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LL Cool J

Zuletzt trat er so erfolgreich als Schauspieler („Any Given Sundy“, „Deep Blue Sea“) und Autor seiner Autobiografie („I Make My Own Rules“) auf, dass man fast vergessen konnte, dass er hauptberuflich ja eigentlich Rapper ist. Nun legt LL Cool J bereits sein neuntes Album vor, das gleich im Titel klarstellt, worum sich seit nun schon fünfzehn Jahren fast ausnahmslos seine Texte drehen: um ihn selbst, den „G.O.A.T.“, den „Greatest Of All Time“.

Tatsächlich hat kein anderer MC wie „Ladies Love Cool J“ alias James Todd Smith alle Auf und Abs im HipHop so problemlos überstanden wie er. Eine Platte wie „G.O.A.T.“ entzieht sich denn auch jeder Kritik. Nicht nur, weil die üblichen Vorwürfe wie Machismo und Gewaltverherrlichung so altbekannt wie mittlerweile überflüssig sind. Sondern auch, weil anderthalb Jahrzehnte im Geschäft LL Cool J davon enthoben haben, sich am aktuellen Stand des Genres oder gar technisch avancierteren Reimschmieden wie Eminem zu messen. Das sind doch alles Warmduscher, LL Cool J aber längst eine sich selbst immer wieder erfolgreich reproduzierende Kunstfigur. Selbst das Gangsta-Geschwafel bekommt aus dem Munde des 32-Jährigen so etwas wie altersweise Authentizität – auch wenn man weiß, dass LL Cool J, der „Muhammad Ali des HipHop“, wie ihn die Musikzeitschrift Vibe nannte, das Ghetto bestenfalls noch durch die getönten Scheiben einer zehn Meter langen Limousine zu Gesicht bekommt. to

FOTO: DEFJAM

LL Cool J: „G.O.A.T. Featuring James T. Smith – The Greatest of All Time“ (DefJam/Mercury)

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