+++ Corona News vom 18. Juni +++: 7,9 Millionen Corona-App-Downloads

Laut RKI haben 7,9 Menschen in Deutschland die Corona-Warn-App runtergeladen. Tschechien lockert weiter. Die Nachrichten zum Coronavirus im Live-Ticker.

Die Corona-Warn-App auf einem Handybildschirm

Knapp eine von zehn Personen in Deutschland nutzt mittlerweile die Warn-App Foto: Michael Kappeler/dpa

Den Live-Ticker bearbeitet Klaudia Lagozinski.

Kitas in Hamburg wieder für alle Kinder geöffnet

15.28 Uhr: Nach monatelangen Einschränkungen dürfen in Hamburg seit Donnerstag wieder alle Kinder – auch die jüngsten – zurück in die Kindertagesstätten. Gut 70 Prozent der üblicherweise dort betreuten Kinder seien auch gekommen, teilte die Sozialbehörde mit. Anfang Juni habe der Wert noch bei 50 Prozent gelegen. Im sogenannten eingeschränkten Regelbetrieb wolle man möglichst eine Betreuung im üblichen Umfang anbieten. Da es in einzelnen Einrichtungen aber noch zu Einschränkungen kommen könne, habe man sich mit den Trägern darauf verständigt, zunächst eine Mindestbetreuung von 20 Stunden pro Woche zu garantieren. (dpa)

Viele Amsterdamer wollen keinen Massen-Tourismus mehr

15.13 Uhr: Nach der Lockerung der Maßnahmen kommen die ersten Besucher wieder nach Amsterdam – doch viele Bewohner wollen die Massen nicht mehr. Der Tourismus müsse drastisch eingeschränkt werden, fordert eine Volksinitiative, die bereits von rund 25.000 Bürgern unterzeichnet wurde. Die Initiative fordert, dass die Zahl der Übernachtungen von Besuchern auf maximal 12 Millionen pro Jahr begrenzt werden solle. Zuletzt gab es rund 20 Millionen touristische Übernachtungen im Jahr. Die niederländische Hauptstadt hat rund 800.000 Einwohner. Das Vermieten von Wohnungen etwa über Airbnb soll ebenso verboten werden wie die Eröffnung neuer Hotels. Gefordert wird eine starke Erhöhung der Touristensteuer und eine Neugestaltung des Rotlichtviertels. Drogen sollen in Coffeeshops nicht länger an Touristen verkauft werden.

Mitte März waren Restaurants, Bars, Cafés, Bordelle und Museen geschlossen worden. Drei Monate lang waren die Straßen im Zentrum der Metropole wie ausgestorben und auf den Grachten fuhren keine Boote. (dpa)

Gesundheitsminister: Die Pandemie ist noch nicht vorbei

14.52 Uhr: Nach Einschätzung der Gesundheitsminister der Länder bleibt es wichtig, die Gefahr ernst zu nehmen, die von dem Coronavirus ausgeht. Die Diskussion darüber war ein Tagesordnungspunkt bei der Sonderkonferenz der Ministerinnen und Minister auf Initiative der Berliner Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD). Dabei haben die Minister die Resolution zum Thema „Pandemie ist nicht vorbei – aufmerksam bleiben“ verabschiedet, wie die Senatsverwaltung für Gesundheit mitteilte.

Berlins Gesundheitssenatorin Kalayci, die derzeit den Vorsitz der Gesundheitsministerkonferenz übernimmt, sagte, der Austausch und Schulterschluss der Länder in der Pandemie bleibe wichtig. „Das Virus ist immer noch da, und wir müssen weiterhin wachsam bleiben.“ Melanie Leonhard, Senatorin für Gesundheit aus Hamburg, ergänzte, wichtig sei, sich weiter diszipliniert zu verhalten.“Dazu gehört auch, sich bereits jetzt darauf vorzubereiten, wie mit einer möglichen zweiten Welle umzugehen ist.“ (dpa)

Mehr als 1,5 Millionen Anträge auf US-Arbeitslosenhilfe

14.40 Uhr: In den USA ebbt die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe infolge der Krise langsamer als erwartet ab. Insgesamt stellten vorige Woche erneut mehr als 1,5 Millionen Bürger einen Antrag auf staatliche Stütze, wie das Arbeitsministerium heute mitteilte. Von Reuters befragte Ökonomen hatten mit einem Rückgang auf 1,3 Millionen gerechnet. Die Pandemie hat in den USA Vollbeschäftigung in Massenarbeitslosigkeit umschlagen lassen: Mehr als 20 Millionen Amerikaner verloren im April ihren Job, bevor im Mai ein vorläufiges Ende des Abwärtstrends einsetzte und rund 2,5 Millionen Jobs geschaffen wurden. (rtr)

Rund 8 Millionen Deutsche haben App heruntergeladen

14.00 Uhr: Rund 8 Millionen Deutsche haben die im Auftrag der Bundesregierung erstellte Corona-Warn-App heruntergeladen. Das Robert-Koch-Institut (RKI) gab die Zahl der Downloads am Donnerstagmittag mit 7,9 Millionen an. Laut einer Umfrage des Instituts Civey für das Portal „t-online.de“ hält die Mehrheit der Bürger das Konzept der App für richtig. (afp)

Krebsmedikament gegen Covid-19?

