piwik no script img

das detailWortgefecht, das

Nicht auf den Mund gefallen: Granit Xhaka Lee Smith/Reuters Foto: xy

Üblicherweise sind Wortgefechte bei Spitzenpartien eine Angelegenheit zwischen Spieler:innen. Oder zwischen Trainer.innen und Schiris an der Linie. Und ab und an erhebt auch mal eine Kickerin gegen eine Schiedsrichterin das Wort, was allerdings meist schnell sanktioniert wird. Es wird also viel mit Worten gefochten im Stadion, und da sind die ganzen Fan-Streitigkeiten noch gar nicht mitgerechnet. Eher ungewöhnlich war aber das Wortgefecht des früheren Bundesligaspielers Granit Xhaka in der Premier League. Der nämlich trug einen Streit mit einem Fan aus.

Der aktuell verletzte Schweizer geriet beim Spiel seines AFC Sunderland gegen West Ham United in Stress mit einem Fan auf der Tribüne. Die Emotionen kochten derart hoch, dass Schiedsrichter Thomas Bramall die Partie unterbrach, um die Situation zu klären. Auf Videoaufnahmen ist zu sehen, wie Xhaka sich gestikulierend zu einem Anhänger von West Ham United umdreht und mit ihm streitet. Der Fan zeigte Xhaka dabei eine obszöne Geste, dann griffen Ordner ein. Offensichtlich konnte die Meinungsverschiedenheit also nicht für beide Seiten zufriedenstellend geklärt werden.

Trotzdem ist sympathisch, dass Granit Xhaka hier (nicht zum ersten Mal) in den Diskurs geht. Warum auch sollen sich Fußballer regungslos wie Statuen beschimpfen oder beleidigen lassen? Warum nicht ein womöglich wirres Argument mit einem Gegenargument entkräften? Solange er es nicht macht wie einst Éric Cantona und den Fan mit einem Tritt niederstreckt, bewegt sich Xhaka jedenfalls im grünen Bereich. Und wurde folglich nicht sanktioniert. (asc)

Gemeinsam für freie Presse

Als Genossenschaft gehören wir unseren Leser:innen. Und unser Journalismus ist nicht nur 100 % konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung. Unser nächstes Ziel: 50.000 – und mit Ihrer Beteiligung können wir es schaffen. Setzen Sie ein Zeichen für die taz und für die Zukunft unseres Journalismus. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen