: der verhaftete
Der Mann, der Jose Padilla war
Als Abdullah al Muhajir, 31, in Zürich an Bord eines Flugzeugs nach Chicago ging, waren die FBI-Agenten schon da. Sie hatten das Sicherheitspersonal des Flughafens um besonders genaue Untersuchung des Passagiers und seines Gepäcks gebeten. Der Mann stand schließlich im Verdacht, einen Anschlag zu planen. Der Flug verlief ruhig. Kaum war die Maschine gelandet, nahmen die Agenten den Verdächtigen fest. Erst vorgestern gaben die US-Behörden dies bekannt, ebenso wie die Anschuldigung, er habe einen Anschlag mit einer radioaktiven „schmutzigen Bombe“ geplant.
Abdullah al Muhajir war als Jose Padilla in New York geboren worden. Als er fünf Jahre alt war, zog seine Familie nach Chicago. Dort und in Florida kam er mehrfach wegen Bandenkriminalität in Kontakt mit Polizei und Knast. Irgendwann konvertierte er zum Islam und legte seinen alten Namen ab. 1998 verließ er die USA – Richtung Afghanistan. 2001, so sagen jetzt die Fahnder, traf er den hohen Al-Quida-Funktionär Abu Zubayda. In Pakistan soll er Kontakt mit anderen Al-Quaida-Leuten gehabt haben und angeblich gelernt haben, wie man eine „schmutzige Bombe“ fabriziert.
Abu Zuayda ist inzwischen in den USA inhaftiert und arbeitet offensichtlich mit den Behörden zusammen. Er soll die Spur zu Muhajir gelegt haben. Muhajir selbst, heißt es aus Kreisen der Ermittler, habe während seines bisherigen Aufenthalts in einem Gefängnis in Manhattan keine Kooperationsbereitschaft gezeigt.
TAZ, QUELLEN: „NEW YORK TIMES“, BBC
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