+++ Corona News am 4. Mai +++: „Erster Höhepunkt überschritten“

Laut EU-Behörde hat Europa Höhepunkt der ersten Welle hinter sich. Spahn schwächt Pläne für Immunitätsausweis ab. Nachrichten zum Coronavirus im Live-Ticker.

Ein Kinderwagen wird über kleine Wellen aus Stein geschoben

Ein Kinderwagen wird durch einen Mainzer Park geschoben Foto: Andreas Arnold/dpa

Den Live-Ticker bearbeiten Klaudia Lagozinski und Anselm Denfeld.

EU-Kommision sagt eine Milliarde bei Geberkonferenz zu

15.20 Uhr: EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen hat zum Auftakt der Corona-Geberkonferenz in Brüssel eine Milliarde Euro von der EU-Komission versprochen. Es gehe darum, Impfungen, Diagnosemöglichkeiten und Behandlungen gegen das Virus zu finanzieren, erklärte die Kommissionschefin bei der Online-Veranstaltung. Die Konferenz sollte zunächst Zusagen für 7,5 Milliarden Euro zusammenbringen und den Auftakt eines Spendenmarathons bilden. Als Geber angesprochen sind neben Staaten und internationalen Organisationen unter anderen Finanzinstitutionen und Stiftungen. (epd)

Spahn schwächt Pläne für Corona-Immunitätsnachweise ab

15.03 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn schwächt umstrittene Pläne für einen Immunitätsnachweis ab. Vorerst soll es keine Regelung dazu geben, dass solche Vermerke Ausnahmen von Alltagsbeschränkungen ermöglichen können, machte der CDU-Politiker am Montag in Penzberg in Bayern deutlich. Er habe den Deutschen Ethikrat um eine Stellungnahme gebeten. Spahn verteidigte es zugleich grundsätzlich, auch beim Coronavirus solche Immunitätsbescheinigungen zu ermöglichen.

Das Gesundheitsministerium erklärte, es halte nicht länger an einem Passus in dem Entwurf fest, dass man mit einem Immunitätsnachweis von Beschränkungen in der Coronakrise ausgenommen werden könnte. (dpa)

„Alan Kurdi“ läuft nach Quarantäne in Palermo ein

14.45 Uhr: Nach 36 Tagen auf See ist am Montag die Odyssee des deutschen Rettungsschiffes „Alan Kurdi“ in Palermo zu Ende gegangen. Es sei die bisher aufwendigste Mission der Regensburger Seenotretter gewesen, teilte die Hilfsorganisation Sea-Eye mit, die das Schiff mit Heimathafen Hamburg betreibt. Auch das Quarantäne-Schiff „Raffaele Rubattino“, auf dem sich 146 von der „Alan Kurdi“ gerettete Flüchtlinge zuletzt befanden, habe in Palermo angelegt.

Bei der Ankunft in Palermo sei die 17-köpfige Crew der „Alan Kurdi“ auf Covid-19 getestet worden, hieß es. Die Mannschaft dürfe das Schiff nicht verlassen, bis die Testergebnisse vorliegen. Wie es für die geretteten Menschen weitergeht, blieb unklar. Laut Bundesinnenminister Horst Seehofer, CSU, habe sich bisher nur Deutschland zur Aufnahme von Flüchtlingen bereiterklärt, teilte Sea-Eye mit. (epd)

Coronakrise trifft Libanons Gastgewerbe hart

14.42 Uhr: Die Zwangsschließung durch die Pandemie und dazu noch eine massive Wirtschaftskrise treiben Hunderte Betriebe im libanesischen Gastgewerbe in den Ruin. Von September bis Januar gaben bereits rund 800 kleine und mittlere Betriebe auf, berichtete die Generalsekretärin des libanesischen Gastgewerbeverbandes, Maja Bechasi, am Montag.

Für Februar und März, als von der Regierung wegen der Corona-Pandemie angeordnete Schließungen von Bars, Cafés und Restaurants hinzukamen, erwarte sie einen gewaltigen Anstieg. Der Internationale Währungsfonds rechnet nun mit einem Schrumpfen der Wirtschaftsleistung des fast bankrotten Landes von zwölf Prozent – das wäre eine Verdoppelung gegenüber 2019. (dpa)

Arbeitsminister Heil will Lehrstellen schützen

14.20 Uhr: Die Bundesregierung will Ende Mai mit Gewerkschaften und Wirtschaft über den Schutz von Lehrstellen beraten. „Wir werden auch Maßnahmen finden, um Ausbildung zu sichern“, sagt Bundesarbeitsminister Hubertus Heil, SPD bei einem Presseauftritt in Mainz. Es gelte zu verhindern, dass Lehrstellen auf breiter Front wegbrächen. „Noch ist das nicht absehbar“, sagt Heil. (rtr)

Noch mehrere hundert deutsche im Ausland gestrandet

14.15 Uhr: Nach Aussage des Auswärtigen Amtes sitzen noch einige hundert deutsche Reisende im Ausland fest. Die Konsulate vor Ort bemühten sich weiter, ihre Rückkehr zu ermöglichen, sagt ein Sprecher des Ministeriums. Dies könne etwa durch Mitflüge in Maschinen geschehen, die von anderen europäischen Staaten organisiert würden. Manchmal kämen auch kommerzielle Flüge zustande. Zu Beginn der Krise war etwa eine Viertelmillion deutscher Urlauber im Ausland gestrandet. (rtr)

Berliner Senatorin Kalayci: Fallzahlen könnten stark steigen

13.42 Uhr: Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci, SPD, hat sich gegen die Einführung eines Corona-Immunitätsausweises ausgesprochen. Möglicherweise motiviere ein solcher Ausweis einige Menschen dazu, sich absichtlich zu infizieren, „um die Vorteile einer bescheinigten Immunität nutzen zu können“, kritisierte Kalayci am Montag entsprechende Pläne von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn. „Die Zahl der Fälle könnte damit in sehr kurzer Zeit stark ansteigen“, erklärte die Senatorin. Die SPD-Politikerin erinnerte zudem daran, dass bisher noch unklar sei, wie lange bei Menschen mit überstandener Sars-CoV-2-Infektion die Immunität anhält. (rtr)

Spahn plant sechs Milliarden Euro für Ausgleichszahlungen

13.37 Uhr: Für Ausgleichszahlungen an Krankenhäuser plant Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sechs Milliarden Euro ein. Dies geht aus einer der Nachrichtenagentur Reuters vorliegenden Unterrichtung des Finanzministeriums an den Haushaltsausschuss hervor. Das Geld erhalten Krankenhäuser dafür, dass sie planbare Aufnahmen und Eingriffe verschoben haben, um freie Kapazitäten für die Behandlung von Covid-19-Patienten zu schaffen. (rtr)

Bundesregierung unterstützt weiter förderalen Weg

13.10 Uhr: Die Bundesregierung reagiert gelassen auf Sonderregelungen der Länder. Wichtig sei die gemeinsame Strategie, sagt Regierungssprecher Steffen Seibert in Berlin. Lokal und regional könne es natürlich andere Akzente geben. Bei dem Treffen von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsidenten der Länder am Mittwoch werde es um die grundsätzlichen Leitlinien gehen. (rtr)

Niedersachsens Gastronomie soll kommenden Montag öffnen

13.01 Uhr: Restaurants und Cafes sollen in Niedersachsen ab dem 11. Mai schrittweise wieder öffnen können. Vorerst sei nur eine Auslastung von höchstens 50 Prozent erlaubt, teilt Wirtschaftsminister Bernd Althusmann, CDU, mit. Die Landesregierung unter Ministerpräsident Stephan Weil stellt einen Fünf-Stufen-Plan vor, der auch für Hotels und die Vermietung von Ferienwohnungen eine schrittweise Öffnung vorsieht. (rtr)

ein saftiger Burger

Lockerungen sind Verlockend Foto: Moe Doiron/rtr

Europa hat laut EU-Behörde ersten Höhepunkt überschritten

12.29 Uhr: Großbritannien steht nach Einschätzung der zuständigen EU-Behörde in der Pandemie das Schlimmste noch bevor. Das Land gehöre zu den fünf EU-Staaten, in denen der Höhepunkt noch nicht erreicht wurde, sagt Andrea Ammon, Chefin des Europäischen Zentrums für die Prävention und Kontrolle von Krankheiten (ECDC).

In Bulgarien steige die Zahl der Neuinfektionen mit zunehmendem Tempo, sagt Ammon. In Großbritannien, Polen, Rumänien und Schweden habe sich die Geschwindigkeit in den vergangenen 14 Tagen nicht verändert. In allen anderen europäischen Ländern sinke dagegen die tägliche Zahl der Neuinfektionen. „Es sieht so aus, als ob am Samstag der Höhepunkt der ersten Welle in Europa überschritten wurde“, sagt sie. Das ECDC ist für alle 27 EU-Mitgliedstaaten plus Großbritannien, Norwegen, Liechtenstein und Island zuständig. (rtr)

Nach den USA wollen auch andere Länder Remdesivir nutzen

11.49 Uhr: Nach den USA könnte auch in Japan bald das Medikament Remdesivir des US-Pharmaunternehmens Gilead bei der Behandlung der Covid-19-Patienten eingesetzt werden. Ein entsprechender Antrag für eine Genehmigung sei am Montag eingereicht worden, sagt Ministerpräsident Shinzo Abe. Am Freitag hatte die US-Arzneimittelbehörde FDA den Einsatz in Notfällen gestattet. Das Medikament war ursprünglich zur Behandlung von Ebola entwickelt worden. In den USA seien erste Ergebnisse einer Regierungsstudie sehr ermutigend ausgefallen, sagte der Leiter des Nationalen Instituts für Allergien und Infektionskrankheiten, Anthony Fauci. (rtr)

Verband: Behinderte Menschen brauchen jede Unterstützung

11.27 Uhr: Die Bundesvereinigung Lebenshilfe fordert in der Coronakrise umfassende staatliche Hilfen für Familien mit behinderten Angehörigen. „Viele Eltern haben in der jetzigen Situation keinerlei Unterstützung mehr und müssen die Betreuung zu Hause irgendwie alleine schaffen“, sagte die Bundesvorsitzende der Organisation, Ulla Schmidt.

Die Folgen der Pandemie träfen Familien mit behinderten Angehörigen besonders hart, was aber in der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen werde. Auch in der Diskussion zur Öffnung der Schulen seien Schüler mit Behinderung nicht im Blick, sagte die SPD-Bundestagsabgeordnete. Menschen mit Beeinträchtigung haben laut Schmidt oft ein hohes Risiko, bei einer Ansteckung mit dem Coronavirus schwer zu erkranken. (epd)

Verlangsamt: 545 Neuinfektionen in Spanien

11.15 Uhr: In Spanien sind 545 Neuinfektionen binnen 24 Stunden registriert worden. Damit sei die Zahl der nachgewiesenen Infektionsfälle auf 218.011 gestiegen, teilt das Gesundheitsministerium mit. 164 Menschen seien von Sonntag bis Montag im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben, genauso viele wie am Tag zuvor. Insgesamt erlagen damit 25.428 Menschen einer Ansteckung mit dem Virus. (rtr)

Österreichs Arbeitslosigkeit steigt auf 12,8 Prozent

10.47 Uhr: In Österreich ist die Arbeitslosigkeit im April stark angestiegen und hat einen neuen historischen Höchststand erreicht. Der Arbeitsmarktservice (AMS) teilte am Montag mit, die Arbeitslosenquote sei um 5,5 Prozentpunkte auf 12,8 Prozent gestiegen. Betroffen waren alle Altersgruppen, in allen Branchen und in allen Bundesländern. (dpa)

Heinsberg-Studie: Möglicherweise 1,8 Millionen Infizierte

10.42 Uhr: In Deutschland könnten sich nach Ergebnissen der sogenannten Heinsberg-Studie mittlerweile möglicherweise 1,8 Millionen Menschen infiziert haben. Dies ergebe eine Schätzung auf der Grundlage einer Modellrechnung, teilte die Universität Bonn am Montag mit. Die Forscher um den Virologen Hendrik Streeck zogen für ihre Schätzung die Dunkelziffer der Infizierten in der untersuchten Gemeinde Gangelt im Kreis Heinsberg heran. Daraus errechneten sie eine theoretische Zahl für Deutschland. Die Situation ist nur bedingt vergleichbar mit anderen Regionen Deutschlands. Darauf weisen die Forscher in ihrer Studie auch hin. (dpa)

Putin bei einer Videokonferenz

Der Russische Premierminister verkündet, auch erkrankt zu sein. Unter den Zuhörer*innen ist Wladimir Putin Foto: Sputnik/dpa

Russland meldet erneut über 10.000 Neuinfektionen

10.28 Uhr: In Russland ist die Zahl der Coronavirus-Infektionen in den letzten 24 Stunden um 10.581 Fälle gestiegen. Am Vortag hatte das Land einen Höchstwert an 10.633 neuen Fällen gemeldet. Insgesamt gibt es nunmehr in Russland 145.268 Infizierte, wie das Coronavirus-Krisenreaktionszentrum des Landes mitteilt. Es werden 76 neue Todesfälle durch Covid-19 gemeldet, die Gesamtzahl der Todesopfer in Russland steigt auf 1.356. (rtr)

Ökonom: Beschränkungen kosten täglich 60 Euro pro Bürger

10.25 Uhr: Der Ökonom und Wirtschaftswissenschaftler Jens Südekum geht davon aus, dass die Beschränkung des öffentlichen Lebens jeden Bundesbürger täglich 60 Euro kostet. „Eine Woche Lockdown kostet etwa 35 Milliarden pro Woche. Das sind im Durchschnitt 60 Euro pro Bundesbürger pro Tag“, sagt Südekum in BILD Live. Südekum zufolge wirkt sich die Krise deutlich schlimmer aus als erwartet. „Die ersten Prognosen, die gemacht wurden, waren zu optimistisch.“ (rtr)

EU genehmigt Milliarden-Staatshilfen für Air France

10.07 Uhr: Die EU-Kommission hat staatliche Milliardenhilfen Frankreichs für die Fluggesellschaft Air France genehmigt. Das Paket im Umfang von 7 Milliarden Euro gebe der Airline Finanzmittel, die für die Bewältigung der Folgen der Pandemie dringend benötigt würden, erklärte EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager am Montag. Sie lobte, dass die französische Regierung die Fluggesellschaft dabei verpflichte, bestimmte Umweltziele einzuhalten.

Air France verfügt über 300 Flugzeuge und mehr als 41.000 Mitarbeiter. Durch die Pandemie sind die Passagierzahlen wie auch sonst in der Branche massiv eingebrochen. (afp)

Notz: Nicht an „Informationskrieg“ beteiligen

8.38 Uhr: Deutschland soll sich nach Ansicht des stellvertretenden Vorsitzenden des Parlamentarischen Kontrollgremiums, Konstantin von Notz, Grüne, nicht an einem „Informationskrieg“ über den Ursprung des Coronavirus beteiligen. Die Vorwürfe der Geheimdienstallianz der USA, Großbritanniens, Australiens, Kanadas und Neuseelands seien aber glaubwürdig und man müsse sie ernst nehmen, meinte Notz im „ZDF-Morgenmagazin“.

Ein Dossier der Geheimdienste dokumentiert der australischen Zeitung Saturday Telegraph zufolge Vertuschung chinesischer Behörden und weist auf riskante Forschungsarbeiten in einem Labor in der chinesischen Stadt Wuhan hin. China sei nun in einer „Bringschuld“ und müsse aufklären, wie die Anfangszeit des Virus abgelaufen sei, sagte von Notz. Deutschland sollte sich allerdings von der Kategorie „Freund oder Feind“ frei machen. (dpa)

Japan will den Notstand bis Ende Mai verlängern

7.30 Uhr: Japan will nach Regierungsangaben den Notstand bis zum 31. Mai verlängern. Eine entsprechende Entscheidung solle noch im Laufe des Tages fallen, sagt Wirtschaftsminister Yasutoshi Nishimura vor dem Parlament. Bislang gilt der Notstand bis Mittwoch, dem letzten Tag einer nationalen Ferienwoche. (rtr)

Deutschland meldet weit unter 1.000 Neuinfektionen

5.56 Uhr: In Deutschland ist die Zahl der festgestellten Infektionen um 679 auf 163.175 gestiegen, wie das Robert-Koch-Institut (RKI) mitteilt. Die Zahl der Covid-19-Todesfälle legt um 43 auf 6.692 zu. (rtr)

Renan Demirkan: Ältere werden aus Drehbüchern gestrichen

5.47 Uhr: Die Autorin und Schauspielerin Renan Demirkan warnt vor einer existenziellen Bedrohung älterer Künstler in der Coronakrise. Weil sie aufgrund ihres Alters zur Risikogruppe zählten, würden über 60-Jährige aus Drehbüchern herausgeschrieben. Bereits besetzte Kollegen erhielten Absagen, schreibt die 64 Jahre alte Demirkan in einem offenen Brief, den der Kölner Stadt-Anzeiger veröffentlichte. (epd)

Selbst FDP fordert nachhaltig mehr Frauenhausplätze

4.05 Uhr: Angesichts des erhöhten Risikos häuslicher Gewalt während der Einschränkungen fordern Politikerinnen der FDP mehr Frauenhausplätze. „Freie Kapazitäten müssen dann in einem länderübergreifenden Online-Register erfasst und die Kooperation zwischen den Ländern erleichtert werden“, sagte die frauenpolitische Sprecherin der FDP im Berliner Abgeordnetenhaus, Maren Jasper-Winter. Sie fügte hinzu, die Frauenhilfeinfrastruktur in Deutschland müsse endlich krisenfest aufgestellt werden.

Die frauenpolitischen Sprecherinnen und Sprecher der FDP wollen am Montagnachmittag einen Forderungskatalog zur Bekämpfung häuslicher Gewalt verabschieden. Die Vorgaben des Übereinkommens des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt seien auch in Deutschland noch nicht umgesetzt, etwa bei ausreichend Schutzplätzen, so die FDP-Politikerin. (dpa)

Erstmals seit März keine neuen Fälle in Neuseeland

3.58 Uhr: Neuseeland meldet zum ersten Mal seit dem 16. März keine neuen Fälle. Dies teilt das Gesundheitsministerium mit. Es gebe keine weiteren virusbedingten Todesfälle, und die Zahl der Todesopfer bleibe bei 20, sagt der Generaldirektor des Gesundheitswesens, Ashley Bloomfield. Die Gesamtzahl der bestätigten Fälle liege bei 1.137. Weil die Fallzahlen wegen der frühen Reaktion und des harten Durchgreifens von Ministerpräsidentin Jacinda Ardern sinken, hat Neuseeland vergangene Woche einige Beschränkungen aufgehoben. (rtr)

Sufer vor dem Sonnenaufgang bei Christchurch

Kommt da noch eine zweite Welle? Surfer dürfen bei Christchurch wieder aufs Wasser Foto: Mark Baker/dpa

3,5 Millionen Infizierte, fast eine Viertelmillion Tote

2.59 Uhr: Weltweit sind nach Berechnung der Nachrichtenagentur Reuters mehr als 3,5 Millionen Menschen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. An Covid-19 sind demnach fast eine Viertelmillion Menschen gestorben. Der Anstieg der Todesfälle und der Neuinfektionen hat sich nach den Höchstständen im April verlangsamt, wie aus den Reuters-Daten hervorgeht. Die meisten Fälle treten in Nordamerika und Europa auf. In Lateinamerika, Afrika und Russland steigen die Zahlen. Weltweit gab es binnen 24 Stunden 84.004 neue Fälle, womit sich die Gesamtzahl auf etwas mehr als 3,5 Millionen beläuft. Die Berechnung basiert auf Regierungsdaten. (rtr)

Chinesische Staatszeitung weist US-Vorwürfe zurück

2.13 Uhr: Ein Leitartikel der staatlichen Zeitung China Global Times verurteilt die Vorwürfe der USA, das neuartige Coronavirus stamme aus einem Labor in Wuhan. „Die Trump-Regierung führt weiterhin einen beispiellosen Propagandakrieg, während sie versucht, die weltweiten Bemühungen im Kampf gegen die Covid-19-Pandemie zu behindern.“ Die Zeitung reagiert auf ein Interview Pompeos vom Sonntag, in dem dieser erklärte, es gebe eine Menge Hinweise darauf, dass das Virus aus einem Labor in Wuhan stamme. (rtr)

Trump will Schulen und Universitäten ab September öffnen

1.37 Uhr: US-Präsident Donald Trump geht davon aus, dass bis Ende des Jahres ein wirksamer Impfstoff gegen das neuartige Coronavirus vorliegt. Dies teilt Trump bei seiner ersten Townhall zur Coronakrise mit, die vom Sender Fox News übertragen wird. Außerdem will er Schulen und Universitäten im September wieder öffnen. (rtr)

Keine Quarantäne für Frankreich-Reisen aus Schengenraum

0.42 Uhr: Reisende nach Frankreich, die aus einem EU-Land, dem Schengenraum oder Großbritannien einreisen, werden von einer geplanten obligatorischen zweiwöchigen Quarantäne befreit, teilt das französische Konsulat in Großbritannien mit. (rtr)

Unionsfraktion unterstützt Lockerungen in Sachsen-Anhalt

0.29 Uhr: Die Unionsfraktion im Bundestag begrüßt die deutliche Lockerung der Restriktionen in Sachsen-Anhalt. „Da Sachsen-Anhalt von der Pandemie weniger belastet ist als andere Bundesländer, ist es völlig richtig, dass es dort nun zu einem langsamen Sich-voran-Tasten kommt“, sagt Fraktionsvize Georg Nüßlein, CSU, der Welt. Dies sei „auch aus Sicht der anderen Länder sinnvoll“, weil sich in Sachsen-Anhalt wegen der vergleichsweise guten Lage nun ohne großes Risiko studieren lasse, wie sich einzelne Erleichterungen konkret auswirken.(rtr)

Anstieg der Infiziertenzahlen in den USA verlangsamt sich

0.13 Uhr: Die US-Zentren für Seuchenbekämpfung und -prävention (CDC) melden 1.122.486 Fälle des neuen Coronavirus, ein Anstieg von 29.671 Fällen gegenüber dem Vortag. Die Zahl der Todesfälle steigt um 1.452 auf 65.735.(rtr)

Pompeo behauptet, Corona stamme aus chinesischem Labor

0.00 Uhr: US-Außenminister Mike Pompeo erklärt, es gebe eine Menge Hinweise darauf, dass das Coronavirus aus einem chinesischen Labor in Wuhan stammt. Die besten Experten würden glauben, der Erreger sei menschengemacht. „Ich habe zu diesem Zeitpunkt keinen Grund, das nicht zu glauben“, sagt er dem Sender ABC.(rtr)

Hier finden Sie die Live-Ticker der vergangenen Tage. Alle Texte der taz zum Thema finden sich in unserem Schwerpunkt Coronavirus.

