jedoch dem Druck, die Straße von Hormus vor Ablauf der Frist wieder zu öffnen. Trump hatte dem Iran mit massiven militärischen Angriffen gedroht, sollte die Meerenge bis Dienstag um 20.00 Uhr (Ortszeit, Mittwoch 02.00 Uhr MESZ) nicht passierbar sein. Trump will sich um 13.00 Uhr Ortszeit (19.00 MESZ) auf einer Pressekonferenz äußern.
Einem Vertreter des Weißen Hauses zufolge handelt es sich bei dem Plan nur um eine von vielen Ideen, dem der Präsident noch nicht zugestimmt habe. Der US-Militäreinsatz werde fortgesetzt. Der von Pakistan vermittelte Entwurf sieht Insidern zufolge eine sofortige Waffenruhe vor, gefolgt von Verhandlungen über ein umfassendes Friedensabkommen innerhalb von 15 bis 20 Tagen. Pakistans Armeechef Asim Munir habe die ganze Nacht über mit US-Vizepräsident JD Vance, dem US-Sondergesandten Steve Witkoff und dem iranischen Außenminister Abbas Aragtschi in Kontakt gestanden, hieß es weiter. (rtr)
Irans Außenministeriumssprecher bestätigt Kontakt mit Vermittlern
Der Sprecher des iranischen Außenministeriums hat Kontakt mit Vermittlern im Krieg mit den USA und Israel bestätigt. Es würden Botschaften ausgetauscht, sagte Esmail Baghaei am Montag zu Pressevertretern in Teheran. Jedoch seien Verhandlungen „völlig unvereinbar mit Ultimaten, Verbrechen und Drohungen von Kriegsverbrechen“. Zwei in die Vermittlungsbemühungen eingeweihte Personen aus der Nahost-Region hatten der Nachrichtenagentur AP zuvor bestätigt, dass der Iran und die USA einen Entwurf für einen Vorschlag erhalten hätten, der eine 45-tägige Waffenruhe und die Wiederöffnung der Straße von Hormus vorsieht. Der Text sei von ägyptischen, pakistanischen und türkischen Vermittlern ausgearbeitet worden. Die Hoffnung sei, dass ein Zeitraum von 45 Tagen ausreichen werde, um in umfassenden Gesprächen ein dauerhaftes Ende der Kampfhandlungen zu erreichen. (ap)
US-Botschafter dankt Israel für Unterstützung bei Bergung im Iran
Nach dem Abschuss eines US-Kampfjets im Iran haben die USA bei der Suche nach den zwei Besatzungsmitgliedern Unterstützung von Israel bekommen. Der US-Botschafter in Israel, Mike Huckabee, teilte am Montag auf der Plattform X mit, er habe soeben den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu getroffen, um sich im Namen des amerikanischen Volkes für die Unterstützung durch das israelische Militär und den israelischen Auslandsgeheimdienst Mossad zu bedanken. Sie seien „hilfreiche Partner in der Mission“ gewesen. (ap)
Todeszahl im Libanon steigt auf fast 1.500
Im Libanon sind durch israelische Angriffe seit Ausbruch der jüngsten Eskalation vor fünf Wochen fast 1.500 Menschen getötet worden. Das libanesische Gesundheitsministerium meldete, dass seit dem 2. März 1.497 Menschen durch israelische Angriffe getötet worden seien. 4.639 Personen seien verletzt worden. (dpa)
Weißes Haus prüft im Iran-Krieg 45-tägige Waffenruhe
Die USA prüfen nach eigenen Angaben einen Vorschlag für eine 45-tägige Waffenruhe mit dem Iran. „Das ist eine von vielen Ideen“, sagte ein Mitarbeiter des Weißen Hauses am Montag der Nachrichtenagentur AFP in Washington. Präsident Donald Trump habe den Vorstoß aber noch „nicht gebilligt“. Das Weiße Haus verwies auf eine für 19.00 Uhr MESZ geplante Pressekonferenz von Trump. (afp)
Nach Angriffen auf iranisches Akw Buschehr: IAEA warnt vor „sehr realer Bedrohung“
Angesichts des bereits vierten Angriffs auf das Gelände des iranischen Atomkraftwerks Buschehr hat die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) vor einer „sehr realen Bedrohung für die nukleare Sicherheit“ gewarnt. Luftangriffe auf ein in Betrieb befindliches Akw „könnten einen schweren radiologischen Unfall mit schädlichen Folgen für Mensch und Umwelt im Iran und darüber hinaus“ verursachen, erklärte IAEA-Chef Rafael Grossi am Montag im Onlinedienst X. Diese „sehr reale Bedrohung“ müsse aufhören.
Nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur Irna war am Samstag bei einem Angriff auf das Gelände von Buschehr ein Sicherheitsmann getötet worden. An den Atominstallationen seien jedoch keine Schäden entstanden. Der Angriff sei jedoch lediglich 75 Meter von dem Akw-Gelände entfernt eingeschlagen, erklärte Grossi basierend auf einer IAEA-Auswertung von Satellitenbildern. „Eine Nuklearanlage und ihre Umgebung sollten niemals angegriffen werden“, warnte er. (afp)
Iran meldet Angriffe auf Industrie im Landeszentrum
Iran hat nach israelischen Luftangriffen auf die Gasindustrie am Persischen Golf weitere Bombardierungen im Landeszentrum gemeldet. Ziel sei ein petrochemischer Komplex in der Stadt Marwdascht rund 45 Kilometer nordöstlich der Metropole Schiras gewesen, berichtete die Nachrichtenagentur Tasnim. Ein Feuer sei ausgebrochen, aber bereits unter Kontrolle, hieß es. Zuvor hatte der israelische Verteidigungsminister Israel Katz Angriffe auf Anlagen in der Küstenstadt Asalujeh bestätigt. Ein Iran-Experte schrieb auf X, die Angriffe der USA und Israels auf iranische Infrastruktur zielten auf eine „Deindustrialisierung“ des Landes. „Das letztendliche Ziel besteht darin, den Wiederaufbau zu erschweren und Unruhen in der Nachkriegszeit zu schüren, indem ein Szenario eines „gescheiterten Staates“ herbeigeführt wird“, schrieb Mohammad Ali Shabani. (dpa)
Israel greift größten Petrochemie-Komplex in Iran an
Israel hat nach eigenen Angaben den größten petrochemischen Komplex in Iran angegriffen. „Das israelische Militär hat Irans größten petrochemischen Komplex in Asalujeh, der etwa die Hälfte der petrochemischen Produktion des Landes ausmacht, mit voller Wucht angegriffen“, erklärte am Montag Verteidigungsminister Israel Katz. Der Betreiber des iranischen Industriekomplexes erklärte wenig später, dass die Situation „unter Kontrolle“ sei. Iranische Medien berichteten von mehreren Explosionen in dem Komplex. Nach Angaben des Betreibers brach ein Feuer aus. „Ein Brand ist unter Kontrolle gebracht worden“, erklärte der nationale Petrochemie-Konzern nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Irna. „Die Lage ist derzeit unter Kontrolle, und technische Aspekte sowie das Ausmaß des Schadens werden untersucht.“ Es seien keine Verletzten gemeldet worden.
Der Gaskomplex Asalujeh im Süden Irans liegt am Rande des riesigen Gasfelds South Pars im Persischen Golf. Dieses ist das größte bekannte Gasvorkommen der Welt. Iran teilt es sich mit dem auf der gegenüberliegenden Küste gelegenen Katar, das seinen Teil des Vorkommens unter dem Namen North Dome ausbeutet. South Pars liefert rund 70 Prozent des in Iran verbrauchten Erdgases. (afp)
Militär: Getötete in Haifa gehörten derselben Familie an
Vier nach einem Raketeneinschlag in der israelischen Stadt Haifa unter Trümmern tot aufgefundene Menschen gehörten nach Angaben des Militärs derselben Familie an. Militärsprecher Nadav Schoschani sagte, der Sprengkopf der Rakete sei beim Aufprall nicht explodiert. Das habe eine anhaltende Gefahr dargestellt und die Arbeiten erschwert. Such- und Rettungsteams hätten am Sonntag zunächst zwei Leichen unter den Trümmern gefunden. Nach 18 Stunden Grabungsarbeiten seien am Montag zwei weitere Tote tief unter den Trümmern entdeckt worden. (ap)
Mindestens 15 Tote bei israelischen Angriffen im Libanon
Israel setzt seine Angriffe auf mutmaßliche Stellungen der pro-iranischen Hisbollah-Miliz im Libanon mit voller Härte fort. Dabei wurden in verschiedenen Regionen des Landes nach libanesischen Angaben mindestens 15 Menschen getötet. Unter anderem nahm Israel am Montag die Hauptstadt Beirut ins Visier, auch Ziele im Süden und Osten des Landes wurden angegriffen. „Terrorziele der Hisbollah in Beirut“ seien angegriffen worden, erklärte die israelische Armee am Montag. Die staatliche libanesische Nachrichtenagentur NNA meldete neue Angriffe auf südliche Vororte Beiruts sowie im Süden und Osten des Landes.
Ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichtete am Montag von wenigen geöffneten Geschäften in den südlichen Vororten der libanesischen Hauptstadt. Eine Tankstelle des Konzerns al-Amana, die bei vorherigem Beschuss beschädigt worden war, sei wieder in Betrieb. In den vergangenen Tagen waren zwei Tankstellen des Konzerns bei Luftangriffen getroffen worden. Die Tankstellen seien „von der Hisbollah kontrolliert“ worden und dienten deren „finanzieller Infrastruktur“, begründete die israelische Armee ihre Angriffe. (afp)
Ölpreise geben leicht nach
Die Ölpreise geben im volatilen Handel leicht nach. Investoren warten auf Klarheit über den Stand der Gespräche zwischen den USA und Iran und bleiben wegen anhaltender Lieferausfälle durch Angriffe auf die Schifffahrt vorsichtig. Die Nordsee-Sorte Brent verbilligt sich um 0,33 Prozent auf 108,67 Dollar je Barrel. Die US-Sorte WTI gibt um 0,86 Prozent auf 110,58 Dollar nach. Iran lehnt eine sofortige Wiedereröffnung der Straße von Hormus ab, nachdem US-Präsident Donald Trump Teheran im Falle einer ausbleibenden Einigung mit der „Hölle“ gedroht hat. (rtr)
IAEA bestätigt Angriffe nahe iranischer Atomanlage Buschehr
Die Internationale Atomenergiebehörde IAEA hat mehrere von iranischen Staatsmedien vermeldete Angriffe im Umfeld des Atomkraftwerks Buschehr bestätigt. Einen Einschlag habe es nur 75 Meter vom Gelände der Atomanlage entfernt gegeben, teilte die UN-Organisation am Montag mit. Eine IAEA-Analyse habe ergeben, dass die Anlage jedoch bis Sonntag nicht beschädigt gewesen sei. Generaldirektor Rafael Grossi forderte ein Ende der Angriffe. Diese stellten eine „sehr reale Gefahr für die nukleare Sicherheit“ dar, mahnte er.
Die iranische Atombehörde hatte seit dem Beginn des Krieges am 28. Februar von vier Angriffen in der Nähe des Atomkraftwerks berichtet. Bei dem bislang letzten Angriff seien am Samstag ein Wachmann getötet und ein Nebengebäude beschädigt worden, hieß es. Die Atomanlage Buschehr nutzt niedrig angereichertes Uran aus Russland und beschäftigt russische Techniker, um Strom für den iranischen Markt zu erzeugen. (ap)
Iran: Weitere Universität in Teheran Ziel von Angriffen
In der iranischen Hauptstadt Teheran ist iranischen Angaben zufolge eine weitere Hochschule bombardiert worden. Bei den israelisch-amerikanischen Angriffen sei ein Gebäude der Scharif-Universität getroffen worden, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Irna. Bereits in den vergangenen Tagen waren iranische Hochschulen attackiert worden. Die Scharif-Universität für Technologie gilt als eine der renommiertesten Hochschulen in Iran. Eine ihrer Absolventinnen, die Mathematikerin und spätere Stanford-Professorin Maryam Mirzakhani, wurde 2014 mit der Fields-Medaille ausgezeichnet. Die Universität bestätigte die nächtlichen Angriffe auf ihrem Telegram-Kanal. Dabei wurde das Rechenzentrum zerstört. Es wurde demnach von Professoren, Studierenden und Start-ups für die Speicherung von Daten, Onlinedienste und Rechenleistung sowie Simulationen genutzt. (dpa)
Dieselpreis springt von Rekord zu Rekord
An den Tankstellen in Deutschland haben Autofahrer über die Osterfeiertage für Diesel mehr zahlen müssen als je zuvor. Mehrmals erreichte der Kraftstoffpreis einen Höchststand, wie der ADAC mitteilte. Am Ostersonntag kostete Diesel im Tagesdurchschnitt 2,44 Euro pro Liter. Das waren 1,5 Cent mehr als am Samstag. Der Anstieg bei Super E10 fiel mit 0,7 Cent moderater aus: 2,191 Euro pro Liter mussten Autofahrer für den Kraftstoff im Tagesdurchschnitt zahlen. (dpa)
Iran: Revolutionsgarden haben US-Kriegsschiff angegriffen
Die iranischen Revolutionsgarden greifen nach Angaben staatlicher Medien das amphibische US-Angriffsschiff LHA-7 an und zwingen es zum Rückzug in den südlichen Indischen Ozean. Zudem attackieren die Garden ein Containerschiff mit der Kennung „SDN7“, das nach ihren Angaben zu Israel gehört. Der genaue Ort dieses zweiten Angriffs wird nicht genannt. (rtr)
Israelisches Militär: Chef von verdeckter Al-Kuds-Einheit getötet
Israels Militär hat nach eigenen Angaben den Anführer einer verdeckt operierenden Einheit der iranischen Revolutionsgarden innerhalb der Al-Kuds-Brigaden getötet. Militärsprecher Nadav Schoschani bestätigte die Tötung von Asghar Bakeri bei einer Pressekonferenz am Montag. Bakeri habe Angriffe auf israelische und US-Ziele sowie Operationen in Israel, Syrien und im Libanon geplant, sagte Schoschani. (ap)
Weiterer Raketenangriff auf Großraum Tel Aviv
Bei einem weiteren Raketenangriff Irans auf den Großraum Tel Aviv ist es nach Angaben von Sanitätern zu mehreren Einschlägen gekommen. Der israelische TV-Sender N12 berichtete von insgesamt 30 Einschlagsorten. Mindestens zwei Menschen seien verletzt worden. Der Sender zeigte Bilder von zerstörten Hausfassaden. Der israelische Rettungsdienst Magen David Adom teilte mit, in der Stadt Ramat Gan habe es in einem zweistöckigen Gebäude erhebliche Zerstörungen gegeben. Bei einem Unfall sei eine etwa 50 Jahre alte Frau mittelschwer verletzt worden. Sie wurde auf einer zentralen Schnellstraße vom Raketenalarm überrascht. Auf der Suche nach einem Schutzraum sei sie in einen etwa vier Meter tiefen Graben gefallen. (dpa)
Russland warnt vor Ausweitung des Krieges im Nahen Osten
Der Krieg in Iran weitet sich nach Einschätzung Russlands räumlich und wirtschaftlich aus. Der gesamte Nahe Osten stehe wegen der amerikanischen und israelischen Angriffe auf die Islamische Republik in Flammen, sagt Kreml-Sprecher Dmitri Peskow. US-Präsident Donald Trump droht in sozialen Medien mit Angriffen auf iranische Kraftwerke und Brücken, sollte die Straße von Hormus nicht wieder geöffnet werden. Auf diese Äußerungen von Reuters angesprochen, erklärt Peskow, der Kreml wolle diese nicht direkt kommentieren. Die Spannungen nähmen jedoch zu und die Aggression gegen Iran habe sehr negative Folgen für die Weltwirtschaft. (rtr)
Angriffe auf Golfstaaten gehen weiter – Mehrere Verletzte
Fünf Wochen nach Beginn des Irankrieges gehen die Angriffe auf die Golfstaaten weiter. In Abu Dhabi in den Vereinigten Arabischen Emiraten wurde nach einem Angriff auf eine Industrieanlage eine Person durch Trümmerteile eines abgeschossenen Geschosses verletzt, wie das zuständige Medienbüro am Morgen auf X mitteilte. In der Küstenstadt Fudschairah wurde nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur WAM ein Gebäude eines Telekommunikationsunternehmens mit einer iranischen Drohne angegriffen. Es gebe keine Verletzten.
Das emiratische Verteidigungsministerium teilte am Nachmittag (Ortszeit) mit, an diesem Tag bislang zwölf ballistische Raketen, zwei Marschflugkörper und 19 Drohnen abgefangen zu haben. Dabei seien insgesamt vier Personen verletzt worden. In Kuwait wurden nach Angaben des Gesundheitsministeriums vom Vormittag (Ortszeit) im Norden des Landes Geschosse aus Iran abgefangen und sechs Menschen durch herabfallende Trümmerteile verletzt. Auch Saudi-Arabien meldete Angriffe. Das Verteidigungsministerium teilte am Morgen auf X mit, zwei Drohnen seien abgefangen worden. Der Ort wurde nicht genannt. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Athen schoss eine griechische Patriot-Batterie eine Drohne in der saudischen Hafenstadt Janbu am Roten Meer ab.
Die Entsendung der griechischen Patriot-Batterie nach Janbu geht auf eine bilaterale Vereinbarung zwischen Griechenland und Saudi-Arabien aus dem Jahr 2021 zurück. Jordanien meldete darüber hinaus neun Vorfälle, die in Verbindung mit Angriffen standen. Das Militär habe mindestens zwei Drohnen abgefangen, eine dritte sei auf jordanischem Boden gelandet. Bei den Vorfällen seien zwei Personen verletzt worden. (dpa)
EU-Ratspräsident zu Irankrieg: Angriffe auf zivile Ziele sind „illegal“
EU-Ratspräsident António Costa hat angesichts der jüngsten Drohungen von US-Präsident Donald Trump im Irankrieg jegliche Angriffe auf zivile Ziele verurteilt. „Jeder Angriff auf zivile Infrastruktur, insbesondere auf Energieanlagen, ist illegal und inakzeptabel“, erklärte Costa am Montag in Onlinediensten. „Das gilt für den Krieg Russlands in der Ukraine und das gilt überall.“ Die iranische Zivilbevölkerung sei „das Hauptopfer des iranischen Regimes“, fuhr Costa fort. Sie wäre auch „das Hauptopfer einer Ausweitung des Militäreinsatzes“. Die Europäische Union fordere Teheran dazu auf, Angriffe auf Länder in der Region „unverzüglich einzustellen“ und die uneingeschränkte Durchfahrt durch die de facto gesperrte Straße von Hormus zu ermöglichen, erklärte Costa weiter. „Nach fünf Wochen Krieg im Nahen Osten ist klar, dass nur eine diplomatische Lösung die Ursachen beseitigen kann.“ (afp)
Insider: Pakistan legt USA und Iran Plan für Kriegsende vor
Iran und die USA haben einem Insider zufolge einen von Pakistan ausgearbeiteten Plan zur Beendigung der Kriegshandlungen erhalten. Dieser könnte bereits am Montag in Kraft treten und die Straße von Hormus wieder öffnen, sagte eine mit den Vorschlägen vertraute Person. Pakistan habe den Rahmenplan ausgearbeitet und diesen über Nacht mit Iran und den USA ausgetauscht.
Der Plan sehe einen zweistufigen Ansatz vor, der eine sofortige Waffenruhe und anschließend ein umfassendes Abkommen vorsehe. Iran bestätigte laut einem Vertreter den Erhalt des Plans. Zu einer vorübergehenden Waffenruhe sei die Islamische Republik aber nicht bereit und werde dafür auch die Straße von Hormus nicht öffnen, sagte der Insider der Nachrichtenagentur Reuters. Iran lasse sich nicht unter Druck setzen und werde sich auf keine Ultimaten einlassen. Es habe nicht den Anschein, dass die USA zu einem dauerhaften Waffenstillstand bereit seien.
„Alle Punkte müssen heute vereinbart werden“, sagte einer der Insider. Zunächst solle es eine Absichtserklärung geben, die auf elektronischem Weg über Pakistan abgeschlossen werden soll. Das Land fungiere als einziger Kommunikationskanal in den Gesprächen. Der pakistanische Armeechef, Feldmarschall Asim Munir, habe die ganze Nacht über in Kontakt mit US-Vizepräsident J.D. Vance, dem US-Sondergesandten Steve Witkoff und dem iranischen Außenminister Abbas Araghtschi gestanden, sagte der Insider der Nachrichtenagentur Reuters.
Dem Vorschlag zufolge würde eine sofortige Waffenruhe in Kraft treten und die Straße von Hormus wieder geöffnet. Anschließend blieben 15 bis 20 Tage, um eine umfassendere Regelung auszuarbeiten. Die vorläufig als „Islamabad-Abkommen“ bezeichnete Vereinbarung würde einen regionalen Rahmen für die Meerenge umfassen. Die abschließenden persönlichen Gespräche sollen in Islamabad stattfinden. Das Nachrichtenportal Axios hatte am Sonntag unter Berufung auf US-amerikanische, israelische und regionale Insider berichtet, dass die USA, Iran und regionale Vermittler über eine 45-tägige Waffenruhe als Teil eines zweiphasigen Abkommens diskutierten. Dies könne zu einem dauerhaften Ende des Krieges führen. Aus den USA lag zunächst keine Stellungnahme vor. Der Sprecher des pakistanischen Außenministeriums, Tahir Andrabi, lehnte einen Kommentar ab. (rtr)
Revolutionsgarden melden Tod ihres Geheimdienstchefs
Irans Revolutionsgarden haben den Tod ihres Geheimdienstchefs bei einem US-israelischen Angriff gemeldet. Der „einflussreiche und gebildete Chef des Geheimdienstes des Korps der Islamischen Revolutionsgarden, Madschid Chademi“, sei „im Morgengrauen“ bei einem US-israelischen Angriff getötet worden, teilten die Revolutionsgarden am Montag im Onlinedienst Telegram mit. Die Revolutionsgarden sprachen unter Verwendung von Teherans Sprachgebrauch für Israel und die USA von einem „verbrecherischen Terroranschlag des amerikanisch-zionistischen Feindes“. (afp)
Experten: Internetsperre in Iran längste jemals in einem Land verzeichnete Blockade
Die vor mehr als einem Monat in Iran verhängte Sperre des Internets ist nach Angaben von Experten die längste jemals in einem Land verzeichnete derartige Blockade. Die Sperre des Internetzugangs für die Iraner dauere „nun bereits den 37. Tag in Folge“ an, erklärte die Organisation Netblocks am Sonntag im Onlinedienst X. Sie übertreffe damit „alle anderen vergleichbaren Vorfälle an Schwere“ und sei „nun die längste landesweite Internetsperrung“ weltweit. Netblocks verwies darauf, dass auch in der Vergangenheit das Internet in einigen Ländern über längere Zeiträume hinweg zeitweise oder regional begrenzt abgeschaltet worden sei – nie aber so lange ein gesamtes Land betroffen war. Das kommunistisch regierte und international abgeschottete Nordkorea war allerdings der Organisation zufolge überhaupt noch nie an das weltweite Internet angeschlossen.
Die iranischen Behörden hatten den Internetzugang am 28. Februar abgeschaltet, nachdem Israel und die USA mit Luftangriffen auf Ziele in der Islamischen Republik begonnen hatten. Seitdem herrscht in Iran ein Informationsblackout. Dies erschwert es Iranerinnen und Iranern massiv, sich durch unabhängige Quellen über die Lage zu informieren und Kontakt zur Außenwelt zu halten. Iranische Behörden haben bereits mehrfach das Internet abgeschaltet, darunter einige Wochen lang während der landesweiten Massenproteste im Januar, die von den Behörden brutal niedergeschlagen worden waren, sowie während des zwölf Tage dauernden Krieges gegen Israel im Juni 2025. (afp)
US-Satellitenbild-Unternehmen setzt Veröffentlichung von Aufnahmen aus Nahost aus
Das US-Unternehmen für Satellitenbilder Planet Labs wird bis auf Weiteres keine hochauflösenden Luftaufnahmen der vom Krieg im Nahen Osten betroffenen Gebiete mehr veröffentlichen. Das Unternehmen erklärte am Samstag, die US-Regierung habe Anbieter von Satellitenbildern aufgefordert, eine „unbefristete Zurückhaltung von Bildmaterial“ umzusetzen. Daher werde rückwirkend zum 9. März 2026 „auf ein Modell des kontrollierten Zugangs umgestellt“, erklärte das Unternehmen in einer an Kunden versandten Nachricht, die der Nachrichtenagentur AFP vorliegt. Das 2010 von ehemaligen Wissenschaftlern der US-Raumfahrtbehörde Nasa gegründete Unternehmen geht davon aus, dass die neue Regelung bis zum Ende des Konflikts in Kraft bleibt. Am 10. März hatte das Unternehmen angekündigt, wegen des Krieges einen zweiwöchigen Zugriffsstopp auf seine Nahost-Bilder zu verhängen und damit eine ursprünglich 96-stündige Verzögerung zu verlängern. (afp)
Iran: Tote bei Luftangriffen nahe Teheran
Bei israelisch-amerikanischen Luftangriffen sind iranischen Angaben zufolge zahlreiche Menschen in Iran getötet worden. In den Bezirken Schahriar und Baharestan nahe der iranischen Hauptstadt Teheran seien mindestens 19 Menschen ums Leben gekommen und 20 weitere verletzt worden, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Irna. Ziel der Bombardierungen war den Angaben zufolge unter anderem ein Wohngebiet südwestlich der Hauptstadt. Zwei dreistöckige Gebäude seien völlig zerstört worden, berichtete Irna unter Berufung auf die lokale Feuerwehr. Mehrere Leichen seien aus den Trümmern geborgen worden. Bei den Angriffen kamen sechs Kinder ums Leben, wie die Nachrichtenagentur Tasnim berichtete. (dpa)
Weitere Hinrichtung nach Protesten in Iran
Iran hat ein weiteres Todesurteil im Zusammenhang mit den jüngsten Massenprotesten vollstreckt. Dem Mann wurde zur Last gelegt, bei den Aufständen im Januar in eine Militäranlage vorgedrungen zu sein, wie die mit der Justiz verbundene Nachrichtenagentur Misan berichtete. Drei weitere in dem Prozess verurteilte Männer wurden bereits hingerichtet. Die Justiz wirft ihnen vor, in einen „militärisch klassifizierten Standort“ der paramilitärischen Basidsch-Miliz in Teheran eingedrungen zu sein und dort Feuer gelegt zu haben. Ein versuchter Diebstahl von Waffen soll gescheitert sein.
Menschenrechtler sprachen von einem grob unfairen Prozess. „Diese Hinrichtungen sind Teil der Überlebensstrategie der Islamischen Republik, ein Krieg gegen die eigene Bevölkerung im Schatten äußerer Konflikte“, schrieb Mahmood Amiry-Moghaddam, Direktor der Organisation Iran Human Rights (IHRNGO), auf X. (dpa)
Iran: Trump-Drohungen könnten „Kriegsverbrechen“ sein
Aus Sicht des iranischen Vizeaußenministers Kassem Gharibabadi könnten die Drohungen von US-Präsident Donald Trump, zivile Infrastruktur im Land anzugreifen, „Kriegsverbrechen“ darstellen. Trump habe als höchster Vertreter seines Landes „öffentlich damit gedroht, Kriegsverbrechen zu begehen“, erklärte Gharibabadi am Montag im Onlinedienst X. Gharibabadi verwies auf Bestimmungen des Völkerrechts im Zusammenhang mit Trumps Äußerungen. Die Drohung, Kraftwerke und Brücken anzugreifen, sei gemäß Ausführungen in Artikel 8 des Römischen Statuts des Internationalen Strafgerichtshofs ein Kriegsverbrechen, erklärte Gharibabadi. (afp)
Medien: Iran greift Großraum Tel Aviv mit Streumunition an
Bei einem neuen Raketenangriff auf den Großraum Tel Aviv am Morgen hat Iran nach israelischen Medienberichten erneut Streumunition eingesetzt. Das israelische Nachrichtenportal ynet berichtete von rund 20 Einschlagsorten im Umkreis von Tel Aviv. Nach Angaben des Rettungsdienstes Magen David Adom wurden mehrere Menschen verletzt, darunter eine Frau schwer. In der Stadt Tel Aviv sei eine Schule getroffen worden. Auch ein Armeesprecher sagte, es handele sich mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit um Streumunition.
Auch im Norden habe es im Umkreis der Hafenstadt Haifa nach einem iranischen Angriff mit Streumunition rund zehn Einschlagsorte gegeben, berichtete „ynet“. Mehrere Autos seien in Brand geraten. Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch hatte die iranischen Angriffe mit Streumunition auf israelische Städte zuletzt verurteilt. Diese könnten auch Kriegsverbrechen darstellen, hieß es in dem Bericht. (afp)
Zwei Tote nach Einschlag iranischer Rakete in Haifa
Nach dem direkten Einschlag einer iranischen Rakete in ein Wohnhaus in der israelischen Stadt Haifa sind mindestens zwei Menschen getötet worden. Zwei der vier unter den Trümmern Verschütteten seien tot geborgen worden, teilte die israelische Feuerwehr am Montag mit. Laut einem Armeevertreter wurde das siebenstöckige Haus am Sonntagabend direkt von einer iranischen Rakete getroffen.
Nach Angaben der Feuerwehr stürzte das Gebäude teilweise ein, Feuerwehrleute suchten demnach in den Trümmern weiter nach den Vermissten. Nach Angaben des israelischen Rettungsdienstes Magen David Adom wurde ein 82-jähriger Mann schwer verletzt aus den Trümmern geborgen. Zwei Frauen im Alter von 77 und 38 Jahren hätten leichtere Verletzungen erlitten. Ein zehn Monate altes Baby wurde demnach am Kopf verletzt. Der Angriff erfolgte nach Angaben der Armee wenige Minuten nach einer Warnung vor einer neuen Welle iranischer Angriffe. Insgesamt registrierte die Armee am Sonntag fünf Angriffswellen. (afp)
Mindestens 15 Tote bei israelischen Angriffen im Libanon
Bei erneuten israelischen Angriffen im Libanon sind libanesischen Angaben zufolge mindestens 15 Menschen getötet worden. Ein Luftangriff habe das südliche Beiruter Viertel Dschnah getroffen, dabei seien fünf Menschen getötet und 52 weitere verletzt worden, meldete das Gesundheitsministerium am Sonntag. Zehn weitere Menschen wurden den Behörden zufolge bei Angriffen östlich von Beirut sowie im Südlibanon getötet. Israels Armeechef Ejal Samir sprach von Angriffen auf die von Iran unterstützte Hisbollah „an mehreren Fronten“. Östlich von Beirut erfolgte ein israelischer Angriff auf ein Wohngebäude in dem Dorf Ain Saadeh.
Dabei wurden dem libanesischen Gesundheitsministerium zufolge drei Menschen getötet. Weitere drei seien verletzt worden. Das Gebiet war bislang von Angriffen verschont geblieben. Laut libanesischen Staatsmedien wurde zudem am späten Sonntag ein Wohngebäude im Osten Beiruts von israelischen Luftangriffen getroffen.