13.46 Uhr: Forscher der Universität Marburg sehen vielversprechende Ansätze für den Einsatz des Krebsmedikaments Ruxolitinib bei schweren Covid-19-Erkrankungen. Sie berichteten von der erfolgreichen Behandlung einer 65-jährigen Patientin, die nach einer Infektion mit Sars-CoV-2 an akutem Lungenversagen und weiteren Organschädigungen litt. Nach der Gabe des Krebsmedikaments besserte sich der Zustand der Patientin. Die Forscher nannten den Verlauf „bemerkenswert“. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte genehmigte mittlerweile eine klinische Studie, in der die Wissenschaftler den Einsatz von Ruxolitinib gegen Covid-19-assoziiertes Lungenversagen weiter untersuchen wollen. Offenbar handelt es sich bei dem Behandlungserfolg nicht um einen Einzelfall. Das Marburger Team verabreichte das Krebsmedikament noch mehreren anderen Patienten, um den schweren Krankheitsverlauf bei ihnen in den Griff zu bekommen. „Bei allen, denen das Mittel länger als eine Woche verabreicht worden ist, ist es am Ende gut geworden“, berichtete der Krebsmediziner Andreas Neubauer. (afp)

Fast 500 Ärzte und Pflegekräfte in Russland gestorben

13.39 Uhr: In Russland sind bereits fast 500 Ärzte und Pflegekräfte durch die Pandemie ums Leben gekommen. Das Land habe 489 Mitglieder des medizinischen Personals verloren, teilte die Chefin der russischen Medizin-Aufsichtsbehörde Roszdrawnadsor, Alla Samoilowa, nach Angaben der Nachrichtenagentur RIA Nowosti mit. Ärzte und Pflegekräfte in Russland haben sich im April und Mai wiederholt darüber beklagt, dass es in den Krankenhäusern an Masken und anderer Schutzausrüstung fehle. In Russland wurden nach Angaben der Behörden bislang 561.091 Corona-Infektionen sowie 7.660 Corona-Todesopfer registriert. (afp)

Protest: 50 Gebäude sollen rot leuchten

13.03 Uhr: Rund 50 Gebäude in Schleswig-Holstein werden zur bundesweiten Protestaktion „Night of Lights“ rot beleuchtet. Die Aktion soll in der Nacht vom 22. auf den 23. Juni stattfinden und auf die durch die Krise bedrohte Veranstaltungsbranche aufmerksam machen. Bundesweit werden mehr als 3.000 Gebäude in 200 Städten in der Juni-Nacht beleuchtet. „Gerade nach dem jetzt verlängerten Verbot von Großveranstaltungen muss allen bewusst werden, dass ein ganzer Wirtschaftszweig mit einer Million Beschäftigten geopfert wird“, teilte die Initiative für die Veranstaltungswirtschaft Schleswig Holstein (IVWSH) mit. (epd)

Gastgewerbe: April-Umsätze brechen um 71 Prozent ein

12.29 Uhr: Die Pandemie hat für einen historischen Umsatzeinbruch bei Hotels, Pensionen und in der Gastronomie gesorgt. Die Umsätze im NRW-Gastgewerbe verringerten sich gegenüber dem Vorjahr um fast 71 Prozent, wie das Statistische Landesamt IT.NRW mitteilte. Die Zahl der Menschen, die in der Branche tätig waren, war im April um 22,3 Prozent niedriger als ein Jahr zuvor. Auch nach etlichen Lockerungen ist für Gastronomen die Lage schwierig: Durch Abstandsregeln und Hygienekonzepte sind sie Branchenverbänden zufolge weiterhin weit von normalen Umsätzen entfernt. (dpa)

Tschechien verkündet Lockerungen

12.10 Uhr: Ab Juli gilt in Tschechien keine grundsätzliche Maskenpflicht mehr – die Hauptstadt Prag ausgenommen. Die pauschale Pflicht, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen, werde zum 1. Juli aufgehoben, sagte Gesundheitsminister Adam Vojtech. Die Masken müssten allerdings weiter in Läden und öffentlichen Verkehrsmitteln in Prag getragen werden. Dort war wegen eines positiv getesteten Vize-Bürgermeisters die Arbeit des Rathauses lahmgelegt worden.

Landesweit wurden mittlerweile 10.176 Ansteckungen registriert, 333 Infizierte starben. Als weitere Lockerung wird in Tschechien am 22. Juni die Obergrenze für Teilnehmer an öffentlichen Veranstaltungen von 500 auf 1000 angehoben. Bei Fußballspielen dürfen bis zu 5.000 Menschen zuschauen, die in Tausendergruppen in fünf verschiedenen Bereichen platziert werden. Ab dem 1. Juli dürfen außerdem Nachtclubs in Tschechien wieder öffnen und Bars und Restaurants länger als bis 23.00 Uhr offen haben. (afp)

Präsident Macron trifft Premier Johnson
Emmanuel Macron und Boris Johnson

Lage ist es her, dass sich die beiden Angesicht zu Angesicht getroffen haben Foto: Michael Kappeler/dpa

11.56 Uhr: Erstmals seit Beginn der Krise reist Frankreichs Präsident Emmanuel Macron heute nach Großbritannien. Seine Treffen mit Prinz Charles und Premier Boris Johnson haben einen historischen Anlass: Am 18. Juni vor 80 Jahren hielt der französische General und spätere Präsident Charles de Gaulle im Londoner Exil seine berühmte Radioansprache, in der er die Franzosen zum Widerstand gegen die Nazi-Besatzer aufrief. Es ist die erste Auslandsreise des französischen Präsidenten seit der Pandemie mit mehr als 29.500 Toten in Frankreich und mehr als 42.000 Todesopfern in Großbritannien. (afp)

Dänemark öffnet Grenzen für EU-Länder – mit Ausnahmen

11.55 Uhr: Dänemark will seine Grenzen ab dem 27. Juni für die meisten EU-Länder und Staaten aus dem Schengenraum wieder öffnen, wie das Außenministerium in Kopenhagen mitteilt. Bedingung sei, dass es in diesen Ländern nur wenig Corona-Infizierte geben dürfe. Justizminister Nick Haekkerup sagt, die Öffnung gelte für alle Mitglieder der EU und des Schengenraums außer für Portugal und Schweden. Dänemark hatte seine Grenzen Mitte März geschlossen. (rtr)

Arbeitslosigkeit sinkt in Griechenland trotz Coronakrise

11.37 Uhr: Trotz Pandemie ist die Arbeitslosigkeit in Griechenland im ersten Quartal gesunken. Die Quote fiel von 16,8 Prozent im vierten Quartal 2019 auf 16,2 Prozent, wie das Statistikamt Elstat mitteilte. Während der Finanz- und Schuldenkrise war sie bis Anfang 2014 auf den Rekordwert von 27,8 Prozent gestiegen, hatte mit der Konjunkturerholung aber deutlich abgenommen. Im März allein lag die Arbeitslosenquote mit 14,4 Prozent so niedrig wie seit Ende 2010 nicht mehr. Ungeachtet der positiven Tendenz hat Griechenland nach wie vor die höchste Arbeitslosigkeit in der Euro-Zone. Zudem sind 70,5 Prozent der 745.093 betroffenen Griechen Langzeitarbeitslose, also mindestens ein Jahr ohne Job. (rtr)

Spanien greift Reisebranche unter die Arme

11.28 Uhr: Spanien schnürt ein Hilfspaket über 4,25 Milliarden Euro zur Unterstützung der heimischen Tourismusbranche. Das teilt Ministerpräsident Pedro Sanchez mit. „Spanien öffnet sich dem Tourismus“, erklärt er. „Jeder unserer Schritte wird sicher sein.“ (rtr)

Auch Dänemark führt Corona-Warn-App ein

11.25 Uhr: Zwei Tage nach Deutschland hat auch Dänemark eine App zur besseren Nachverfolgung von Infektionen eingeführt. Die App „Smittestop“ (Infektionsstopp) des dänischen Gesundheitsministeriums steht für dänische Nutzer seit heute zum Download bereit. Wie mit ihrem deutschen Pendant sollen Nutzer damit frühzeitig gewarnt werden, dass sie sich in der Nähe von mit dem Coronavirus infizierten Menschen befunden haben. Das Aufspüren solcher Kontakte sei entscheidend, um Infektionsketten zu erkennen und zu stoppen, erklärte Gesundheitsminister Magnus Heunicke bei der offiziellen Vorstellung der Warn-App. Der Download ist wie im deutschen Fall freiwillig. (dpa)

Bezirk nahe Peking weitgehend abgeriegelt

11.18 Uhr: Nach dem erneuten Corona-Ausbruch in Peking sind die Reisebeschränkungen auf die Umgebung der chinesischen Hauptstadt ausgeweitet worden. Die Behörden riegelten den angrenzenden Bezirk Anxin mit seinen rund 460.000 Einwohnern weitgehend ab. Fahrten hinein und aus dem Gebiet hinaus wurden weitgehend untersagt. Bereits am Dienstag hatten die Behörden verfügt, dass Pekings rund 21 Millionen Einwohner auf nicht notwendige Reisen verzichten müssen. Am Mittwoch strichen die Pekinger Flughäfen zwei Drittel aller Flüge. Vergangene Woche waren nach zwei Monaten ohne neue Ansteckungen in Peking neue Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus gemeldet worden. (afp)

Umfrage: Scheidungsrate steigt durch Einschränkungen an
Zwei Hände zerreissen ein Hochzeitsbild

Die pandemiebedingte Isolation war für viele der Tropfen, der das Fass überlaufen ließ Foto: Patrick Pleu/dpa

10.42 Uhr: Die Zahl der Scheidungen wird sich in Deutschland infolge der Corona-Einschränkungen voraussichtlich um ein Fünffaches erhöhen. Dies zeigt eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey. “Nicht nur die Ergebnisse dieser Scheidungsumfrage, sondern auch die bereits erhöhte Nachfrage in den Rechtsanwaltskanzleien lassen diesen Schluss zu“, sagt Alicia von Rosenberg, Familienrechtlerin mit Kanzlei in Berlin.

2,2 Prozent der Befragten gaben an, während den Einschränkungen von Ende März bis Ende Mai die Entscheidung getroffen zu haben, sich scheiden zu lassen. Nur 0,42 Prozent aller Verheirateten waren es laut Statistischen Bundesamt in einem vergleichbaren Zeitraum (Zwei-Monats-Durchschnitt im Jahr 2018). „Die Scheidungswilligen seit dem Lockdown teilen sich in zwei Gruppen: in die, bei denen der räumliche Einschluss der Tropfen war, der das Fass zum Überlaufen gebracht hat, und in länger getrennte Paare, die durch das erzwungene Innehalten nun ihre Verhältnisse ordnen und mit dem Kapitel Ehe abschließen möchten. Die repräsentative Umfrage fand am 9./10.06.2020 unter 2.500 verheirateten Personen statt. (dpa)

In Bus und Bahn halb so viele Passagiere wie vor der Krise

10.41 Uhr: Die Zahl der Bus- und Bahnfahrgäste nimmt nach dem Abflauen der Krise allmählich wieder zu. Man verzeichne etwa 40 bis 60 Prozent der Nachfrage von vor der Krise, sagte der Präsident des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV), Ingo Wortmann. 2020 werde es aber keine Rückkehr zum Normalzustand geben. „Ich rechne damit, dass die Effekte bis weit ins nächste Jahr hineinreichen.“ Die Einnahmeverluste summierten sich auf rund fünf Milliarden Euro. Davon will der Bund die Hälfte übernehmen. Die Unternehmen selbst würden etwa 10 Prozent tragen, sagte Wortmann. Die übrigen Mittel müssten die Länder zur Verfügung stellen. (rtr)

Venezolanische und andere Flüchtlinge leiden unter Corona

10.37 Uhr: UN-Flüchtlingshochkommissar Filippo Grandi hat sich besorgt über die Auswirkungen des Coronavirus auf die Millionen geflohenen Venezolaner geäußert. 3,7 Millionen Venezolaner haben ihr Land verlassen, das in einer schweren politischen Krise steckt und in dem es an vielen Gütern des täglichen Bedarfs mangelt. Die in vielen Ländern verhängten Ausgangssperren und Beschränkungen könnten die informelle Ökonomie besonders stark ausbremsen, in der Migranten oftmals ihren Lebensunterhalt verdienen. Einem neuen UNHCR-Bericht zufolge gab es im vergangenen Jahr weltweit insgesamt 79,5 Millionen Asylsuchende, Binnenvertriebene und Flüchtlinge. (dpa)

Tiefkühlkost boomt in Zeiten von Corona

10.02 Uhr: Im Auftrag des Deutschen Tiefkühlinstituts (dti) hat das Marktforschungsinstitut Innofact AG eine repräsentative Verbraucherstudie durchgeführt, um das Kaufverhalten und die Einstellungen zu Tiefkühlprodukten während des Lockdowns in Deutschland zu beleuchten. Die Corona-Zeit hat gut ein Drittel der Befragten veranlasst, die Verwendung von Tiefkühlprodukten zu intensivieren. Vor allem die 18- bis 59-Jährigen Verbraucher gaben an, mehr tiefgekühlte Produkte verwendet zu haben. Der wichtigste Grund für den gestiegenen TK-Einkauf in der Corona-Zeit ist für 72 Prozent der Befragten die lange Haltbarkeit der Produkte, die die Vorratshaltung erleichtert. So lassen sich Einkaufsvorgänge im Handel auf das nötige Maß reduzieren – dies nannten 68 Prozent der Befragten explizit als entscheidenden Punkt bei der Kaufentscheidung. Ein weiteres entscheidendes Kaufmotiv ist auch die schnelle Zubereitung von Mahlzeiten mit Tiefkühlprodukten. (dpa)

Griechenland verhängt in Siedlung Ausgangssperre

9.11 Uhr: Griechische Behörden haben nach einem Corona-Ausbruch eine Ausgangssperre in einer Siedlung verhängt. Die Bewohner von Echinos im Nordosten des Landes dürfen ihre Wohnungen sieben Tage lang nur verlassen, um Lebensmittel oder Medikamente zu kaufen. Das Gebiet dürfen sie nicht verlassen. Nur Fahrzeuge, die Lebensmittelgeschäfte und Apotheken beliefern, werden in die Siedlung hineingelassen. Alle anderen Geschäfte müssen geschlossen bleiben. (dpa)

Orbán gibt Corona-Sondervollmachten ab

8.39 Uhr: Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán hat mit Wirkung von heute seine umstrittenen Sondervollmachten zur Bekämpfung der Pandemie abgegeben. Mit einem Regierungserlass hob der rechtsnationale Politiker am Mittwoch kurz vor Mitternacht den coronabedingten Gefahrennotstand auf, den er Mitte März verhängt hatte. Damit wurde ein Gesetz wirksam, welches das Parlament am Dienstag beschlossen hatte und welches das sogenannte Corona-Gesetz außer Kraft setzt. (dpa)

Großbritannien: China und Russland wollen Krise ausnutzen

08.47 Uhr: Die britische Regierung erhebt schwere Vorwürfe gegen China, Russland und den Iran im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie. „Wir wissen mit Sicherheit, dass Russland systematisch in Fehlinformationen und Propaganda verwickelt ist, durch Cyber- und andere Wege“, sagt Außenminister Dominic Raab dem Sender Sky. „Andere engagieren sich ebenfalls, China und der Iran.“ Er glaube aber nicht, dass dies Einfluss auf den Wahlprozess in Großbritannien habe. (rtr)

Studie: Blutgruppe beeinflusst Krankheitsverlauf
Eine Frau beschriftet Ampulle mit Blut

Menschen mit Blutgruppe 0 sollen laut Studie mildere Covid-19-Krankheitsverläufe haben Foto: Marijan Murat/dpa

8.01 Uhr: Das Risiko einer schweren Erkrankung an Covid-19 könnte einer Studie zufolge mit der Blutgruppe des Infizierten zusammenhängen. Wissenschaftler kamen bei einer Untersuchung an Tausenden Patienten in Europa zu dem Ergebnis, dass bei solchen mit der Blutgruppe A das Risiko einer schweren Erkrankung höher war. Menschen mit Blutgruppe 0 haben der Studie zufolge eine um etwa 50 Prozent geringere Gefahr für eine ernste Covid-19-Erkrankung. Die Studie wurde am Mittwoch im New England Journal of Medicine veröffentlicht.

Sie ist kein Beweis für einen Zusammenhang zwischen der Blutgruppe und dem Erkrankungsverlauf, doch Hinweise auf einen solchen Zusammenhang waren zuvor bereits bei einer Untersuchung in China entdeckt worden. An der neuen Studie waren Wissenschaftler aus Deutschland, Italien, Spanien, Dänemark und anderen Ländern beteiligt. Sie verglichen etwa 2.000 Patienten mit einer schweren Covid-19-Erkrankung mit mehreren Tausend Menschen, die gesund waren oder milde oder keine Symptome hatten. Zuvor waren bereits andere Faktoren gefunden worden, die Covid-19-Erkrankungen beeinflussen könnten: Bei älteren Menschen scheinen schwere Verläufe wahrscheinlicher zu sein als bei jüngeren und bei Männern wahrscheinlicher als bei Frauen. (dpa/ap)

Brasilien: Mehr als 1.200 Corona-Tote in 24 Stunden

7.30 Uhr: Brasilien hat den zweiten Tag hintereinander mehr als 1.200 Corona-Tote innerhalb von 24 Stunden registriert. Wie das Gesundheitsministerium in Brasília am Mittwochabend (Ortszeit) mitteilte, starben 1.269 Patienten im Zusammenhang mit dem Coronavirus in diesem Zeitraum. Damit stieg die Gesamtzahl der Corona-Toten in Brasilien auf 46.510. Insgesamt rund 955.400 Menschen haben sich in Brasilien nach den offiziellen Statistiken mit dem Coronavirus infiziert. Die tatsächlichen Zahlen dürften noch weit höher liegen, weil das Land wenig testet. Wissenschaftliche Studien und Schätzungen von Organisationen legen nahe, dass sich mindestens siebenmal so viele Menschen infiziert haben wie bislang bekannt und doppelt so viele wie erfasst gestorben sind. (dpa)

Australiens Arbeitslosenrate steigt auf 7,1 Prozent

6.05 Uhr: Australiens Arbeitslosenquote ist im Mai deutlich auf 7,1 Prozent gestiegen. Regierungschef Scott Morrison sprach von einer „herzzerreißenden“ Entwicklung. Im April hatte die Arbeitslosenrate noch 6,4 Prozent betragen. 227.700 Menschen hätten zwischen den beiden Monaten ihre Arbeit verloren, teilte das amtliche Statistikbüro mit. Damit verzeichnete Australien den zweitstärksten Anstieg der Arbeitslosigkeit im Monatsvergleich seit Beginn der Erfassung solcher Daten 1978. Infolge der Coronakrise sank die Zahl der Beschäftigten seit März um mindestens 822.000, die Arbeitslosenrate hatte im März noch bei 5,2 Prozent gelegen. (dpa)

Aktuelle Infektionszahlen aus Deutschland

5.18 Uhr: Die Zahl der täglichen Neuinfektionen steigt in Deutschland. Binnen eines Tages meldet das Robert-Koch-Institut (RKI) 580 bestätigte Fälle, am Vortag waren es 345. Damit sind in Deutschland 187.764 Menschen mit dem Virus infiziert, wie die Daten des RKI zeigen. Die Zahl der mit dem Virus verstorbenen Menschen steigt nach offiziellen Angaben um 26 auf 8.856. Rund 174.100 Menschen sind bislang genesen. (rtr)

Trump gegen erneuten Lockdown in den USA

4.52 Uhr: US-Präsident Donald Trump will trotz steigender Infektionszahlen nicht noch mal auf Geschäftsschließungen zur Eindämmung des Virus zurückgreifen. „Wir werden das Land nicht wieder schließen. Das werden wir nicht tun müssen“, betonte Trump in einem Interview mit dem Sender Fox News Channel. Auch der Wirtschaftsberater des Weißen Hauses, Larry Kudlow, und Finanzminister Steven Mnuchin hatten zuvor gesagt, die Vereinigten Staaten könnten die Wirtschaft nicht wieder stilllegen. Bislang sind in den USA rund 2,16 Millionen Amerikaner mit dem neuartigen Coronavirus infiziert und fast 118.000 US-Bürger an den Folgen von Covid-19 gestorben. (rtr)

Zinsen für Ratenkredite in der Coronakrise gestiegen

4.45 Uhr: In der Krise erhöhen nach Angaben des Internetportals Verivox vor allem regionale Geldhäuser die Zinsen für Ratenkredite. Bei steigender Arbeitslosigkeit erhöhe sich für Banken das Risiko, dass Kreditnehmer ihr Darlehen nicht zurückzahlen könnten, sagte Oliver Maier, Geschäftsführer von Verivox Finanzvergleich. „Vor allem regionale Institute haben darauf mit höheren Zinsen reagiert.“ Den Daten des Vergleichsportals zufolge stiegen die durchschnittlichen Zinsen für einen neuen Ratenkredit von 10.000 Euro mit 48 Monaten Laufzeit seit Ausbruch der Corona-Krise im März um mehr als einen Prozentpunkt auf 5,80 Prozent in dieser Woche. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres hatte es einen leichten Rückgang von 4,69 auf 4,56 Prozent gegeben. (dpa)

„Tatort“-Team darf wieder drehen

3.45Uhr: Mit zehn Wochen Verspätung wegen des Drehverbots in der Krise kann das neue „Tatort“-Ermittler-Duo aus dem Saarland nun den zweiten Fall in Angriff nehmen. Wie der SR auf Anfrage bestätigte, starten am Mittwoch (24. Juni) die Dreharbeiten, die ursprünglich im April beginnen sollten. (dpa)

Kultusminister beraten über weiteres Vorgehen an Schulen

3.30 Uhr: Die Kultusminister der Länder beraten heute um 14.00 Uhr darüber, wie es nach den Sommerferien an den Schulen weitergehen soll. Geplant ist eine Rückkehr zum Regelbetrieb mit vollen Klassenstärken ohne Abstandsgebot. Fraglich ist aber noch, wie das bei weiter geltenden strengen Hygienebestimmungen praktisch umgesetzt werden soll. Das neue Schuljahr könne „nicht eins zu eins so gemacht werden“, wie das alte Schuljahr begonnen habe“, sagte die Präsidentin der Kultusministerkonferenz, die rheinland-pfälzische Bildungsministerin Stefanie Hubig (SPD). „Es kann sein, dass es vor Ort wieder zu einzelnen Schulschließungen wegen des Infektionsgeschehens kommt. Für den Fall müssen wir ja auch in Zukunft vorbereitet sein“, sagte Hubig. (dpa)

Pariser Eiffelturm: Wiedereröffnung für Sportliche

2.17 Uhr: Arbeiter am Eiffelturm bereiten nach drei Monaten Pause die Wiedereröffnung des Pariser Wahrzeichens für den 25. Juni vor – allerdings nur für Sportliche: Die Aufzüge bleiben nach Angaben der Betreibergesellschaft wegen eines erhöhten Infektionsrisikos infolge des engen Raumes weiterhin außer Betrieb. (rtr)

WHO: Forscher stoppen Tests mit Hydroxychloroquin

1.45 Uhr: Internationale Forscher wollen Tests mit dem Malaria-Medikament Hydroxychloroquin bei Covid-19-Erkrankten einstellen. Das Mittel habe die Sterblichkeit von schwer erkrankten Patienten nicht reduziert, begründete die Weltgesundheitsorganisation den Schritt unter Berufung auf Testergebnisse. Hydroxychloroquin war Bestandteil einer von der WHO koordinierten Forschungsreihe. Dabei wird untersucht, ob verschiedene schon vorhandene Medikamente etwa gegen Malaria, HIV, Ebola und Multiple Sklerose einen Effekt gegen Covid-19 haben. (dpa)

Im Regelfall keine Großveranstaltungen bis Ende Oktober

0.00 Uhr: Großveranstaltungen soll es in Deutschland bis Ende Oktober weiterhin im Regelfall nicht geben. Darauf verständigte sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten der Länder. Zu den Großveranstaltungen sagte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU), diese sollten dann nicht stattfinden, wenn angemessene Hygienemaßnahmen und eine Nachverfolgbarkeit von Infektionsketten nicht möglich seien. Die einzelnen Länder behalten hier also einen Spielraum. Er sprach in diesem Punkt von „einem Kompromiss“. (afp)

Hier finden Sie die Live-Ticker der vergangenen Tage. Alle Texte der taz zum Thema finden sich in unserem Schwerpunkt Coronavirus.

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■ Das neuartige Coronavirus trägt die offizielle Bezeichnung SARS-CoV-2. Es ruft die Krankheit mit dem offiziellen Namen Covid-19 hervor. Der Virus ist von Mensch zu Mensch übertragbar.

Ab Januar 2020 hatte sich das Virus von der Stadt Wuhan in der chinesischen Provinz Hubei her ausgebreitet – inzwischen weltweit.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat die Ausbreitung des Coronavirus am 11. März 2020 zur Pandemie erklärt, also zu einer weltweiten Epidemie.

Alle Artikel der taz zum Thema finden sich im Schwerpunkt Coronavirus.

Eine Pandemie ist eine weltweite Epidemie, also regional nicht begrenzt. Bei einer Pandemie überträgt sich ein neuartiger Virus von Mensch zu Mensch.

■ Da es keine Grundimmunität gibt, keine spezifischen Medikamente und keine Impfung, führt das zu einer hohen Zahl an teils schweren Erkrankungen und Toten. Dies kann unter anderem zu einer Überlastung des Gesundheitssystems führen, wie es beispielsweise in Italien bereits regional zu beobachten war. Deshalb ist das Ziel, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen, damit nicht zu viele Menschen gleichzeitig schwer erkranken.

Auf eine weitreichende Beschränkungen sozialer Kontakte hatten sich am 22. März 2020 die Bundeskanzlerin und Regierungschefs der Länder geeinigt. Damit sollte der Anstieg der Fallzahlen verlangsamt und eine Überlastung des Gesundheitssystems möglichst verhindert werden. Im April sowie im Mai beschlossen Kanzlerin und Länderchefs dann schrittweise Lockerungen. Die Kontaktbeschränkungen bleiben grundsätzlich bis zum 29. Juni bestehen. Details regeln weiterhin die Länder. (Hier eine Übersicht der Bundesregiergung zu Regelungen in den Ländern). Im Fall regionaler schneller Anstiege der Infektionszahlen sollen die Behörden vor Ort sofort mit neuen Beschränkungen reagieren.

■ Einen Abstand von mindestens 1,5 Metern soll man weiterhin draußen zu allen anderen Menschen außer der Begleitung einhalten.

■ Ein Mund-Nasen-Schutz muss in ganz Deutschland beim Einkaufen und im Öffentlichen Personennahverkehr getragen werden.

■ Seit Anfang Mai gilt: Angehörige zweier Haushalte dürfen sich grundsätzlich treffen – beispielsweise also zwei Familien oder zwei Wohngemeinschaften. In einzelnen Bundesländern gibt es darüberhinaus Spezialregelungen.

Schulen und Vorschulen sollen unter Auflagen noch vor dem Sommer wieder für alle Kinder öffnen.

