die gute nachricht: In Frankfurt kiffen Schüler:innen weniger
Zwar sind sie beim ersten Zug an Joint, Bong oder Pfeife noch mal etwas jünger geworden – 15 Jahre alt sind die Cannabis-Debütant:innen. Aber die Zahl der Ausprobierenden oder auch regelmäßig Konsumierenden unter 18 Jahren geht zurück. Zumindest in Frankfurt am Main: Seit 2002 erfragt dort die Studie Monitoring-System Drogentrends (MoSyD) alljährlich, nun, die Trends beim Drogenkonsum, ob legal oder illegal. Das ermöglicht inzwischen auch längerfristige Vergleiche, die ergiebiger sein können, als etwa der Blick nur aufs jeweilige Vorjahr. 2024 also, im „ersten Jahr der entsprechenden Gesetzesänderung zur Teillegalisierung für Erwachsene“, gaben 22 Prozent der befragten 15- bis 18-Jährigen an, schon mindestens einmal im Leben Marihuana und/oder Haschisch konsumiert zu haben – gegenüber 46 Prozent im Jahr 2002 ist das ein Rückgang um mehr als die Hälfte. 9 Prozent hatten nach eigenen Angaben in den zurückliegenden 30 Tagen gekifft, 3 Prozent mindestens zehnmal im vergangenen Monat. Alle drei Werte sind „im Langzeitvergleich eher niedrig“, seit Beginn der jährlichen Erhebung „haben noch nie so wenige Schüler:innen Cannabis konsumiert“. Die eigentliche gute Nachricht: Cannabis wird nicht nennenswert durch andere, härtere Substanzen verdrängt. In der befragten Gruppe stagnieren oder sinken auch die Zahlen für Alkohol und Tabak, nicht mal gedaddelt wird mehr als früher. Was der Eintritt ins sogenannte Erwachsenenalter mit den jungen Leuten und ihrer Vernunft anstellt, darüber weiß die Studie nichts zu sagen. Alexander Diehl
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