+++ Corona News vom 30. Mai +++: Italiener müssen zuhause urlauben

MeckPomm wirbt bei der Bevölkerung für Touristen. Vier spanische Inseln lockern Beschränkungen. Die Nachrichten zum Coronavirus im Ticker.

Frau im Sommerkleid und mit weißem Mund- und Nasenschutz liegt auf einer Liege am Strand

Reisen ins Ausland sind vorerst wohl nicht drin: Eine Italienerin sonnt sich am Strand nahe Rom Foto: reuters

Corona-Fälle überschatten Neustart der ukrainischen Fußball-Liga

Am Wochenende sollte es wieder losgehen für die ukrainische Premier Liga (Premjer Liha). Doch der Neustart der Fußballsaison ist zumindest für den Club Karpaty Lwiw im Westen des Landes verschoben. Dort kam es zu mehreren Coronavirus-Fällen. Die Liga habe das für diesen Sonntag geplante Spiel in Lwiw gegen den FC Mariupol abgesagt, teilten die beiden Clubs am Samstag mit. Die ukrainische Liga ging am Wochenende trotz der Corona-Pandemie wieder an den Start – nach mehr als zwei Monaten Zwangspause seit Mitte März. Die anderen Spiele sollten am Wochenende wie geplant stattfinden. (dpa)

Brasilien überholt Spanien bei der Zahl der Corona-Toten

Brasilien überholt Spanien bei der Anzahl tödlich verlaufener Infektionen. In den vergangenen 24 Stunden seien 1124 Menschen an Covid-19 gestorben, teilt das Gesundheitsministerium mit. Damit sind insgesamt 27.878 Menschen dem Virus erlegen. Brasilien nimmt damit Rang fünf unter den Ländern mit den meisten Virus-Toten ein. Die Zahl der Infizierten erhöht sich um 26.928 auf 465.166 Fälle. (rtr)

Zahl der Corona-Fälle steigt in Deutschland um 738

In Deutschland steigt die Zahl der Coronavirus-Fälle um 738 auf 181.196. Am Freitag sind nach Angaben des Robert-Koch-Instituts 39 Menschen an Covid-19 gestorben. Damit erhöht sich die Zahl der tödlich verlaufenden Infektionen auf 8489. (rtr)

Infektionen nach privaten Feiern in Göttingen

In Göttingen infizierten sich mehrere Menschen bei privaten Feiern mit dem Coronavirus. Wie das Gesundheitsamt für Stadt und Landkreis mitteilte, sind die Betroffenen zum größten Teil Mitglieder verschiedener Großfamilien, die aus Göttingen und der Umgebung stammen. Eine genaue Zahl der Infizierten wurde zunächst nicht genannt. „Die Anzahl der zu kontaktierenden Personen bewegt sich im dreistelligen Bereich“, hieß es. Unter den Kontaktpersonen seien auch 57 Kinder und Jugendliche. Die entsprechenden Schulen seien bereits informiert. (dpa)

Kontaktverbot soll Mitte Juni in Thüringen fallen

Thüringen will Mitte Juni das wegen der Corona-Pandemie verhängte Kontaktverbot aufweichen. Der Entwurf der neuen Corona-Verordnung sehe vor, dass die Kontaktbeschränkungen dann nur noch als Empfehlung gelten sollten, sagte der Sprecher des Gesundheitsministeriums, Frank Schenker, am Samstag auf Anfrage in Erfurt. Er bestätigte damit einen Bericht der Thüringer Allgemeinen. Die derzeit geltende Vorgabe, dass sich nur Angehörige zweier Haushalte treffen dürfen, wäre dann nicht mehr bindend und könnte bei Verstößen auch nicht mehr mit Bußgeldern belegt werden. (dpa)

„Freiheitsberaubung“ von Pflegeheimbewohnern beklagt

Die Stiftung Patientenschutz beklagt eine „Freiheitsberaubung“ von Pflegeheimbewohnern und fordert von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) ein „menschliches“ Konzept für alle stationären Einrichtungen. Nach Aufhebung der Besuchsverbote für die 11.200 Heime in Deutschland habe sich für die Betreuten wenig geändert: „Selbst spontane Besuche von Angehörigen oder kurze Spaziergänge in der Umgebung sind nicht möglich“, sagte Stiftungsvorstand Eugen Brysch der Neuen Osnabrücker Zeitung vom Samstag. „Isolation und Einsamkeit sind tägliche Begleiter dieser Freiheitsberaubung.“

Zwar könne niemand ignorieren, dass das Coronavirus für Heimbewohner hochgefährlich sei; in den Einrichtungen sterbe jeder fünfte Infizierte, sagte Brysch. „Aber die Einrichtungen zu Hochsicherheitszonen auszubauen darf nicht die Antwort sein. Mit Lebensfreude, Selbstbestimmung und Menschenwürde hat das nichts zu tun.“

Notwendig seien eine Kontaktdokumentation und eine Trennung von Infizierten, Nichtinfizierten sowie von Menschen, deren Testergebnis noch nicht vorliegt, forderte der Patientenschützer in der NOZ. Das gelte auch bei Neuaufnahmen. Alle Bewohner gleichermaßen zu beschränken sei hingegen „unverhältnismäßig“. Brysch warf insbesondere Nordrhein-Westfalen und Hessen vor, sich gegen präventive Reihentests zu sträuben und so mehr Besuchsmöglichkeiten zu blockieren.

Die Politik habe die Heime noch immer nicht wirklich im Blick, kritisierte Brysch. Niedergelassene Ärzte und Krankenhäuser seien inzwischen mit acht Milliarden Euro vom Bund auf eine zweite Corona-Welle vorbereitet worden. Für die 800.000 Pflegeheimbewohner sei „noch nicht mal die erste Welle überstanden“. Bedürftige und Altenpflegekräfte seien „immer noch im Krisenmodus“.

Neben Öffnungskonzepten bräuchten die Heime auch einen finanziellen Rettungsschirm, insbesondere um die Einnahmeausfälle durch coronabedingte Leerbetten auszugleichen, forderte Brysch. Die Kosten müssten – wie bei den Kliniken – ausgeglichen werden. Gesundheitsminister Spahn sei auch hier in der Pflicht, „denn über die Finanzierung von Pflegeleistungen entscheidet allein der Bund“. (afp)

Corona-Restriktionen auf vier spanischen Inseln gelockert

Auf vier spanischen Inseln werden die Corona-Beschränkungen gelockert. So dürften von Montag an Bars und Restaurants ihre Terrassen zu drei Vierteln wieder freigeben, heißt es in einer amtlichen Verlautbarung der Regierung. Zwischen den Tischen müssen demnach 1,5 Meter Abstand gehalten werden. Menschen dürfen sich wieder in Gruppen von bis 20 Personen treffen. Hotels dürfen ihre Kapazität zur Hälfe auslasten. Betroffen sind die Inseln La Graciosa, El Hierro, La Gomera, die zu den Kanaren gehören, sowie Formentera, eine der Balearischen Inseln. (rtr)

MeckPomms Regierung wirbt um Akzeptanz für Urlauber

Mecklenburg-Vorpommerns Landesregierung und der Landestourismusverband wollen bei der eigenen Bevölkerung um mehr Akzeptanz für den Tourismus werben. Zum Start einer umfangreichen Kampagne präsentierten Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) und Verbandsvertreter laut Pressemitteilung am Samstag ein 40 mal 40 Meter großes Banner an der Fassade eines Hotels in Rostock-Warnemünde mit dem Slogan „Wir sind Urlaubsland“.

Mecklenburg-Vorpommern hatte zwischen Mitte März und dem 25. Mai auswärtigen Touristen die Einreise untersagt. Manche Einheimische begegneten Auswärtigen in dieser Zeit mit Misstrauen und Argwohn. Seit Beginn der Corona-Krise hätten sich „Bilder von ausgeladenen Gästen und Artikel über zerkratzte Autos“ durch die öffentliche Debatte gezogen, hieß es in der Mitteilung. Auch wenn unfreundliche Gastgeber Ausnahmeerscheinungen gewesen seien, hätten sie die Wahrnehmung des Landes deutlich mitgeprägt und Vertrauen zerstört. (afp)

Ausschluss italienischer Urlauber aus Griechenland verurteilt

Italiens Außenminister Luigi di Maio hat scharf auf den Ausschluss italienischer Sommerurlauber durch die griechische Regierung reagiert. Wenn Regierungen in der EU Italiener wegen der Corona-Pandemie wie Aussätzige behandeten, werde der europäische Geist verloren gehen und die EU zusammenbrechen, erklärte er am Samstag auf Facebook.

Griechenland hatte am Freitag mitgeteilt, dass das Einreiseverbot im Sommer für Touristen aus 29 Ländern – darunter Deutschland – aufgehoben werde. Andere Länder könnten noch hinzukommen. Nicht zugelassen wurden Länder mit hohen Infektions- und Totenzahlen wie Italien, Spanien und Großbritannien.

Di Maio erklärte, der Wettbewerb im Tourismus sei eine Sache, die EU müsse aber einheitlich bei den Grenzöffnungen nach den Corona-Sperren verfahren. Wenn es stattdessen ein Durcheinander gebe, „wird der europäische Geist verloren gehen. Und Europa wird zuammenbrechen.“

In der kommenden Woche werde er nach Deutschland, Slowenien und Griechenland reisen, um zu betonen, dass Italien bereit sei, Touristen zu empfangen. Er lobte den französischen Außenminister Jean-Yves Le Drian dafür, dass er am Mittwoch seine erste Auslandsreise nach dem Corona-Lockdown nach Italien gemacht habe. (ap)

Experten warnen vor Lockerungen in England

Kurz vor der geplanten Lockerung von Corona-Beschränkungen in England warnen drei wissenschaftliche Berater der britischen Regierung vor einer Aufhebung. Dazu sei es zu früh, da das Coronavirus sich noch zu schnell verbreite. Dies berge das Risiko einer zweiten Ansteckungswelle. Ein Berater verweist darauf, dass die Corona-App noch nicht erprobt sei und spricht von einer „politischen Entscheidung“ für die Lockerungen. England lässt ab Montag Treffen im Freien von bis zu sechs Menschen zu, Grundschulen sollen teils geöffnet werden. (rtr)

Mehrheit in Deutschland lehnt Sonntagsöffnungen ab

Eine Mehrheit der Bevölkerung in Deutschland lehnt es ab, dem Einzelhandel mit zusätzlichen Sonntagsöffnungen aus der Corona-Krise zu helfen. Dagegen befürwortet ein gutes Drittel zusätzliche verkaufsoffene Sonntage. Das geht aus einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa hervor, berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland. (rtr)

Vier neue Corona-Infektionen in China

In China melden die Behörden vier neue Coronavirus-Fälle. Alle vier Erkrankten hätten sich im Ausland angesteckt, teilt die nationale Gesundheitskommission mit. Neue Todesfälle werden nicht erfasst. (rtr)

Einmal zahlen
.

Fehler auf taz.de entdeckt?

Wir freuen uns über eine Mail an fehlerhinweis@taz.de!

Inhaltliches Feedback?

Gerne als Leser*innenkommentar unter dem Text auf taz.de oder über das Kontaktformular.

■ Das neuartige Coronavirus trägt die offizielle Bezeichnung SARS-CoV-2. Es ruft die Krankheit mit dem offiziellen Namen Covid-19 hervor. Der Virus ist von Mensch zu Mensch übertragbar.

Ab Januar 2020 hatte sich das Virus von der Stadt Wuhan in der chinesischen Provinz Hubei her ausgebreitet – inzwischen weltweit.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat die Ausbreitung des Coronavirus am 11. März 2020 zur Pandemie erklärt, also zu einer weltweiten Epidemie.

Alle Artikel der taz zum Thema finden sich im Schwerpunkt Coronavirus.

Eine Pandemie ist eine weltweite Epidemie, also regional nicht begrenzt. Bei einer Pandemie überträgt sich ein neuartiger Virus von Mensch zu Mensch.

■ Da es keine Grundimmunität gibt, keine spezifischen Medikamente und keine Impfung, führt das zu einer hohen Zahl an teils schweren Erkrankungen und Toten. Dies kann unter anderem zu einer Überlastung des Gesundheitssystems führen, wie es beispielsweise in Italien bereits regional zu beobachten war. Deshalb ist das Ziel, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen, damit nicht zu viele Menschen gleichzeitig schwer erkranken.

Auf eine weitreichende Beschränkungen sozialer Kontakte hatten sich am 22. März 2020 die Bundeskanzlerin und Regierungschefs der Länder geeinigt. Damit sollte der Anstieg der Fallzahlen verlangsamt und eine Überlastung des Gesundheitssystems möglichst verhindert werden. In den vergangenen Monaten beschlossen Kanzlerin und Länderchefs dann schrittweise Lockerungen. Die Kontaktbeschränkungen bleiben grundsätzlich bestehen. Details regeln weiterhin die Länder. (Hier eine Übersicht der Bundesregiergung zu Regelungen in den Ländern). Im Fall regionaler schneller Anstiege der Infektionszahlen sollen die Behörden vor Ort sofort mit neuen Beschränkungen reagieren.

■ Einen Abstand von mindestens 1,5 Metern soll man weiterhin draußen zu allen anderen Menschen außer der Begleitung einhalten.

■ Ein Mund-Nasen-Schutz muss in ganz Deutschland beim Einkaufen und im Öffentlichen Personennahverkehr getragen werden.

■ Seit Anfang Mai gilt: Angehörige zweier Haushalte dürfen sich grundsätzlich treffen – beispielsweise also zwei Familien oder zwei Wohngemeinschaften. In einzelnen Bundesländern gibt es darüberhinaus Spezialregelungen.

Schulen und Vorschulen sollen unter Auflagen wieder für alle Kinder öffnen.

■ In Kliniken und Pflegeeinrichtungen wurden die Regeln gelockert: PatientInnen oder BewohnerInnen können wieder durch eine bestimmte Person besucht werden.

Alle Geschäfte in Deutschland dürfen unter Auflagen wieder öffnen – ohne Quadratmeterbegrenzung der Verkaufsfläche.

Im Sport ist das Training unter freiem Himmel wieder erlaubt. Freizeitsportler müssen sich aber an bestimmte Auflagen halten. So muss eine Distanz von mindestens 1,5 Metern gewährleistet sein.

Die Fußball-Bundesliga hat die Saison seit Mitte Mai mit Geisterspielen fortgesetzt – zumindest die erste und zweite Liga der Männer. Die Fußballbundesliga der Frauen bleibt hingegen zunächst ausgesetzt. Ab wann Spiele wieder vor Publikum stattfinden, ist noch nicht klar.

Großveranstaltungen bleiben bis zum 31. August verboten.

Bei Restaurants sollen die Bundesländer eine schrittweise Öffnungen selbst regeln. Auch für Kinos, Theater, Hotels oder Kosmetikstudios haben die Ländern die Lockerungen eigenständig zu verantworten.

■ Spielplätze sind unter Auflagen wieder geöffnet – darauf einigten sich Kanzlerin und Länderchefs bereits am 30. April.

Gottesdienste und Gebetsversammlungen sind wieder zugelassen – unter besonderen Anforderungen des Infektionsschutzes. Taufen, Beschneidungen und Trauungen sowie Trauergottesdienste sollen im kleinen Kreis möglich sein.

Museen, Ausstellungen, Gedenkstätten, Zoos und botanische Gärten können unter Auflagen wieder öffnen.

Aktuelle Fallzahlen zum Coronavirus in Deutschland veröffentlicht das Robert-Koch-Institut (RKI).

Eine ausführliche Darstellung der COVID-19-Fälle in Deutschland bis auf Landkreisebene hat das RKI in einem Corona-Dashboard zusammengestellt. Auch gibt es tägliche Situationsberichte heraus.

Internationale Zahlen hat unter anderem die Weltgesundheitsorganisation WHO in einer interaktiven Grafik aufbereitet.

■ Ebenso weltweite Fallzahlen stellt die Johns Hopkins University auf einer interaktiven Karte dar.

■ Die Unterschiede bei den Fallzahlen von RKI, WHO und Johns Hopkins University bedeuten nicht, dass die Zahlen falsch sind. Differenzen ergeben sich vielmehr aus Melde-Verzögerungen und unterschiedlichen Quellen: Dem RKI werden die Fallzahlen von den Gesundheitsämtern über das jeweilige Bundesland übermittelt. Es meldet die Zahlen nach einer Prüfung dann weiter an die WHO – so kommt es zu Verzögerungen. Die Daten der Johns Hopkins University kommen nach eigenen Angaben aus verschiedenen öffentlich zugänglichen Quellen und können daher von jenen Zahlen von RKI und WHO abweichen.

Eine Erkrankung an Covid-19 nach einer Infektion mit dem Coronavirus äußert sich laut Bundesgesundheitsministerium durch grippeähnliche Symptome, wie trockenem Husten, Fieber, Schnupfen und Abgeschlagenheit. Auch über Atemprobleme, Halskratzen, Kopf- und Gliederschmerzen, Übelkeit, Durchfall sowie Schüttelfrost sei berichtet worden.

Die Inkubationszeit beträgt nach aktuellen Erkenntnissen wohl bis zu 14 Tage: Das heißt, dass es nach einer Ansteckung bis zu zwei Wochen dauern kann, bis Symptome auftreten.

■ Wichtig: Infizierte können den Virus schon übertragen, wenn sie selbst noch keine Symptome bemerken.

Der Coronavirus wird vor allem mit einer Tröpcheninfektion übertragen. Laut Robert-Koch-Institut sind theoretisch auch eine Schmierinfektion (über kontaminierte Oberflächen) und eine Ansteckung über die Bindehaut der Augen möglich. Nach bisherigen Erkenntnissen verlaufen mehr als 80 Prozent der Erkrankungen vergleichsweise mild. Wer meint, sich mit dem Coronavirus angesteckt zu haben, sollte unbedingt

zu Hause bleiben und zum Telefon greifen. Dann entweder

■ beim Hausarzt anrufen

oder beim

■ Ärztlichen Bereitschaftsdienst: ☎ 116 117.

Telefonisch gibt es zudem noch weitere Stellen für Informationen:

■ Die Unabhängige Patientenberatung ist zu erreichen unter: ☎ 0800 – 011 77 22

Ein Bürgertelefon hat das Bundesgesundheitsministerium eingerichtet unter: ☎ 030 – 346 465 100

Für Gehörlose und Hörgeschädigte ist ein Beratungsservice des Gesundheitsministeriums per Fax zu erreichen: ☎ 030 – 340 60 66 07, sowie per Mail unter info.deaf@bmg.bund(dot)de und info.gehoerlos@bmg.bund(dot)de

Ein Gebärdentelefon mit Videotelefonie findet sich unter: www.gebaerdentelefon.de/bmg/

Die aktuellen Risikogebiete für Ansteckungen hat das Robert-Koch-Institut bis zum 10. April 2020 veröffentlicht. Mittlerweile hat sich Covid-19 weltweit ausgebreitet. Ein Übertragungsrisiko bestehe daher „sowohl in Deutschland als in einer unübersehbaren Anzahl von Regionen weltweit“, schreibt das RKI.

Für Reisende gibt es weitere Informationen zu Covid-19 und Reisewarnungen beim Auswärtigen Amt.

■ Zum Infektionsschutz gibt es auf den Seiten der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) umfassende Anleitungen zum richtigen Händewaschen, zu den angemessenen Regeln beim Niesen sowie auch Merkblätter zu allgemeinen Hygiene- und Verhaltensregeln.

■ Niesen oder Husten soll man möglichst in die eigene Armbeuge und versuchen, sich seltener ins Gesicht zu fassen.

Händwaschen sollte man regelmäßig und zwar mindestens 20 Sekunden mit Wasser und Seife.

■ Reduzieren sollte man den Kontakt zu anderen Menschen derzeit so stark wie möglich, empfiehlt die BGzA. Wenn man doch in der Öffentlichkeit unterwegs ist, soll man möglichst einen Abstand von zwei Metern zu anderen Menschen einhalten.

■ Das Infektionsschutzgesetz (IfSG) gilt bundesweit einheitlich und bisher richten sich die Maßnahmen der Behörden nach diesem Gesetz, schreibt unser rechtspolitischer Korrespondent Christian Rath in seinem Überblick zur Rechtslage.

■ Die Katastrophenschutzgesetze der Länder sind anwendbar, sofern sich die Lage zur Katastrophe zuspitzen sollte.

■ Die Bundeswehr kann im Rahmen der Amtshilfe heute schon tätig werden, etwa im Sanitätsbereich oder zur logistischen Unterstützung. Im Extremfall kann sie auch im Inland eingesetzt werden, um (gemeinsam mit der Polizei) die öffentliche Ordnung zu bewahren oder wiederherzustellen, etwa wenn geplündert wird oder Krankenhäuser belagert werden.

■ In den „Notstandsgesetzen“ ist das geregelt, zu denen die Artikeln 35, 87a und 91 des Grundgesetzes zählen. Die „Notstandsgesetze“ wurden 1968 gegen den Widerstand der Außerparlamentarischen Opposition (APO) beschlossen.

■ Gerüchte, Falschmeldungen und Verschwörungstheorien über das Coronavirus kursieren derzeit viele.

■ Aufklärung über viele Corona-Falschmeldungen bietet unter anderem der Verein Mimikama.at.

■ Auch die Weltgesundheitsorganisation WHO hat in englischer Sprache eine eigene Seite zur Aufklärung von Mythen über den Coronavirus veröffentlicht.

■ Zu den häufigsten Fragen hat das Robert-Koch-Institut ein FAQ zu Corona veröffentlicht.

■ Weitere Fachinformationen finden sich ebenso auch auf einer Überblicksseite des Robert-Koch-Instituts.

■ Verhaltens- und Hygienetipps und ebenso in einem FAQ die häufigsten Fragen beantwortet die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung auf ihrer Corona-Übersicht auf infektionsschutz.de.

■ Umfassend informieren kann man sich auch beim Bundesgesundheitsministerium.

■ Eine weltweite Übersicht bietet die Weltgesundheitsorganisation WHO.

Bundesweite Telefonnummern im Überblick:

Ärztlicher Bereitschaftsdienst: ☎ 116 117

Unabhängige Patientenberatung: ☎ 0800 011 77 22

■ Bürgertelefon des Bundesgesundheitsministeriums: 030 346 465 100

Beratungsservice für Gehörlose und Hörgeschädigte: Fax: 030 / 340 60 66 – 07 sowie per Mail: info.deaf@bmg.bund(dot)de / info.gehoerlos@bmg.bund(dot)de

Gebärdentelefon (Videotelefonie): www.gebaerdentelefon.de/bmg

■ Bei Sorgen ist die Telefonseelsorge rund um die Uhr erreichbar unter: 116 123 sowie 0800 / 111 0 111 und 0800 / 111 0 222.

■ Infos über Corona auf Türkisch hat die taz in ihrem Text „Koronavirüs Almanya'da“ zusammengestellt.

■ In weiteren Sprachen sammelt die taz Info-Texte under taz.de/coronainfo

■ Hygiene-Infos in weiteren Sprachen bietet die BZgA in Hygiene-Merkblättern unter anderem auf Türkisch “Viral enfeksiyonlar – hijyen korur!“ (PDF) sowie auf Englisch “Viral infections – hygiene works!“ (PDF)

Leichte Sprache: Informationen zum Coronavirus in Leichter Sprache stellt das Bundesgesundheitsministerium zur Verfügung.

Gebärdensprache: Das Bundesgesundheitsministerium beantwortet Fragen mittels Videotelefonie und ist dafür über ihr Gebärdentelefon zu erreichen. Dazu gibt es hier noch mehr Infos. Das Gebärdentelefon ist von Montag bis Donnerstag von 8 bis 18 Uhr sowie am Freitag von 8 bis 12 Uhr erreichbar. Ebenso möglich sind Fragen per Fax: 030 / 340 60 66 – 07 oder per E-Mail: info.deaf@bmg.bund(dot)de oder info.gehoerlos@bmg.bund(dot)de.

■ Weitere Sprachen: Kurze Info-Flyer der Johanniter auf Englisch (PDF), Dari (PDF), Arabisch (PDF), Farsi (PDF), Türkisch (PDF), Russisch (PDF), Italienisch (PDF) und Französisch (PDF) hat der Bundesfachverband unbegleitete minderjährige Flüchtlinge bereitgestellt.

International: Informationen zum Coronavirus in verschiedenen Sprachen stellt zudem die Weltgesundheitsorganisation WHO bereit.

Bitte registrieren Sie sich und halten Sie sich an unsere Netiquette.

Haben Sie Probleme beim Kommentieren oder Registrieren?

Dann mailen Sie uns bitte an kommune@taz.de