■ In Kliniken und Pflegeeinrichtungen wurden die Regeln gelockert: PatientInnen oder BewohnerInnen können wieder durch eine bestimmte Person besucht werden.

Alle Geschäfte in Deutschland dürfen unter Auflagen wieder öffnen – ohne Quadratmeterbegrenzung der Verkaufsfläche.

Im Sport ist das Training unter freiem Himmel wieder erlaubt. Freizeitsportler müssen sich aber an bestimmte Auflagen halten. So muss eine Distanz von mindestens 1,5 Metern gewährleistet sein.

Die Fußball-Bundesliga hat die Saison seit Mitte Mai mit Geisterspielen fortgesetzt – zumindest die erste und zweite Liga der Männer. Die Fußballbundesliga der Frauen bleibt hingegen zunächst ausgesetzt. Vor Publikum werden in dieser Saison in jedem Fall keine Spiele mehr stattfinden.

Großveranstaltungen bleiben bis zum 31. August verboten.

Bei Restaurants sollen die Bundesländer eine schrittweise Öffnungen selbst regeln. Auch für Kinos, Theater, Hotels oder Kosmetikstudios haben die Ländern die Lockerungen eigenständig zu verantworten.

■ Spielplätze sind unter Auflagen wieder geöffnet – darauf einigten sich Kanzlerin und Länderchefs bereits am 30. April.

Gottesdienste und Gebetsversammlungen sind wieder zugelassen – unter besonderen Anforderungen des Infektionsschutzes. Taufen, Beschneidungen und Trauungen sowie Trauergottesdienste sollen im kleinen Kreis möglich sein.

Museen, Ausstellungen, Gedenkstätten, Zoos und botanische Gärten können unter Auflagen wieder öffnen.

Aktuelle Fallzahlen zum Coronavirus in Deutschland veröffentlicht das Robert-Koch-Institut (RKI).

Eine ausführliche Darstellung der COVID-19-Fälle in Deutschland bis auf Landkreisebene hat das RKI in einem Corona-Dashboard zusammengestellt. Auch gibt es tägliche Situationsberichte heraus.

Internationale Zahlen hat unter anderem die Weltgesundheitsorganisation WHO in einer interaktiven Grafik aufbereitet.

■ Ebenso weltweite Fallzahlen stellt die Johns Hopkins University auf einer interaktiven Karte dar.

■ Die Unterschiede bei den Fallzahlen von RKI, WHO und Johns Hopkins University bedeuten nicht, dass die Zahlen falsch sind. Differenzen ergeben sich vielmehr aus Melde-Verzögerungen und unterschiedlichen Quellen: Dem RKI werden die Fallzahlen von den Gesundheitsämtern über das jeweilige Bundesland übermittelt. Es meldet die Zahlen nach einer Prüfung dann weiter an die WHO – so kommt es zu Verzögerungen. Die Daten der Johns Hopkins University kommen nach eigenen Angaben aus verschiedenen öffentlich zugänglichen Quellen und können daher von jenen Zahlen von RKI und WHO abweichen.

Eine Erkrankung an Covid-19 nach einer Infektion mit dem Coronavirus äußert sich laut Bundesgesundheitsministerium durch grippeähnliche Symptome, wie trockenem Husten, Fieber, Schnupfen und Abgeschlagenheit. Auch über Atemprobleme, Halskratzen, Kopf- und Gliederschmerzen, Übelkeit, Durchfall sowie Schüttelfrost sei berichtet worden.

Die Inkubationszeit beträgt nach aktuellen Erkenntnissen wohl bis zu 14 Tage: Das heißt, dass es nach einer Ansteckung bis zu zwei Wochen dauern kann, bis Symptome auftreten.

■ Wichtig: Infizierte können den Virus schon übertragen, wenn sie selbst noch keine Symptome bemerken.

Der Coronavirus wird vor allem mit einer Tröpcheninfektion übertragen. Laut Robert-Koch-Institut sind theoretisch auch eine Schmierinfektion (über kontaminierte Oberflächen) und eine Ansteckung über die Bindehaut der Augen möglich. Nach bisherigen Erkenntnissen verlaufen mehr als 80 Prozent der Erkrankungen vergleichsweise mild. Wer meint, sich mit dem Coronavirus angesteckt zu haben, sollte unbedingt

zu Hause bleiben und zum Telefon greifen. Dann entweder

■ beim Hausarzt anrufen

oder beim

■ Ärztlichen Bereitschaftsdienst: ☎ 116 117.

Telefonisch gibt es zudem noch weitere Stellen für Informationen:

■ Die Unabhängige Patientenberatung ist zu erreichen unter: ☎ 0800 – 011 77 22

Ein Bürgertelefon hat das Bundesgesundheitsministerium eingerichtet unter: ☎ 030 – 346 465 100

Für Gehörlose und Hörgeschädigte ist ein Beratungsservice des Gesundheitsministeriums per Fax zu erreichen: ☎ 030 – 340 60 66 07, sowie per Mail unter info.deaf@bmg.bund(dot)de und info.gehoerlos@bmg.bund(dot)de

Ein Gebärdentelefon mit Videotelefonie findet sich unter: www.gebaerdentelefon.de/bmg/

Die aktuellen Risikogebiete für Ansteckungen hat das Robert-Koch-Institut bis zum 10. April 2020 veröffentlicht. Mittlerweile hat sich Covid-19 weltweit ausgebreitet. Ein Übertragungsrisiko bestehe daher „sowohl in Deutschland als in einer unübersehbaren Anzahl von Regionen weltweit“, schreibt das RKI.

Für Reisende gibt es weitere Informationen zu Covid-19 und Reisewarnungen beim Auswärtigen Amt.

■ Zum Infektionsschutz gibt es auf den Seiten der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) umfassende Anleitungen zum richtigen Händewaschen, zu den angemessenen Regeln beim Niesen sowie auch Merkblätter zu allgemeinen Hygiene- und Verhaltensregeln.

■ Niesen oder Husten soll man möglichst in die eigene Armbeuge und versuchen, sich seltener ins Gesicht zu fassen.

Händwaschen sollte man regelmäßig und zwar mindestens 20 Sekunden mit Wasser und Seife.

■ Reduzieren sollte man den Kontakt zu anderen Menschen derzeit so stark wie möglich, empfiehlt die BGzA. Wenn man doch in der Öffentlichkeit unterwegs ist, soll man möglichst einen Abstand von zwei Metern zu anderen Menschen einhalten.

■ Das Infektionsschutzgesetz (IfSG) gilt bundesweit einheitlich und bisher richten sich die Maßnahmen der Behörden nach diesem Gesetz, schreibt unser rechtspolitischer Korrespondent Christian Rath in seinem Überblick zur Rechtslage.

■ Die Katastrophenschutzgesetze der Länder sind anwendbar, sofern sich die Lage zur Katastrophe zuspitzen sollte.

■ Die Bundeswehr kann im Rahmen der Amtshilfe heute schon tätig werden, etwa im Sanitätsbereich oder zur logistischen Unterstützung. Im Extremfall kann sie auch im Inland eingesetzt werden, um (gemeinsam mit der Polizei) die öffentliche Ordnung zu bewahren oder wiederherzustellen, etwa wenn geplündert wird oder Krankenhäuser belagert werden.

■ In den „Notstandsgesetzen“ ist das geregelt, zu denen die Artikeln 35, 87a und 91 des Grundgesetzes zählen. Die „Notstandsgesetze“ wurden 1968 gegen den Widerstand der Außerparlamentarischen Opposition (APO) beschlossen.

■ Gerüchte, Falschmeldungen und Verschwörungstheorien über das Coronavirus kursieren derzeit viele.

■ Aufklärung über viele Corona-Falschmeldungen bietet unter anderem der Verein Mimikama.at.

■ Auch die Weltgesundheitsorganisation WHO hat in englischer Sprache eine eigene Seite zur Aufklärung von Mythen über den Coronavirus veröffentlicht.

■ Zu den häufigsten Fragen hat das Robert-Koch-Institut ein FAQ zu Corona veröffentlicht.

■ Weitere Fachinformationen finden sich ebenso auch auf einer Überblicksseite des Robert-Koch-Instituts.

■ Verhaltens- und Hygienetipps und ebenso in einem FAQ die häufigsten Fragen beantwortet die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung auf ihrer Corona-Übersicht auf infektionsschutz.de.

■ Umfassend informieren kann man sich auch beim Bundesgesundheitsministerium.

■ Eine weltweite Übersicht bietet die Weltgesundheitsorganisation WHO.

Bundesweite Telefonnummern im Überblick:

Ärztlicher Bereitschaftsdienst: ☎ 116 117

Unabhängige Patientenberatung: ☎ 0800 011 77 22

■ Bürgertelefon des Bundesgesundheitsministeriums: 030 346 465 100

Beratungsservice für Gehörlose und Hörgeschädigte: Fax: 030 / 340 60 66 – 07 sowie per Mail: info.deaf@bmg.bund(dot)de / info.gehoerlos@bmg.bund(dot)de

Gebärdentelefon (Videotelefonie): www.gebaerdentelefon.de/bmg

■ Bei Sorgen ist die Telefonseelsorge rund um die Uhr erreichbar unter: 116 123 sowie 0800 / 111 0 111 und 0800 / 111 0 222.

■ Infos über Corona auf Türkisch hat die taz in ihrem Text „Koronavirüs Almanya'da“ zusammengestellt.

■ In weiteren Sprachen sammelt die taz Info-Texte under taz.de/coronainfo

■ Hygiene-Infos in weiteren Sprachen bietet die BZgA in Hygiene-Merkblättern unter anderem auf Türkisch “Viral enfeksiyonlar – hijyen korur!“ (PDF) sowie auf Englisch “Viral infections – hygiene works!“ (PDF)

Leichte Sprache: Informationen zum Coronavirus in Leichter Sprache stellt das Bundesgesundheitsministerium zur Verfügung.

Gebärdensprache: Das Bundesgesundheitsministerium beantwortet Fragen mittels Videotelefonie und ist dafür über ihr Gebärdentelefon zu erreichen. Dazu gibt es hier noch mehr Infos. Das Gebärdentelefon ist von Montag bis Donnerstag von 8 bis 18 Uhr sowie am Freitag von 8 bis 12 Uhr erreichbar. Ebenso möglich sind Fragen per Fax: 030 / 340 60 66 – 07 oder per E-Mail: info.deaf@bmg.bund(dot)de oder info.gehoerlos@bmg.bund(dot)de.

■ Weitere Sprachen: Kurze Info-Flyer der Johanniter auf Englisch (PDF), Dari (PDF), Arabisch (PDF), Farsi (PDF), Türkisch (PDF), Russisch (PDF), Italienisch (PDF) und Französisch (PDF) hat der Bundesfachverband unbegleitete minderjährige Flüchtlinge bereitgestellt.

International: Informationen zum Coronavirus in verschiedenen Sprachen stellt zudem die Weltgesundheitsorganisation WHO bereit.

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Bis dahin wünschen wir Euch eine gute Zeit!
Eure taz