taz lab 2026 diskutiert : Linke Theorie und linke Realitäten
Mit Eva Illouz, Paul Mason, Mirjam Schaub, Ricarda Lang, Jan Van Aken, Robin Alexander, Nicholas Potter, Daniela Sepehri, Ali Sadrzadeh, Elif Eralp, Klaus Lederer.
taz lab | Was bedeutet es heute, links oder linksgrün zu sein – und wer darf das überhaupt noch für sich beanspruchen? Die Linke oder mehr noch die progressiven Bewegungen überall auf der Welt scheinen in einer tiefen Krise zu stecken: zwischen autoritären Versuchungen in den eigenen Reihen, gescheiterten Bündnissen, Bedrohungen von rechts, blinden Flecken und der Frage, ob Radikalität Haltung bedeutet oder nur noch Pose ist. Das taz lab 2026 nimmt mit den folgenden Diskussionen eine unverblümte Bestandsaufnahme des Progressiven und der Linken vor.
🐾 Was ist von der Linken noch zu erwarten – und was hat sie falsch gemacht? Soziologin Eva Illouz und Autor Paul Mason eröffnen die Debatte auf Englisch: „What's left of the left?“ fragt nach Bruchlinien, blinden Flecken und dem, was von progressiver Politik heute überhaupt noch trägt.
🐾 taz-Redakteur Daniel Bax hat mit „Die neue Lust auf links" (Penguin, 2025) das erste Buch zum Comeback der Linkspartei vorgelegt – eine Analyse von innen, die fragt: Woher kommt der Erfolg, wofür stehen Heidi Reichinnek, Jan van Aken und Ines Schwerdtner – und wird die neue Lust auf links von Dauer sein? Und was ist eigentlich mit den vielen Vorbehalten gegenüber der Partei, selbst in progressiven Milieus? taz-lab-Kurator Jan Feddersen wird dazu mit Bax und dem Publikum beim Panel „Die Linkspartei ist super, oder nicht?“ disputieren.
🐾 Gleich doppelt präsent ist die ehemalige Grünen-Vorsitzende Ricarda Lang: Mit CDU-Politikerin und Bundesministerin Karin Prien streitet sie in „Wie woke darf Politik sein?“ über eine Frage, auf die beide eine sehr unterschiedliche Antwort haben dürften – und mit Journalist Robin Alexander diskutiert sie in „Schluss mit Progressiv-Gequatsche?“, ob die gesellschaftliche Linke ihre eigene Sprache verloren hat.
🐾 Philosophin Mirjam Schaub nimmt sich derweil den Radikalitätsbegriff vor – „Radikal – très chic, gefährlich, unterkomplex?“ und fragt, ob das Bekenntnis zum Radikalen politische Substanz hat oder nur gut klingt?
🐾 Autor und taz-Redakteur Nicholas Potter liest am Küchentisch im Besselpark aus seinem neuen Buch „Die neue autoritäre Linke“ und diskutiert dazu mit Klaus Lederer, Berlins ehm. Kultursenator und langjährigem Berliner Linken-Parteichef, der nach 32 Jahren aus Protest gegen Antisemitismus in den eigenen Reihen austrat.
🐾 Katharina Dröge, Co-Vorsitzende der Grünen-Bundestagsfraktion, und Jan van Aken, Co-Parteivorsitzender der Linken, stellen sich in „Rot-Grün-Rot – und alles würde gut?" der romantischsten Koalitionsfrage des Jahres – inklusive der unbequemen Nachfrage, warum ein progressives Bündnis im Bund weitgehend illusorisch scheint.
🐾 Wie die europäische Linke auf den Iran, die Konflikte rund um das Land und dessen Regime blickt – und warum das ein Problem ist – diskutieren die Journalist:innen Daniela Sepehri und Ali Sadrzadeh in ihrem Gespräch „Der Iran und die Linke". Es geht um nichts weniger als die Frage: Kann es sein, dass die Falschen (Trump & Co) mitunter das Richtige tun?
🐾 Elif Eralp, Berliner Linken-Politikerin und Spitzenkandidatin der Partei für die Abgeordnetenhauswahl im September 2026, muss sich in „Sind Sie die Mamdani Berlins?“ an dem Linkspopulisten messen lassen, der gerade New York City aufmischt. Kann das funktionieren – und wenn ja: Will sie das überhaupt? taz-Inlandsredakteur Pascal Beucker wird sie dazu befragen.
🐾 Wenn Politik durch den Magen geht, dann schlägt sie vor allem auf selbigen, kommt doch heutzutage scheinbar keine gesellschaftliche Subkultur mehr ohne ihre quasi-religiösen Ernährungsgebote aus. Unter dem Motto Du bist was du isst, diskutiert der Podcast don’t read theory live auf der Podcast-Bühne über kulinarische Kulturkämpfe und (nicht nur) linke Politiken auf unseren Tellern. Das könnte spicy werden.
Diese und viele weitere Diskussionen können Sie live im Stream und (sofern Platz) auch vor Ort beim taz-Kongress 2026 am 25. April verfolgen und selber mitdiskutieren. Tickets schon ab 20 Euro und immer inklusive einem Jahr vollen Zugriff auf die tazlab-Mediathek.
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