■ Stasi-Belastungen: 73 Kündigungen an der Humboldt-Universität
Der Ehrenausschuß der Humboldt-Universität zu Berlin (HUB), der sich mit Stasi-Verstrickungen der Lehrenden und Mitarbeiter befaßt, hat sich seit seiner Gründung im November 1990 mit 380 Angestellten der Hochschule beschäftigt.
In 73 Fällen wurde wegen Stasimitarbeit oder anderen Verfehlungen eine Kündigung empfohlen, geht aus einem Bericht des Ehrenausschußvorsitzenden Bert Flemming hervor. In weiteren 27 Fällen wurden Auflösungsverträge mit den betreffenden Beschäftigten nahegelegt, 280mal hieß das Votum des Gremiums „Weiterbeschäftigung“. Die Betroffenen waren in Verdacht geraten, für die Stasi gearbeitet oder sich der Korruption, des Amtsmißbrauchs und der ungerechtfertigten Karriere schuldig gemacht zu haben. dpa
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen