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Zu 40 Jahren ZDF-Fernsehgarten„Es wäre schade, wenn der Fernsehgarten verschwinden würde“

Für unseren Autor gehört die ZDF-Sendung zum Sonntag dazu. Eine Kolumne zum 40. Jubiläum.

Nur beim guten Wetter draußen: der Fernsehgarten des ZDF Illustration: Christian Specht

C hristian Specht, Jahrgang 1969, ist politisch engagiert und setzt sich für mehr Mitwirkungsmöglichkeiten von Menschen mit Beeinträchtigung in den Medien ein. Seit 2017 ist er der erste Mensch mit Beeinträchtigung im Vorstand der Lebenshilfe. Er hat ein Büro in der taz und zeichnet (un)regelmäßig den „Specht der Woche“.

Der ZDF-Fernsehgarten feiert gerade seinen 40. Geburtstag. Ich gucke die Sendung jeden Sonntag um 12 Uhr. Das gehört für mich einfach dazu. Die haben vorne eine Bühne, in der Mitte so ein Wasserbecken und dahinter sitzen die Zuschauer. Die Sendung ist für kleine und große Leute. Da treten viele Sänger auf, es gibt Spiele und lustige Aktionen.

Einmal hat es in Mainz so stark geschüttet, dass der Fernsehgarten nicht draußen stattfinden konnte. Die Sendung wurde dann aus einem Container gemacht. Das war irgendwie komisch, weil auch keine Zuschauer da waren. In der Corona-Zeit war das ja oft so. Da durften viele Menschen nicht kommen. Teilweise waren nur die Künstler da.

Zur selben Zeit läuft in der ARD auch „Immer wieder sonntags“ mit Stefan Mross. Manchmal schalte ich um, wenn dort interessante Gäste auftreten. Eigentlich sind die Sendungen ziemlich ähnlich. Früher gab es auch noch die Volksmusiksendung mit Marianne und Michael. Die wurde aber irgendwann abgesetzt, um Geld zu sparen. Deshalb frage ich mich manchmal, wie lange es den Fernsehgarten noch geben wird. Das ZDF hat ja schon viele Sendungen beendet. Es wäre schade, wenn der Fernsehgarten irgendwann auch verschwinden würde.

Schade finde ich auch, dass es so etwas nicht in Berlin gibt. Das könnte man doch eigentlich auch hier machen. Ich hätte sogar schon einen Ort: die ICC-Messe. Bei der IFA hatte das ZDF draußen oft eine Bühne aufgebaut. Da waren viele Künstler. Das war spannend. Dort habe ich sogar mal Harald Juhnke getroffen.

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Jahrgang 1969, ist politisch engagiert und setzt sich   für mehr Mitwirkungsmöglichkeiten von Menschen mit Beeinträchtigung in   den Medien ein. Seit 2017 ist er der erste Mensch mit Beeinträchtigung   im Vorstand der Lebenshilfe. Er hat ein Büro in der taz und zeichnet   (un)regelmäßig den „Specht der Woche”. Mehr von Christan Specht gibt es   auf seiner Homepage (s. Button).
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