piwik no script img

Was fehlt …… der Slip

Die Menstruation ist auch 2019 noch ein Tabu-Thema. Blut wird in Fernsehwerbung für Binden als durchsichtig blauer Fleck dargestellt. Im Büro fragen Frauen Kolleginnen höchstens im leise verschwörerischen Ton nach Tampons. Weil Frauen süße, immer gut riechende Zauberwesen sind; dazu passt schleimiges Blut im Schritt einfach nicht.

Das Kinderhilfswerk Plan International setzt sich seit zwei Jahren dafür ein, dass die Periode immerhin bei den Smartphone-Emojis auftaucht: und zwar als weißer Slip mit zwei roten Bluttropfen. Und yay, es gibt nun ab März ein Menstruations-Emoji – allerdings ohne Slip. Unicode, das für die Emoji-Standardisierung zuständige US-Konsortium, wählte für seine neue Liste eine dezentere Abbildung: Sie zeigt lediglich einen Bluttropfen, ohne klarzustellen, dass er die weibliche Monatsblutung symbolisiert. Die völlige Enttabuisierung dauert wohl noch eine Weile. (taz/afp)

Unser Mittel gegen Antifeminismus

Wir machen linken Journalismus aus Überzeugung: kritisch, unabhängig und frei zugänglich für alle. Es gibt keinen Bezahlzwang, keine Paywall. Das geht nur, weil sich viele freiwillig beteiligen und unsere Arbeit unterstützen. Auch im Digitalen muss Journalismus, der für mehr Gleichberechtigung eintritt, finanziert werden. Unsere Leser:innen wissen: Journalismus entsteht nicht aus dem Nichts. Damit wir auch morgen noch unsere Arbeit machen können, brauchen wir Ihre Unterstützung. Schon über 48.000 Menschen machen mit und finanzieren damit die taz im Netz - kostenlos für alle. Setzen Sie ein Zeichen für die taz und für die Zukunft unseres Journalismus. Mit nur 5 Euro sind Sie dabei. Jetzt unterstützen

0 Kommentare