Im Hafen von Mumbai: Explosion auf indischem U-Boot
Flammen schossen in den Himmel über Mumbais Hafen, als ein indisches U-Boot in Brand geraten ist. Vermutlich sind alle Besatzungsmitglieder ums Leben gekommen.
MUMBAI afp/ap/dpa | Ein indisches U-Boot ist am Mittwoch im Hafen von Mumbai nach einer Explosion in Brand geraten und mit 18 Mann Besatzung an Bord gesunken. Wie die Marine mitteilte, wurde der Brand zwar schnell gelöscht, die Seeleute waren jedoch unter Wasser eingeschlossen. Vermutlich sind alle Besatzungsmitglieder ums Leben gekommen. Das teilte ein Offizier der Marine am Mittwochabend mit. Es sei nahezu unmöglich, dass irgendjemand an Bord die Wucht der Detonationen und das Feuer überlebt haben könnte.
„Ich trauere um die Marinesoldaten, die im Dienst für ihr Land ihr Leben gelassen haben“, sagte Verteidgungsminister A.K. Antony vor dem Parlament in Mumbai. Die Rettungsarbeiten dauerten weiter an.
Das U-Boot sank in einem Dock. Wegen der Explosion sprangen einige Matrosen von Schiffen in der Nähe in Panik ins Wasser. Einige seien verletzt und ins Krankenhaus gebracht worden, hieß es aus Marinekreisen. Nach dem Unglück war noch ein Teil des Bootes über Wasser zu sehen. Die Ursache der Explosion war zunächst unklar.
Indischen Medienberichten zufolge handelt es sich um ein 16 Jahre altes U-Boot russischer Bauart, das mit einem Diesel- und Elektroantrieb läuft. Es sei erst kürzlich zur Überholung in Russland gewesen, hieß es. Nach der Explosion seien große Flammen in den Himmel geschossen, berichtete der Sender NDTV. Fast ein Dutzend Feuerwehrfahrzeuge seien zum Dock gerast.
Indien hat 14 Diesel-U-Boote, wie Rahul Bedi, ein Analyst von Jane's Information Group, erklärte. Im vergangenen Jahr übernahm Indien von Russland ein Atom-U-Boot. Es wurde für eine Milliarde Dollar für zehn Jahre geleast. Am Samstag wurde der Reaktor des ersten von Indien selbst entwickelten Atom-U-Boots in Betrieb genommen. Das Schiff soll in den nächsten zwei Jahren einsatzbereit sein.
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