corona aktuell:
„Sinnfrage“ für die EU gestellt
Wie die EU auf die Coronavirus-Epidemie reagiert, wird über ihre Glaubwürdigkeit entscheiden, sagt Frankreichs Europa-Ministerin Amelie de Montchalin. „Wenn Europa nur ein Binnenmarkt ist, wenn die Zeiten gut sind, dann hat sie keinen Sinn“, sagte sie gegenüber RFI. Der EU-Gipfel hatte sich vor einigen Tagen nicht auf Maßnahmen gegen die durch die Epidemie ausgelöste Wirtschaftskrise geeinigt. (rtr)
Geldnot wächst auf Sizilien
Nach Berichten über Plünderungen wegen zunehmender Geldnöte haben auf Sizilien bewaffnete Polizisten vor Supermärkten Stellung bezogen. Ministerpräsident Giuseppe Conte kündigte am Wochenende die Ausgabe von Lebensmittelgutscheinen an. Zeitungen berichten aus Sizilien, Kunden würden in Supermärkten nicht zahlen und Inhaber kleiner Läden drängen, ihnen kostenlos Essen zu geben. In Italien haben nach der Schließung aller nicht lebenswichtigen Unternehmen und Fabriken Millionen Menschen kein Einkommen. (afp)
Neuer Rekord in Spanien
Spanien hat einen Rekord bei der Zahl der Corona-Todesfälle an einem Tag registriert. In den vergangenen 24 Stunden gab es Angaben vom Sonntag zufolge 838 Tote, die Gesamtzahl stieg auf 6.528. Die Zahl der Infektionen stieg auf 78.797. (ap)
Russland will weiter dopen
Russland setzt wegen des Coronavirus Dopingtests aus. Die nationale Anti-Doping-Agentur Rusada folgt damit nach eigenen Angaben den Anordnungen der Regierung. Russland hatte angekündigt, im Kampf gegen das Coronavirus in der kommenden Woche nicht zu arbeiten. (rtr)
Nach dem Erfolg der AfD bei den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt bangen viele Menschen um die Zukunft, es droht die erste AfD-Regierung. Das wäre eine (weitere) Zäsur für Deutschland. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen