das detail: Wenn Schiris als Werbefläche laufen
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Die Bewerbung des DFB umdie EM 2024 steht unter dem Motto „United by Football – Vereint im Herzen Europas“
Allmählich wird es spannend. Am Donnerstag werden die Delegierten der Uefa in London entscheiden, wer die übernächste Europameisterschaft austragen darf: der von Racip Tayyip Erdoğan geführte Schurkenstaat am Bosporus oder die Bananenrepublik Deutschland, deren Bewerbung sich diesmal, im Gegensatz zur Sommermärchen-WM 2006, ausnehmend sauber und unbestechlich gibt. Auch auf Sperenzchen wurde weitgehend verzichtet, so fand keine peinliche Fernsehgala in der Kölnarena statt; nur auf diesen neumodischen Schnickschnack mit Raute, also auf zu trendende Hashtags auf Englisch, konnte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) dann doch nicht verzichten. Schließlich geht es ja auch um was. Und um die Wichtigkeit des Ganzen noch ein wenig mehr in Szene zu setzen, liefen die Schiedsrichter der Bundesligapartien zum aktuellen Spieltag erstmals mit Rückenwerbung für eben besagte Euro-2024-Bewerbung auf. Mit Hashtag und allem! Eine Bewerbungswerbung also sozusagen. #unitedbyfootball heißt das Motto also schön international, denn vereint ist heutzutage freilich nicht mehr die Arbeiterklasse, sondern das Fußballkonsumentenvolk unter dem Leuchten des nächstbesten Flachbildschirms. Aber natürlich sind auch die Aktiven gemeint, um die es ja schließlich auch gehen soll, und auch die Gilde der Pfeifenträger. Die steht plötzlich vor ungeahnten Möglichkeiten: einer zunehmenden Professionalisierung sind Tür und Tor geöffnet. Schiris laufen Werbung! Nie wieder rückenfrei! Danke, DFB! René Hamann
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