+++ Nachrichten im Nahost-Krieg +++: Huthi-Angriffe in Saudi-Arabien
Die Huthi-Miliz greift einen Wolkenkratzer in Riad an. Im Iran wurde drei Männer hingerichtet, die zuvor gegen die Regierung protestiert hatten.
Gebäude von Ölkonzern Aramco beschädigt
Bei einem versuchten Angriff auf ein Verwaltungsgebäude von Saudi-Arabiens staatlichem Ölkonzern Saudi Aramco ist den Behörden zufolge leichter Sachschaden entstanden. Herabfallende Trümmerteile hätten das Gebäude in der Hauptstadt Riad beschädigt, teilte ein Vertreter des saudischen Energieministeriums mit. Menschen seien bei dem Vorfall nicht zu Schaden gekommen. (rtr) |
Huthi greifen Wolkenkratzer im Zentrum von Riad an
Die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz hat im Zentrum der saudischen Hauptstadt Riad einen bekannten Wolkenkratzer angegriffen. Das Verwaltungsgebäude des staatlichen Ölkonzerns Aramco sei getroffen worden, teilte das saudische Energieministerium mit. Trümmerteile seien auf das Gebäude gefallen und hätten „begrenzten Schaden“ verursacht, hieß es. Tote oder Verletzte habe es nicht gegeben.
Im Internet kursierte ein Video, das schwere Schäden am Aramco Tower im Zentrum von Riad zeigen soll. Demnach wurde die Glasfassade über mehrere Stockwerke bei einem Angriff zerstört. Das 34 Stockwerke hohe Gebäude ist im Besitz Aramcos und liegt im zentralen Geschäftsbezirk von Riad. Dort stehen die bekanntesten Wolkenkratzer der Stadt. (dpa)
US-Militär: Frachter im Golf von Oman „untauglich gemacht“
Das US-Militär hat im Golf von Oman erneut ein Schiff angegriffen und manövrierunfähig gemacht. Der Massengutfrachter „M/V Huda“ sei mit einem Luftangriff „untauglich“ gemacht worden, teilte das für die Region zuständige US-Zentralkommando mit. Die Besatzung habe wiederholte Warnungen ignoriert und mehrmals versucht, gegen die US-Seeblockade gegen den Iran zu verstoßen. Das Schiff habe einen iranischen Hafen angesteuert und dann versucht, die Region zu verlassen.
Das Zentralkommando veröffentlichte ein kurzes Video des Angriffs. Dabei trifft ein Geschoss das Heck eines Frachters, woraufhin es zu einer Explosion kommt. Die emiratische Küstenwache teilte mit, dass 22 Menschen nach einem Brand im Golf von Oman gerettet worden seien. (dpa)
Drei Aktivisten im Iran hingerichtet
Im Iran sind drei Männer hingerichtet worden, die wegen ihrer Beteiligung an den regierungskritischen Protesten im Januar zum Tode verurteilt worden waren. Die Todesurteile gegen Hassan Diwband, Hamid Kasemi and Resa Sanganeh seien am Sonntag nach einer Bestätigung durch das Oberste Gericht durch Erhängen vollstreckt worden, teilte die iranische Justiz auf ihrer Website Misan Online mit.
Die drei Männer waren den Angaben zufolge schuldig gesprochen, während der Proteste „an operativen Aktivitäten“ im Auftrag Israels und der USA sowie „feindlicher Gruppen“ teilgenommen zu haben. Sie warfen demnach Brandsätze und Granaten, setzten Stich- und Schusswaffen ein und setzten öffentliche Einrichtungen in der westlich von Teheran gelegenen Stadt Karadsch in Brand.
Ende Dezember hatten sich Proteste wegen der schlechten Wirtschaftslage im Iran zu Massenprotesten gegen die Führung in Teheran ausgeweitet, die am 8. und 9. Januar ihren Höhepunkt erreichten. Teheran erklärte danach, dass es mehr als 3000 Tote gegeben habe, und führte die Gewalt auf von den USA und Israel gesteuerte „Terrorakte“ zurück. Menschenrechtsorganisationen im Ausland sprachen dagegen von einer staatlichen Niederschlagung der Proteste mit tausenden Toten.
Seit Beginn des Iran-Kriegs, der Ende Februar mit Angriffen der USA und Israels begonnen hatte, hat die Zahl der Hinrichtungen weiter zugenommen, auch im Zusammenhang mit den Protesten. (dpa) |
Mehrere Huthi-Geschosse über Region Riad abgefangen
Die militärischen Auseinandersetzungen zwischen Saudi-Arabien und den mit dem Iran verbündeten Huthi-Rebellen im Jemen gehen weiter. Am Sonntag wurden mehrere Geschosse abgefangen und zerstört, die die Huthis in Richtung Riad abgefeuert hatten. Das teilte die von Saudi-Arabien geführte Militärkoalition mit. In der Hauptstadt Saudi-Arabiens waren laute Explosionen zu hören, wie ein Zeuge der Nachrichtenagentur Reuters berichtete. Der Zivilschutz hatte demnach kurz zuvor eine Warnung herausgegeben. Auch eine Region im Süden Saudi-Arabiens wurde den Angaben zufolge Ziel von Angriffen. Seit Juli greifen die Huthis verstärkt Flughäfen, Häfen und Ölanlagen an. Saudi-Arabien reagiert mit Luftangriffen auf Ziele der Rebellen im Jemen.
Am Samstag waren bei einem solchen Angrifff laut dem von den Huthis kontrollierten Gesundheitsministerium nahe der Hauptstadt Sanaa mindestens 33 Menschen getötet worden. Die Behörden in Riad erklärten, sie würden den Vorfall untersuchen. Der in den vergangenen Monaten neu eskalierte Konflikt zwischen Saudi-Arabien und den Huthis reicht weit zurück: Im Jahr 2015 griff die von Riad geführte Allianz arabischer Staaten in den Jemen-Konflikt ein, um die international anerkannte Regierung zu unterstützen. Zuvor hatten die Huthis die jemenitische Hauptstadt Sanaa eingenommen. Im Jahr 2022 wurde unter Vermittlung der Vereinten Nationen eine Waffenruhe vereinbart. (rtr)
Zwei Öltanker in Straße von Hormus in Brand geraten
In der Straße von Hormus sind nach iranischen Angaben erneut zwei Öltanker auf Minen aufgelaufen und in Brand geraten. Die beiden Schiffe hätten versucht, die Meerenge auf nicht genehmigten Routen zu durchqueren, zitierte die staatliche Nachrichtenagentur Irna am Sonntag die iranischen Revolutionsgarden. Angaben zu den Tankern wurden nicht gemacht. Der Iran hatte in den vergangenen Wochen wiederholt erklärt, dass Schiffe in der Straße von Hormus in Brand geraten seien.
Seit Beginn des Iran-Krieges Ende Februar hat Teheran die für den weltweiten Handel mit Öl und Gas wichtige Meerenge weitgehend blockiert. Durch die für den weltweiten Ölhandel wichtige Wasserstraße wird normalerweise etwa ein Fünftel des weltweiten Ölverbrauchs transportiert. Der Iran greift dort regelmäßig Schiffe an, denen er eine Durchfahrt ohne seine Genehmigung vorwirft. (afp)
22 Menschen von brennendem Frachter gerettet
Die Nationalgarde der Vereinigten Arabischen Emirate hat nach einem Brand auf einem Frachtschiff im Golf von Oman 22 Menschen gerettet. Bei allen Geretteten handele es sich um arabische Staatsangehörige, teilte die Nationalgarde mit. (rtr)
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