Was fehlt…: … die Erlaubnis zur Hitzepause
Dass Arbeiten bei größter Hitze keine angenehme Sache ist, das konnte während dieses Sommers jede*r feststellen; so auch die Mitarbeiter*innen des Spielzeugherstellers „Playmobil“. Um sie zu entlasten, riefen einige Mitglieder des Betriebsrates zu zehnminütigen Hitzepausen auf.
Nun läuft ein Rechtsverfahren gegen sie. Der „Playmobil“-Hersteller Geobra Brandstätter reichte einen Antrag gegen die acht Betriebsrät*innen ein, um sie aus dem Rat auszuschließen. Denn: Der Aufruf zur Arbeitsunterbrechung während der Hitze sei ohne den Beschluss des Gremiums erfolgt. Das sei eine schwerwiegende Pflichtverletzung und rechtfertige den Ausschluss. Brisant dabei ist, dass alle Beschuldigten Mitglieder der IG Metall sind – mit der der Konzern schon lange schwierige Beziehungen hat. Der Versuch einer gütlichen Einigung scheiterte – das Arbeitsgericht Nürnberg will nun im Januar entscheiden. Die Betroffenen weisen alle Vorwürfe als absurd zurück; die IG Metall sieht eine aktive Strategie des Unternehmens, um den Betriebsrat zu spalten. (dpa/taz)
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