piwik no script img

plakativ (2)Weiblicher Wortwitz

Das Unterbewusstsein weiß nicht recht, warum es noch aufschrecken soll bei Frauen, die vor gelbem Hintergrund im blauen Hemd und ernster Miene die Armmuskeln anspannen und dabei mehr Frauenpower verkünden. Das Motiv ist so allgegenwärtig in der Werbung und bei Protesten. „Hamburg genderfizieren!“ heißt es denn auch auf den Plakaten der Partei „Die Partei“. Überraschend ist da nur, dass es die mit C&A-Anzügen uniformierten Politsatiriker*innen nicht nur auf einen Wortwitz anlegen. Sie protestieren mit den ihnen als Minipartei zur Verfügung stehenden Mitteln gegen den bisher viel zu geringen Frauenanteil in der Bürgerschaft. Dort sitzen 75 Männer und nur 46 Frauen. Die Partei hat nun ihrerseits ausschließlich Frauen auf ihre Wahlliste gesetzt. Und sie fragt die Wähler*innen: „Warum eigentlich nicht mal eine seriöse Partei?“ Andrea Maestro

Wahlplakate sind eigentlich zum Vorbeilaufen gedacht. Für diese Serie sind wir stehen geblieben und haben bei manchen zweimal hingeschaut.

Nach dem Erfolg der AfD bei den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt bangen viele Menschen um die Zukunft, es droht die erste AfD-Regierung. Das wäre eine (weitere) Zäsur für Deutschland. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen