taz🐾sachen: Drei Wochenauf Europareise
„Das Manfred-Weber-Portrait werden wir überleben“, hat einer aus dem Team gesagt. Darauf ein anderer: „Das werden wir ja sehen.“ Wir haben es überlebt. Mehr, wir haben etwas daraus gelernt.
„Wollen wir das wirklich wissen?“, hat einer gefragt, als es um die russische Enklave nahe Königsberg gegangen ist. Wir haben dann mit Interesse darüber gelesen.
„Wird heute wieder ganz schön braun, die Ausgabe“, hat eine aus dem Team gesagt. Zu lesen, was in Ländern geschieht, in dem rechte Populisten den Staatsapparat umkrempeln, ist gewiss keine leichte Kost. Aber jeder Text aus diesen Ländern zeigt, dass es dort neben viel Üblem eben auch etwas gibt, was man in den taz-Gründerjahren Gegenöffentlichkeit genannt hätte. Die taz hat sich mit Libération (Paris), dem Falter (Wien), der Gazeta Wyborcza (Warschau), HVG (Budapest) und Internationale (Rom) zum Recherchenetzwerk Europe’s Far Right zusammengeschlossen. Gelebtes Europa.
Die Zeit der europataz – dieser sechs Sonderseiten zur Wahl – ist nun abgelaufen. Das EU-Parlament ist gewählt, die Posten werden verteilt, Österreich gibt es immer noch und die Redakteurinnen, die dieses Sonderprojekt zusammengeschraubt haben, sitzen nicht mehr im Europa-Raum, sondern wieder an ihren angestammten Plätzen in ihren Ressorts. Doch die dreiwöchigen Europatage haben Spuren hinterlassen. Der Kontinent ist uns nahegekommen, das hoffnungsfrohe Portugal ebenso wie die vom Krieg geplagte Ukraine. Deutschland lacht über AKK. Wie gut es da doch tut, größer zu denken. An Europa eben. (arue)
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen