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Verlängerung der U7 nach SpandauAlle gegen Ute Bonde

Gegenwind für die Verkehrssenatorin. Sowohl SPD-Fraktionschef Raed Saleh als auch Kai Wegner wollen die U7 verlängern. Beide sind Spandauer.

dpa | Der SPD-Fraktionsvorsitzende Raed Saleh stellt sich beim Thema Nahverkehrsplan gegen Verkehrssenatorin Ute Bonde (CDU). Seine Fraktion werde ihrem Entwurf dafür nicht zustimmen, kündigte er in der Berliner Morgenpost an. „Der Nahverkehrsplan wird im Senat so nicht beschlossen“, sagte er.

Er habe das dem Regierenden Bürgermeister Kai Wegner (CDU) bereits mitgeteilt. Sauer ist Saleh vor allem, weil die U7 in Spandau nicht ausgebaut werden soll – wegen zu hoher Kosten, wie die Verkehrsverwaltung argumentiert.

Die Ergebnisse der für solche Projekte obligatorischen Kosten-Nutzen-Kalkulation hatte Umweltstaatssekretär Andreas Kraus am Mittwoch im Verkehrsausschuss präsentiert.

Danach soll die U7 nicht über die Station Spandau Rathaus hinaus verlängert werden. Damit bliebe die Großsiedlung Heerstraße Nord ohne U-Bahn-Anschluss. „Die Planung spricht gegen jede Vernunft“, sagte Saleh. Es treffe wieder Menschen, die sich oft bereits abgehängt fühlten.

Wahlkampf um die U-Bahn?

Das Thema Nahverkehrsplan könnte im Wahlkampf zum Streitthema zwischen den beiden Parteien der Regierungskoalition werden. Der Regierende Bürgermeister und CDU-Parteichef kommt selbst aus Spandau – genau wie SPD-Fraktionsvorsitzender Saleh.

Wohl auch deshalb ist auch Kai Wegner auf Distanz zu seiner Verkehrssenatorin gegangen. Trotz der Skepsis der Verkehrsverwaltung sei er offen für eine Verlängerung der U7 in Spandau. „Eine bessere Verkehrsanbindung der Berliner Außenbezirke ist dem Senat und auch mir sehr wichtig“, sagte Wegner dem Tagesspiegel. „Das gilt für die Verlängerung der U7, aber auch für die U8 Richtung Märkisches Viertel oder für die Anbindung Mexikoplatz.“ Für die U7 seien „nun weitere Untersuchungen erforderlich“.

Wir stehen vor finanziellen Herausforderungen

Ute Bonde (CDU), Verkehrssenatorin

Unterdessen wies die Verkehrssenatorin die Kritik der SPD zurück. „Wir stehen vor finanziellen Herausforderungen, wir haben infrastrukturelle und betriebliche Zwänge“, sagte Ute Bonde dem Tagesspiegel und betonte, „dass der Bau einer U-Bahn mit Blick auf die Wirtschaftlichkeit zu Herausforderungen führt“.

Deshalb bedürfe es „weiterer Untersuchungen zur Systementscheidung und zum Streckenverlauf“. Hierzu sei aber „keine Vorfestlegung getroffen“ worden.

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