Verdorbene Speise in indischer Schule: Kinder sterben am Mittagessen
Spuren von Insektengift werden in den Zutaten einer kostenlosen Mahlzeit in einer Schule in Ostindien gefunden. 21 Kinder sterben. Die Eltern sollen entschädigt werden.
NEU DELHI dpa | Nach dem Verzehr von giftigem Essen in einer Schule in Ostindien ist die Zahl der toten Kinder auf mindestens 21 gestiegen. Kriminalexperten haben nach offiziellen Angaben Spuren von Insektengift in den Zutaten gefunden. Neun Schüler starben bereits am Dienstag, zwölf weitere in der Nacht zum Mittwoch.
Auch am Mittwoch lagen noch mehrere Kinder zwischen acht und zwölf Jahren im Krankenhaus, nachdem sie am Vortag in ihrer Schule im Bundesstaat Bihar giftiges Mittagessen erhalten hatten. Einige von ihnen seien in einem kritischen Zustand, hieß es.
„Es sieht nach einem Fall von Lebensmittelverunreinigung aus“, sagte der zuständige Minister M Pallam Raju. Die Regierung des Bundesstaates versprach den Familien der Opfer jeweils eine Entschädigung von umgerechnet etwa 2500 Euro. Hunderte Menschen protestierten in Bihar.
Die kostenlosen Mahlzeiten waren eingeführt worden, damit mehr arme Eltern ihre Kinder in den Unterricht schicken. In Bihar seien dabei immer wieder verdorbene und minderwertige Lebensmittel verwendet worden, sagte Jagdambika Pal, Sprecher der auf Bundesebene regierenden Kongresspartei. Die Nachrichtenagentur IANS berichtete von weit verbreiteter Korruption in dem armen und bevölkerungsreichen Bundesstaat.
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