taz-Podcast „klima update°“ : Die Klima-News der Woche
Empfohlener externer Inhalt
RWE darf den letzten Landwirt in Lützerath abbaggern. Umweltministerin Lemke will „natürlichen Klimaschutz“. Wir stecken in einer Dürre.
Jetzt ist das lange erwartete Gerichtsurteil zum Ort Lützerath da, den der Energiekonzern RWE gegen den Widerstand des letzten Bewohners in einen Tagebau umwandeln will: Das Oberverwaltungsgericht in Münster hat entschieden, dass RWE schalten und walten darf – auch auf dem Hof von Eckardt Heukamp, der nicht verkaufen und umsiedeln will. Der Landwirt will sich widersetzen und trotzdem bleiben, genau wie Klimaaktivist:innen, die schon 2020 ein Camp in der Nachbarschaft aufgebaut haben.
Bundesumweltministerin Steffi Lemke (Grüne) will mit vier Milliarden Euro Natur in Deutschland sanieren. Moore, Wälder, Auen, Seegraswiesen und Parks sollen wieder genesen und möglichst viel Kohlenstoff speichern. Wen Lemke dafür aber noch gewinnen muss: die Besitzer:innen der Flächen, also zum Beispiel Landwirt:innen. Daran sind ähnliche Programme in der Vergangenheit schon gescheitert.
Im März gab es in Deutschland viele schöne Sonnentage – außergewöhnlich viele. Die Kehrseite der Medaille: Wir befinden uns in einer ziemlichen Dürre. Zu warm war es dem allgemeinen Trend der Erderhitzung entsprechend auch.
Darauf hat der britische Wetterdienst mit einer skurrilen Ankündigung reagiert: Damit amtlich von einer Hitzewelle die Rede ist, muss das Thermometer jetzt noch stärker ausschlagen als bisher. Allerdings sind Menschen ja nicht wechselwarm. Jetzt schon ist Hitze das mit Abstand tödlichste Extremwetter in Europa.
Die taz-Redakteurinnen Susanne Schwarz und Katharina Schipkowski nehmen die Hörer:innen im Podcast klima update° mit durch die klimapolitische Woche. Im Wechsel mit Kolleginnen des Online-Magazins klimareporter° besprechen sie die wichtigsten aktuellen Klimanachrichten.
„klima update°“ Der Podcast zu Klimapolitik, Energiewende und Klimaforschung. In Kooperation mit dem Onlinemagazin klimareporter° und der taz Panter Stiftung. Immer auf taz.de, Spotify, Deezer, iTunes und überall, wo es sonst noch Podcasts gibt.
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen
meistkommentiert