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Das WM-Tagebuch des Fifa-PräsidentenMusik liegt auf dem Feld

Fußball regiert längst auch die Musikwelt und Shakira ist fester Bestandteil unserer Familie. Sie ist ebenso einmalig wie der Fifa-Präsident – noch.

20. Juni 2026

F ußball ist ein Spiel – das schönste der Welt noch dazu. Fußball ist Leistungssport – zelebriert von den besten Athleten dieses Planeten. Fußball ist Frieden, klar – auf und neben dem Platz. Fußball ist aber auch Musik. Jeder, der in diesen Tagen die Bestenliste von Spotify oder Shazam aufruft, kann das sehen. Am Freitag konnten wir vermelden, dass das offizielle Fifa World Cup 2026 Album bereits mehr als 336 Millionen Mal gestreamt worden ist. Ich bin stolz, Präsident eines Sportverbands zu sein, der nicht nur das größte Spiel der Welt organisiert, sondern auch eine Weltmacht der Musik ist. Vielleicht verleihen wir bald schon einen Fifa-Musikpreis.

Die wunderbare Shakira, die sich 2006 zum ersten Mal musikalisch für eine Endrunde einer Fußballweltmeisterschaft qualifizieren konnte, wäre gewiss eine der ersten Kandidatinnen für eine solche Auszeichnung. 2010 in Südafrika war sie so etwa wie die musikalische Weltmeisterin des Turniers.

Fast ein Portrait
Bild: Rattelschneck
Giannis geheimes Tagebuch

Gianni Infantino ist immer am Ball. Überall. Bei der Fußball-WM in Mexiko, Kanada und den USA natürlich erst recht. Da kommt niemand mehr hinterher. Außer der Fifa-Präsident selbst. Vielleicht. Die taz hat Zugang gefunden zu seinem geheimen Tagebuch. Alle Tagebucheinträge finden Sie hier.

Und auch in diesem Jahr ist ihr wieder ein Geniestreich gelungen. Zusammen mit Burna Boy singt sie so wunderbare Zeilen wie: „Komm, folge deiner Sehnsucht. Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Dir gehört das Feuer, niemand kann es dir wegnehmen. Oh-eh, oh-eh, oh-eh. Eh, oh-eh, oh-eh!“ Vielleicht baue ich diese Sätze in eine meiner nächsten Reden auf einen Fifa-Kongress ein. Sie sind wirklich so schön, dass sie glatt von mir sein könnten.

Ich freue mich jedenfalls schon auf das Finale am 19. Juli, wo Shakira in der größten Halbzeitshow auftreten wird, die der Fußball je erlebt hat. Und ich verspreche allen Fans, dass wir die gleiche Shakira erleben werden, die auch bei der Eröffnungsfeier in Mexiko-Stadt gesungen hat.

Mir ist zugetragen worden, dass in den sozialen Medien der Verdacht geäußert worden ist, nicht die große Shakira selbst, sondern ein Double habe da auf dem Feld gesungen. Es ging sogar das Gerücht um, Shakira sei schon vor zwei Jahren gestorben und die Frau, die man im Stadion habe singen hören, sei ein Klon von ihr. Ich mag gar nicht glauben, dass Menschen in der Lage sind, so etwas für möglich zu halten.

Es gibt keine geklonte Shakira, so wie es keinen geklonten Gianni Infantino gibt. Ich finde das bisweilen durchaus schade. Die Fußballwelt könnte sich glücklich schätzen, wenn es mehr als einen Gianni Infantino gäbe. Ein echter Infantino könnte sich dann in jedem Spiel dieses wunderbaren Turniers unter die Fans mischen, während der eine Infantino, von dem es eben leider nur dieses eine Exemplar gibt, es gerade einmal schafft, zwei Spiele am Tag zu besuchen.

Ein paar Infantinoklone wären zudem nicht schlecht für die Klimabilanz der Fifa. Aber so weit ist die Wissenschaft wohl noch nicht. Aber eins kann ich schon jetzt versprechen. Wer mir einen echten Infantinoklon vorstellt, dem werde ich den Fifa-Preis für Biologie verleihen.

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Gianni Infantino

Gianni Infantino Fifa-Präsident

In meinem Tagebuch beschäftige ich mich hauptsächlich mit mir selbst. Es geht aber auch um meine Rolle im Fußball und mein Verhältnis zu den anderen Mächtigen in der Welt.
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