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■ Das neuartige Coronavirus trägt die offizielle Bezeichnung SARS-CoV-2. Es ruft die Krankheit mit dem offiziellen Namen Covid-19 hervor. Der Virus ist von Mensch zu Mensch übertragbar.

Ab Januar 2020 hatte sich das Virus von der Stadt Wuhan in der chinesischen Provinz Hubei her ausgebreitet – inzwischen weltweit.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat die Ausbreitung des Coronavirus am 11. März 2020 zur Pandemie erklärt, also zu einer weltweiten Epidemie.

Alle Artikel der taz zum Thema finden sich im Schwerpunkt Coronavirus.

Eine Pandemie ist eine weltweite Epidemie, also regional nicht begrenzt. Bei einer Pandemie überträgt sich ein neuartiger Virus von Mensch zu Mensch.

■ Da es keine Grundimmunität gibt, keine spezifischen Medikamente und keine Impfung, führt das zu einer hohen Zahl an teils schweren Erkrankungen und Toten. Dies kann unter anderem zu einer Überlastung des Gesundheitssystems führen, wie es beispielsweise in Italien bereits regional zu beobachten war. Deshalb ist das Ziel, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen, damit nicht zu viele Menschen gleichzeitig schwer erkranken.

Auf eine weitreichende Beschränkungen sozialer Kontakte hatten sich am 22. März 2020 die Bundeskanzlerin und Regierungschefs der Länder geeinigt. Damit sollte der Anstieg der Fallzahlen verlangsamt und eine Überlastung des Gesundheitssystems möglichst verhindert werden. In den vergangenen Monaten beschlossen Kanzlerin und Länderchefs dann schrittweise Lockerungen. Die Kontaktbeschränkungen bleiben grundsätzlich bestehen. Details regeln weiterhin die Länder. (Hier eine Übersicht der Bundesregiergung zu Regelungen in den Ländern). Im Fall regionaler schneller Anstiege der Infektionszahlen sollen die Behörden vor Ort sofort mit neuen Beschränkungen reagieren.

■ Einen Abstand von mindestens 1,5 Metern soll man weiterhin draußen zu allen anderen Menschen außer der Begleitung einhalten.

■ Ein Mund-Nasen-Schutz muss in ganz Deutschland beim Einkaufen und im Öffentlichen Personennahverkehr getragen werden.

■ Seit Anfang Mai gilt: Angehörige zweier Haushalte dürfen sich grundsätzlich treffen – beispielsweise also zwei Familien oder zwei Wohngemeinschaften. In einzelnen Bundesländern gibt es darüberhinaus Spezialregelungen.

Schulen und Vorschulen sollen unter Auflagen wieder für alle Kinder öffnen.

■ In Kliniken und Pflegeeinrichtungen wurden die Regeln gelockert: PatientInnen oder BewohnerInnen können wieder durch eine bestimmte Person besucht werden.

Alle Geschäfte in Deutschland dürfen unter Auflagen wieder öffnen – ohne Quadratmeterbegrenzung der Verkaufsfläche.

Im Sport ist das Training unter freiem Himmel wieder erlaubt. Freizeitsportler müssen sich aber an bestimmte Auflagen halten. So muss eine Distanz von mindestens 1,5 Metern gewährleistet sein.

Die Fußball-Bundesliga hat die Saison seit Mitte Mai mit Geisterspielen fortgesetzt – zumindest die erste und zweite Liga der Männer. Die Fußballbundesliga der Frauen bleibt hingegen zunächst ausgesetzt. Ab wann Spiele wieder vor Publikum stattfinden, ist noch nicht klar.

Großveranstaltungen bleiben bis zum 31. August verboten.

Bei Restaurants sollen die Bundesländer eine schrittweise Öffnungen selbst regeln. Auch für Kinos, Theater, Hotels oder Kosmetikstudios haben die Ländern die Lockerungen eigenständig zu verantworten.

■ Spielplätze sind unter Auflagen wieder geöffnet – darauf einigten sich Kanzlerin und Länderchefs bereits am 30. April.

Gottesdienste und Gebetsversammlungen sind wieder zugelassen – unter besonderen Anforderungen des Infektionsschutzes. Taufen, Beschneidungen und Trauungen sowie Trauergottesdienste sollen im kleinen Kreis möglich sein.

Museen, Ausstellungen, Gedenkstätten, Zoos und botanische Gärten können unter Auflagen wieder öffnen.

Aktuelle Fallzahlen zum Coronavirus in Deutschland veröffentlicht das Robert-Koch-Institut (RKI).

Eine ausführliche Darstellung der COVID-19-Fälle in Deutschland bis auf Landkreisebene hat das RKI in einem Corona-Dashboard zusammengestellt. Auch gibt es tägliche Situationsberichte heraus.

Internationale Zahlen hat unter anderem die Weltgesundheitsorganisation WHO in einer interaktiven Grafik aufbereitet.

■ Ebenso weltweite Fallzahlen stellt die Johns Hopkins University auf einer interaktiven Karte dar.

■ Die Unterschiede bei den Fallzahlen von RKI, WHO und Johns Hopkins University bedeuten nicht, dass die Zahlen falsch sind. Differenzen ergeben sich vielmehr aus Melde-Verzögerungen und unterschiedlichen Quellen: Dem RKI werden die Fallzahlen von den Gesundheitsämtern über das jeweilige Bundesland übermittelt. Es meldet die Zahlen nach einer Prüfung dann weiter an die WHO – so kommt es zu Verzögerungen. Die Daten der Johns Hopkins University kommen nach eigenen Angaben aus verschiedenen öffentlich zugänglichen Quellen und können daher von jenen Zahlen von RKI und WHO abweichen.

Eine Erkrankung an Covid-19 nach einer Infektion mit dem Coronavirus äußert sich laut Bundesgesundheitsministerium durch grippeähnliche Symptome, wie trockenem Husten, Fieber, Schnupfen und Abgeschlagenheit. Auch über Atemprobleme, Halskratzen, Kopf- und Gliederschmerzen, Übelkeit, Durchfall sowie Schüttelfrost sei berichtet worden.

Die Inkubationszeit beträgt nach aktuellen Erkenntnissen wohl bis zu 14 Tage: Das heißt, dass es nach einer Ansteckung bis zu zwei Wochen dauern kann, bis Symptome auftreten.

■ Wichtig: Infizierte können den Virus schon übertragen, wenn sie selbst noch keine Symptome bemerken.

Der Coronavirus wird vor allem mit einer Tröpcheninfektion übertragen. Laut Robert-Koch-Institut sind theoretisch auch eine Schmierinfektion (über kontaminierte Oberflächen) und eine Ansteckung über die Bindehaut der Augen möglich. Nach bisherigen Erkenntnissen verlaufen mehr als 80 Prozent der Erkrankungen vergleichsweise mild. Wer meint, sich mit dem Coronavirus angesteckt zu haben, sollte unbedingt

zu Hause bleiben und zum Telefon greifen. Dann entweder

■ beim Hausarzt anrufen

oder beim

■ Ärztlichen Bereitschaftsdienst: ☎ 116 117.

Telefonisch gibt es zudem noch weitere Stellen für Informationen:

■ Die Unabhängige Patientenberatung ist zu erreichen unter: ☎ 0800 – 011 77 22

Ein Bürgertelefon hat das Bundesgesundheitsministerium eingerichtet unter: ☎ 030 – 346 465 100

Für Gehörlose und Hörgeschädigte ist ein Beratungsservice des Gesundheitsministeriums per Fax zu erreichen: ☎ 030 – 340 60 66 07, sowie per Mail unter info.deaf@bmg.bund(dot)de und info.gehoerlos@bmg.bund(dot)de

Ein Gebärdentelefon mit Videotelefonie findet sich unter: www.gebaerdentelefon.de/bmg/

Die aktuellen Risikogebiete für Ansteckungen hat das Robert-Koch-Institut bis zum 10. April 2020 veröffentlicht. Mittlerweile hat sich Covid-19 weltweit ausgebreitet. Ein Übertragungsrisiko bestehe daher „sowohl in Deutschland als in einer unübersehbaren Anzahl von Regionen weltweit“, schreibt das RKI.

Für Reisende gibt es weitere Informationen zu Covid-19 und Reisewarnungen beim Auswärtigen Amt.

■ Zum Infektionsschutz gibt es auf den Seiten der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) umfassende Anleitungen zum richtigen Händewaschen, zu den angemessenen Regeln beim Niesen sowie auch Merkblätter zu allgemeinen Hygiene- und Verhaltensregeln.

■ Niesen oder Husten soll man möglichst in die eigene Armbeuge und versuchen, sich seltener ins Gesicht zu fassen.

Händwaschen sollte man regelmäßig und zwar mindestens 20 Sekunden mit Wasser und Seife.

■ Reduzieren sollte man den Kontakt zu anderen Menschen derzeit so stark wie möglich, empfiehlt die BGzA. Wenn man doch in der Öffentlichkeit unterwegs ist, soll man möglichst einen Abstand von zwei Metern zu anderen Menschen einhalten.

■ Das Infektionsschutzgesetz (IfSG) gilt bundesweit einheitlich und bisher richten sich die Maßnahmen der Behörden nach diesem Gesetz, schreibt unser rechtspolitischer Korrespondent Christian Rath in seinem Überblick zur Rechtslage.

■ Die Katastrophenschutzgesetze der Länder sind anwendbar, sofern sich die Lage zur Katastrophe zuspitzen sollte.

■ Die Bundeswehr kann im Rahmen der Amtshilfe heute schon tätig werden, etwa im Sanitätsbereich oder zur logistischen Unterstützung. Im Extremfall kann sie auch im Inland eingesetzt werden, um (gemeinsam mit der Polizei) die öffentliche Ordnung zu bewahren oder wiederherzustellen, etwa wenn geplündert wird oder Krankenhäuser belagert werden.

■ In den „Notstandsgesetzen“ ist das geregelt, zu denen die Artikeln 35, 87a und 91 des Grundgesetzes zählen. Die „Notstandsgesetze“ wurden 1968 gegen den Widerstand der Außerparlamentarischen Opposition (APO) beschlossen.

■ Gerüchte, Falschmeldungen und Verschwörungstheorien über das Coronavirus kursieren derzeit viele.

■ Aufklärung über viele Corona-Falschmeldungen bietet unter anderem der Verein Mimikama.at.

■ Auch die Weltgesundheitsorganisation WHO hat in englischer Sprache eine eigene Seite zur Aufklärung von Mythen über den Coronavirus veröffentlicht.

■ Zu den häufigsten Fragen hat das Robert-Koch-Institut ein FAQ zu Corona veröffentlicht.

■ Weitere Fachinformationen finden sich ebenso auch auf einer Überblicksseite des Robert-Koch-Instituts.

■ Verhaltens- und Hygienetipps und ebenso in einem FAQ die häufigsten Fragen beantwortet die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung auf ihrer Corona-Übersicht auf infektionsschutz.de.

■ Umfassend informieren kann man sich auch beim Bundesgesundheitsministerium.

■ Eine weltweite Übersicht bietet die Weltgesundheitsorganisation WHO.

Bundesweite Telefonnummern im Überblick:

Ärztlicher Bereitschaftsdienst: ☎ 116 117

Unabhängige Patientenberatung: ☎ 0800 011 77 22

■ Bürgertelefon des Bundesgesundheitsministeriums: 030 346 465 100

Beratungsservice für Gehörlose und Hörgeschädigte: Fax: 030 / 340 60 66 – 07 sowie per Mail: info.deaf@bmg.bund(dot)de / info.gehoerlos@bmg.bund(dot)de

Gebärdentelefon (Videotelefonie): www.gebaerdentelefon.de/bmg

■ Bei Sorgen ist die Telefonseelsorge rund um die Uhr erreichbar unter: 116 123 sowie 0800 / 111 0 111 und 0800 / 111 0 222.

■ Infos über Corona auf Türkisch hat die taz in ihrem Text „Koronavirüs Almanya'da“ zusammengestellt.

■ In weiteren Sprachen sammelt die taz Info-Texte under taz.de/coronainfo

■ Hygiene-Infos in weiteren Sprachen bietet die BZgA in Hygiene-Merkblättern unter anderem auf Türkisch “Viral enfeksiyonlar – hijyen korur!“ (PDF) sowie auf Englisch “Viral infections – hygiene works!“ (PDF)

Leichte Sprache: Informationen zum Coronavirus in Leichter Sprache stellt das Bundesgesundheitsministerium zur Verfügung.

Gebärdensprache: Das Bundesgesundheitsministerium beantwortet Fragen mittels Videotelefonie und ist dafür über ihr Gebärdentelefon zu erreichen. Dazu gibt es hier noch mehr Infos. Das Gebärdentelefon ist von Montag bis Donnerstag von 8 bis 18 Uhr sowie am Freitag von 8 bis 12 Uhr erreichbar. Ebenso möglich sind Fragen per Fax: 030 / 340 60 66 – 07 oder per E-Mail: info.deaf@bmg.bund(dot)de oder info.gehoerlos@bmg.bund(dot)de.

■ Weitere Sprachen: Kurze Info-Flyer der Johanniter auf Englisch (PDF), Dari (PDF), Arabisch (PDF), Farsi (PDF), Türkisch (PDF), Russisch (PDF), Italienisch (PDF) und Französisch (PDF) hat der Bundesfachverband unbegleitete minderjährige Flüchtlinge bereitgestellt.

International: Informationen zum Coronavirus in verschiedenen Sprachen stellt zudem die Weltgesundheitsorganisation WHO bereit.

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