Buch über Hitlers Krieg gegen die Kunst Den Irrsinn mit Irrsinn erklären Charlie English spannt in seinem Buch „Wahn und Wunder“ einen Bogen vom Euthanasieprogramm der Nazis zur „entarteten Kunst“ – und verhebt sich. Von Florian Keisinger 30.7.2023
Theaterstück über NS-Mordaktion Flucht zu Ophelia Wie erzählt man vom Mord an Behinderten im Nationalsozialismus? Dem Theaterstück „T4. Ophelias Garten“ gelingt es mit einer persönlichen Geschichte. Von Katrin Bettina Müller 31.1.2023
NS-Gedenken in Hamburg Kirchenbild tiefergelegt Nach über 80 Jahren wurde das deutschlandweit größte bekannte Nazi-„Kunstwerk“ umgedreht. Es steht nun auf der Rückseite einer Hamburger Kirche. Von Petra Schellen 9.5.2022
Adorno-Vorlesungen Theologisierung von Rassismus Um „Eugenische Phantasmen. Behinderung, Macht, Moral“ ging es diesmal an der Universität Frankfurt. Referiert hat Historikerin Dagmar Herzog. Von Rudolf Walther 28.6.2021
Aufarbeitung der NS-Zeit „Euthanasie“-Opfer anerkennen Die Grünen stellen einen Antrag zur Anerkennung der Verbrechen während der NS-Zeit. Beteiligten Ärzt:innen drohten kaum Konsequenzen. Von Julia Hubernagel 11.5.2021
Euthanasie in der NS-Zeit in Hamburg Töten statt heilen Da es kein Euthanasiegesetz gab, agierten NS-ÄrztInnen im rechtsfreien Raum. In gleich zwei Hamburger Kliniken töteten sie 200 behinderte Kinder. Von Petra Schellen 7.2.2021
Referenden in Neuseeland Sterbehilfe ja, Cannabis nein In Neuseeland hat ein Gesetz zur Sterbehilfe bei einem Referendum eine Mehrheit erhalten, die Legalisierung von Cannabis wohl aber nicht. Von Urs Wälterlin 30.10.2020
Historikerin über Frauen-Friedhof „Keine Steine zum Schreddern“ Rita Bake hat vor 20 Jahren den „Garten der Frauen“ auf dem Ohlsdorfer Friedhof mitgegründet. Er ist ein weltweit einzigartiges steinernes Archiv. Interview von Petra Schellen 24.10.2020
Buchautor über Euthanasie-Überlebende „So eine Diagnose sagt nichts aus“ Die Bremerin Paula Kleine überlebte die Euthanasie und die Psychiatrie. Ein Buch über ihr Leben erzählt zugleich die Geschichte der Behindertenhilfe. Interview von Jan Zier 10.10.2020
Forscher über „Euthanasie“-Deportationen „Kontakt zu Angehörigen schützte“ Vor 80 Jahren verließ der erste „Euthanasie“-Transport Hamburg. Von 6.000 vor dort deportierten Menschen ermordete das NS-Regime über 4.700. Interview von Petra Schellen 22.9.2020
Kirche entfernt diffamierendes Bild NS-Gemälde fliegt raus Das 1938 in die Kirche der Alsterdorfer Anstalten gefräste Altarbild, das Behinderte diffamiert, wird herausgetrennt und draußen wieder aufgestellt. Von Petra Schellen 12.3.2020
75 Jahre Auschwitz Tötung nach Strichliste Am Holocaust-Gedenktag wird in Berlin auch der Euthanasie-Opfer gedacht. Der Bundesbeauftragte warnt vor aktueller Behindertenfeindlichkeit. Von Franziska Schindler 27.1.2020
Zweite Staffel der ARD-Serie „Charité“ Operieren unterm Hakenkreuz Die erfolgreiche Serie wagt einen Zeitsprung: Die Charité in Zeiten der NS-Diktatur ist alles andere als seichte TV-Kost. Gut so, meint unser Autor. Von Andreas Hergeth 19.2.2019
Kolumne Psycho Die geerbte Angst Kolumne Psycho von Franziska Seyboldt Die Nachkriegsgeneration scheut sich vor psychischen Diagnosen. Dafür gibt es Gründe. Die Jüngeren empfinden Diagnosen eher als befreiend. 14.11.2018
Der Hausbesuch Eine Kämpferin für die Seele Unter den Nazis wurde Dorothea Buck zwangssterilisiert. Seitdem kämpft sie für eine menschlichere Psychiatrie – auch noch mit 101. Von Lea De Gregorio 18.9.2018
Historiker über Euthanasie-Verbrecher „Die Verfahren wurden eingestellt“ Christof Beyer erforschte personelle Kontinuitäten in den psychiatrischen Anstalten nach 1945. Das Ergebnis: Viele der Euthanasie-Verbrecher*innen machten Karriere. Interview von André Zuschlag 3.7.2018
Hamburgs Psychiatrie arbeitet NS-Zeit auf Gedenkort für Euthanasie-Opfer Während die Behindertenanstalten Hamburg-Alsterdorf längst Stolperschwelle und Gedenkmaterial haben, öffnet sich die Klinik Ochsenzoll erst jetzt. Von Petra Schellen 30.4.2018
Krankheitsbezeichnungen von NS-Ärzten „Das Thema muss debattiert werden“ Noch immer sind Krankheiten nach NS-Ärzten benannt, die etwa an Euthanasieopfern forschten. Eine hannoversche Medizinerin will das ins Bewusstsein rufen. Interview von Friederike Gräff 3.1.2018
Gedenkstunde im Bundestag Erinnern an „Euthanasie“-Opfer 300.000 Kranke und Menschen mit Behinderung wurden in der NS-Zeit getötet. Als „Probelauf für den Holocaust“ bezeichnete Norbert Lammert die Morde. 27.1.2017
Euthanasie im Dritten Reich Vom Mensch zum Objekt degradiert In Zeiten von Donald Trump und AfD ist der Blick zurück wichtiger denn je. Denn manche Parallelen zur NS-Geschichte sind erschreckend. Von Julia Frick 2.12.2016