piwik no script img

■ Verteidigungsminister prüft VorwürfeKritik an niederländischen UN-Soldaten in Bosnien

Amsterdam (AP) – In den Niederlanden ist am Dienstag die Diskussion über die Rolle der niederländischen UN-Soldaten beim Fall der nordostbosnischen Schutzzone Srebrenica im Jahr 1995 neu entbrannt. Hintergrund sind Vorwürfe, das Militär habe Filme vernichtet, auf denen zu sehen sein soll, wie Blauhelmsoldaten den bosnischen Serben bei der Deportation von Muslimen behilflich sind. Verteidigungsminister Frank de Grave kündigte eine Untersuchung an. In einer Erklärung seines Ministeriums hieß es: „Der Minister hat keinen Grund, an der Integrität des Militärpersonals zu zweifeln. Dennoch ist die bevorstehende Untersuchung nötig, um Klarheit zu schaffen und das Verteidigungsministerium von allen Vorwürfen zu entlasten.“ Die Aufnahmen stammen von einem niederländischen Soldaten, der in Bosnien im Einsatz war. Er sagte vorige Woche im niederländischen Fernsehen, er habe Soldaten aufgenommen, wie sie unter anderem an der Trennung von Männern und Frauen mitwirkten.

Gemeinsam für freie Presse

Als Genossenschaft gehören wir unseren Leser:innen. Und unser Journalismus ist nicht nur 100 % konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung. Unser nächstes Ziel: 50.000 – und mit Ihrer Beteiligung können wir es schaffen. Setzen Sie ein Zeichen für die taz und für die Zukunft unseres Journalismus. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen