Der Iran spielte im Bewusstsein der (west-)deutschen Linken seit den Protesten gegen Schah und Schahbesuch in den 1960er Jahren eine bedeutsame Rolle. Doch die Revolution von 1979 mündete in einer islamistischen Diktatur und somit in einer großen Enttäuschung. So hatte man sich die Befreiung von „Imperialismus“ und „Neokolonialismus“ zumeist doch nicht vorgestellt. Der Iran und seine oppositionellen Bewegungen verschwanden danach weitgehend aus der Perspektive der westlichen Linken. 2009 scheiterte der letzte große Versuch in Iran, das herrschende Terrorregime mit friedlichen Mitteln von Reformen zu überzeugen. 2022 drängte mit der Frau-Leben-Freiheit-Bewegung eine neue furchtlose Generation auch international in die Öffentlichkeit. Sie vergegenwärtigte, wie sehr sich Bevölkerung – allen voran Frauen und Minderheiten – und Mullahs (sowie Revolutionsgarde und Sittenpolizei) voneinander entfremdet hatten. Im Januar 2026 begegneten die Machthaber der zivilen Freiheitsbewegung mit Abschaltung des Internets und Massenterror. Zehntausende Menschen wurden getötet, schwer verletzt oder/und in Foltergefängnisse verschleppt. Und nun? Wie reagieren die Menschen in Iran auf den Krieg von USA und Israel gegen das Regime? Kann es sein, dass die Falschen (Trump & Co) mitunter das Richtige tun? Wie ordnen Menschen mit oppositionellem iranischen Hintergrund die jüngsten Ereignisse und Debatten ein?