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Vogelgrippe beim MenschenVierte Infektion in den USA

Zum vierten Mal ist in den USA ein Mensch an der Vogelgrippe erkrankt. Der Patient steckte sich offenbar in einem Milchbetrieb an.

Die Vogelgrippe sprang in US-Milchbetrieben schon mehrfach auf Arbeiter über, die Kontakt zu den infizierten Tieren hatten Foto: Rodrigo Abd/dpa

rtr | In den USA ist ein vierter Fall von Vogelgrippe beim Menschen bestätigt worden. Die Gesundheitsbehörde im US-Bundesstaat Colorado gab am Mittwoch bekannt, dass ein erwachsener Mann positiv auf Vogelgrippe getestet wurde, nachdem er über leichte Symptome, darunter Bindehautentzündung, geklagt hatte. Bei dem Mann handelt es sich um einen Mitarbeiter einer Milchfarm, der mit infizierten Rindern in Berührung gekommen war und sich nach einer antiviralen Behandlung erholt hat. Die ersten drei Personen, die positiv getestet wurden, waren ebenfalls Arbeiter in Milchviehbetrieben.

Die US-Gesundheitsbehörde CDC bestätigte den Fall und erklärte, das Risiko für die Allgemeinbevölkerung durch die Vogelgrippe sei nach wie vor gering. Personen mit Kontakt zu infizierten Tieren trügen jedoch ein höheres Risiko. In den USA sorgt der Ausbruch von Vogelgrippe bei Milchkühen für Besorgnis.

Im März meldeten US-Behörden den ersten Ausbruch des H5N1-Virus bei Milchkühen. Seitdem wurden in zwölf Staaten 139 Herden infiziert. Wissenschaftler befürchten, dass der Kontakt mit dem Virus in Geflügel- und Milchbetrieben das Risiko erhöht, dass das Virus mutiert und damit auch eine Übertragung zwischen Menschen näher rücken könnte.

Der US-Biotechkonzern Moderna erhielt am Dienstag eine Finanzspritze von 176 Millionen Dollar von der Regierung, um die Entwicklung seines Impfstoffs gegen die Vogelgrippe voranzutreiben.

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4 Kommentare

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  • Dass jegliche kommerzielle Tierzucht und Haltung nicht verboten ist, das sieht den Menschen ähnlich.

    Wieso lernen sie so langsam?

  • Verschwörungstheoretiker müssten hier anmerken, das das Virus sicher von Moderna selbst in Umlauf gebracht wurde. Stichwort "Plandemie".

    Für alle Anderen sollte langsam der Verdacht aufkeimen, das diese Viren letztlich das Ende vom Zeithalter der Massentierhaltung einläuten.



    Andernfalls könnte sich nämlich auch unser Zeitalter dem Ende zuneigen.



    Einem Ebolavirus mit der Verbreitungsmethodik des Coronavirus hat die Menschheit wenig entgegenzusetzen.

    Alle Tierische mit "Masse" im Wort ist ein 1A Brutkasten für Krankheitserreger. Der Rest ist Statistik, also eine Frage der Zeit.

    Schade eigentlich aber wegschauen gefährdet unsere Existenz.

    • @Sonntagssegler:

      Nun ja, man könnte stattdessen auch auf die Idee kommen, Vieh nicht mehr im Freien zu halten. Denn Rinder, die in einem (vogelsicher) geschlossenen Stall stehen, können sich schwerlich bei Vögeln anstecken. Allein durch ein Verbot der "Massentierhaltung" könnten Infektionen von Rindern mit der Vogelgrippe hingegen nicht verhindert werden, denn auch wenn ein Landwirt nur 10 Rinder hält, die auf einem Hektar Weidefläche stehen, können die von Wildvögeln angesteckt werden.

  • Weiter so!

    Ich möchte eine von Tier auf Mensch ansteckende Krankheit haben, die so verheerend ist, dass die Massentierhaltung in Frage gestellt und hinterher weltweit verboten wird.

    Auf geht's in ein veganes Leben!