das detail: DFB-Fußballregel drei, Absatz sieben
Eine neue Regel sorgte beim Zweitligaspiel Holstein Kiel vs. VfL Bochum für Irritation. Viel hat sie nicht angerichtet, denn Kiel gewann trotzdem 2:1
„Deutlich vor der Linie, also Tor.“ So lässt sich, nur wenig verkürzt, die Auswirkung von Regel drei, Absatz sieben der aktuellen Fußballregeln beschreiben. Michael Eberswein, Ersatzspieler von Holstein Kiel, hatte sich hinter dem eigenen Tor warmgemacht, ein Schuss des VfL Bochum ging neben das Kiel-Tor, Eberswein machte, was man höflicherweise macht: Er stoppte den Ball. Aber in Unkenntnis der neuen Regel, denn nur Ebersweins linker Fuß stand hinter der Linie, der rechte, mit dem er den Ball stoppte, war knapp im Feld. Eine Spielunterbrechung „aufgrund eines Eingriffs durch (…) einen Auswechselspieler“ also, und der wird, wenn im Strafraum geschehen, mit einem Strafstoß geahndet. Eindeutig, auch wenn’s außer dem Schiri keiner wusste. „Ich kannte die Regel nicht, aber damit war ich bestimmt nicht der Einzige im Stadion, dem das so gegangen ist“, sagte Eberswein, der auch noch Gelb sah. (mak)
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Unser nächstes Ziel: 50.000 – wir brauchen nur noch 330 Freiwillige, dann haben wir es geschafft! Setzen Sie jetzt ein Zeichen für die taz und machen Sie mit. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen