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der schwerpunkt

Aneignung: Nach der Wende war mal die Uni drin, auch das Finanzamt, aber nun steht sie schon länger leer: die ehemalige Stasi-Zentrale in Halle. Zu Hochzeiten arbeiteten hier mehr als 3.000 Menschen an der Überwachung der DDR-Bürger*innen, hörten Telefonate ab, lasen Briefe mit. Sieben Kilometer lang wären die Akten, würde man sie aufreihen, noch immer werden sie aus den Schnipseln zusammengesetzt, die die Stasi hinterlassen hat. Die Stasizentrale war ein eigener Mikrokosmos mit Wohnungen, Friseur und Kino, die Mit­ar­bei­te­r*in­nen sollten sie so wenig wie möglich verlassen. Genau das Gegenteil hat nun eine Genossenschaft vor: Austausch zu schaffen. Um darin einen Kulturort für alle zu machen, will sie das Gebäude dem Land Sachsen-Anhalt abkaufen. Die Stadt Halle findet die Pläne gut, aber ob das Land mitspielt? Im September sind Wahlen, und die AfD liegt in den Umfragen vorn. 48–

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