Libanons Präsident Joseph Aoun erneuerte derweil seinen Aufruf zu Friedensverhandlungen mit Israel. „Warum verhandeln wir nicht, solange wir zumindest noch die Häuser retten können, die noch nicht zerstört wurden“, sagte er in einer Fernsehansprache. (afp)
Irankrieg: China und Russland wollen zusammenarbeiten
China hat seine Bereitschaft erklärt, weiterhin mit Russland im UN-Sicherheitsrat zusammenzuarbeiten, um die Spannungen in Nahost zu entschärfen. Chinas Außenminister Wang Yi sagte nach einem Telefonat mit seinem russischen Amtskollegen Sergej Lawrow am Sonntagabend, die grundlegende Lösung für das Schifffahrtsproblem in der Straße von Hormus bestehe darin, „das Feuer einzustellen und den Krieg so schnell wie möglich zu beenden“. Sowohl China als auch Russland gelten als strategische Partner Irans. Das auf Öl-Importe angewiesene China gilt als wichtigster Abnehmer des Rohstoffs aus Iran. Ende März hatte Peking erstmals die Fahrt von drei chinesischen Schiffen durch die Straße von Hormus bestätigt. (dpa)
Medien: Vermittler verhandeln über 45-tägige Waffenruhe
Die USA, Iran und regionale Vermittler verhandeln derzeit einem Medienbericht zufolge über die Bedingungen für eine mögliche 45-tägige Waffenruhe. Diese könnte zu einem dauerhaften Ende des Krieges führen, berichtete das Nachrichtenportal Axios am Sonntag unter Berufung auf vier US-amerikanische, israelische und regionale Insider, die mit den entsprechenden Gesprächen vertraut sind. Diskutiert werde ein Abkommen in zwei Phasen. Zunächst solle die 45-tägige Waffenruhe in Kraft treten, um über ein endgültiges Ende der Kämpfe zu verhandeln. In der zweiten Phase solle dann ein entsprechendes Abkommen geschlossen werden, heißt es in dem Bericht. Die Waffenruhe könne bei Bedarf verlängert werden. Die Nachrichtenagentur Reuters konnte den Bericht zunächst nicht unabhängig überprüfen. Das Weiße Haus und das US-Außenministerium reagierten nicht sofort auf Anfragen nach einer Stellungnahme. (rtr)
Iran: Mindestens 13 Tote bei Angriff auf Wohngebäude
Ein Luftangriff hat am frühen Montagmorgen ein Wohngebäude in einer Stadt südwestlich von Teheran getroffen und nach iranischen Medienberichten mindestens 13 Menschen getötet. Der Angriff habe sich in der Nähe von Eslamschahr ereignet, meldeten die halbamtliche Nachrichtenagentur Fars und das Nachrichtenportal Nour News. Es war zunächst unklar, warum das Gebäude getroffen wurde. Weder Israel noch die USA reklamierten den Angriff für sich. (ap)
Iran: Straße von Hormus öffnet erst nach Entschädigung
Iran hat nach dem jüngsten Ultimatum von US-Präsident Donald Trump zur Öffnung der Straße von Hormus mit eigenen Drohungen reagiert. Die für den globalen Öl- und Gasmarkt wichtige Meerenge werde erst dann wieder geöffnet, „wenn im Rahmen einer neuen Rechtsordnung die Schäden des aufgezwungenen Krieges vollständig aus einem Teil der Transitgebühren kompensiert werden“, schrieb Mehdi Tabatabaei, für Kommunikation zuständiger Beamter im Büro des iranischen Präsidenten. Das Marinekommando der Revolutionsgarden, Irans Elitestreitmacht, wurde von iranischen Medien mit den Worten zitiert, die Straße von Hormus werde „niemals wieder in ihren früheren Zustand zurückkehren, insbesondere nicht für die USA und Israel.“ Iran beansprucht die Kontrolle über die gesamte Passage und plant ein Mautsystem für die Durchfahrt. (dpa)
Erneut Angriffe Irans auf mehrere Golfstaaten
Die iranischen Streitkräfte haben örtlichen Behörden zufolge erneut zivile Infrastruktur in mehreren Golfstaaten angegriffen. Iranische Drohnen verursachten „schwere“ Schäden an mehreren kuwaitischen Ölanlagen und petrochemischen Anlagen, wie die staatliche Erdölgesellschaft Kuwaits am Sonntag mitteilte. In mehreren Anlagen seien Brände verursacht worden. Das kuwaitische Strom- und Wasserministerium teilte zudem mit, zwei Strom- und Meerwasserentsalzungsanlagen seien durch einen Drohnenangriff aus Iran beschädigt worden. Das Finanzministerium erklärte, ein iranischer Drohnenangriff in Kuwait-Stadt habe „umfangreiche“ Schäden an einem Regierungsgebäude verursacht. Dabei seien jedoch „keine menschlichen Opfer zu verzeichnen“ gewesen.
In Bahrain gab der staatliche Energiekonzern bekannt, ein iranischer Drohnenangriff habe ein Feuer in einem Lagertank ausgelöst, das später gelöscht worden sei. Die Vereinigten Arabischen Emirate meldeten derweil, der Hafen von Chor Fakkan an der Ostküste des Golfstaates unweit der Einfahrt zur Straße von Hormus sei Ziel eines Angriffs gewesen. Dabei seien vier Menschen durch herabfallende Trümmerteile verletzt worden, die beim Abfangen des von den Behörden nicht identifizierten Geschosses entstanden seien. (afp)
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