der specht der woche: Eine Straße für Reiter
Christian Specht ist politisch engagiert und unter anderem Mitglied im Behindertenbeirat in Berlin-Friedrichshain-Kreuzberg sowie im Vorstand der Lebenshilfe. Er hat ein Büro in der taz und zeichnet. Wenn er es zulässt, zeigt die taz sein Bild.
2014 habe ich Udo Reiter in einer Talkshow gesehen. Er war Intendant des MDR. Seit einem Unfall saß er im Rollstuhl. Im Fernsehen erzählte er, dass er kein Pflegefall werden will. Er wollte nicht bettlägrig sein oder gefüttert werden. Eine Woche nach dem Auftritt nahm er sich das Leben. Ich habe damals einen Aufruf geschrieben, damit nach Udo Reiter eine Straße benannt wird. Das möchte ich immer noch. Solche Leute vergisst man, wenn sie tot sind. Aber das darf nicht passieren.
Protokoll: amna
Wenn Sie Suizidgedanken haben, sprechen Sie mit jemandem darüber. Sie können sich rund um die Uhr an die Telefonseelsorge wenden (08 00/111 01 11 oder 08 00/111 02 22) oder www.telefonseelsorge.de besuchen.
50.000 Menschen beteiligen sich bei taz zahl ich – weil unabhängiger, kritischer Journalismus in diesen Zeiten gebraucht wird. Weil es die taz braucht. Dafür möchten wir uns herzlich bedanken! Ihre Solidarität sorgt dafür, dass taz.de für alle frei zugänglich bleibt. Denn wir verstehen Journalismus nicht nur als Ware, sondern als öffentliches Gut. Zahlen muss niemand, aber guter Journalismus hat seinen Preis. Und immer mehr Leser*innen machen mit und entscheiden sich für eine freiwillige Unterstützung der taz! Dieser Schub trägt uns gemeinsam in die Zukunft. Denn wir suchen wir auch weiterhin Ihre Unterstützung. Setzen auch Sie jetzt ein Zeichen für kritischen Journalismus und unterstützen Sie die taz – schon ab 5 Euro. Jetzt unterstützen