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DAYANIŞMA Verhaftet, verboten, abgeschaltet. JournalistInnen aus der Türkei berichten am heutigen Internationalen Tag der Pressefreiheit in der taz von ihrem Arbeitsalltag unter Präsident Erdoğan

stichwort13 TWEzahlkopf Taz UltraLight 17 auf 21. Es geht die Dinge gesellschaftlich an, nicht individuell, also zum Beipiel „Die Liebe im Jahr 2013“, „Wie korrupt sollten wir sein?“, Die Frage braucht trotz ihrer Langfristigkeit einen Anlass

Hukuk”kılıfına sokularak veya ekonomik baskıyla kapatılan, el değiştiren gazeteler, sadece hakikati yazdığı baskı gören gazeteciler, “bilme hakkı”kavramına uzaktan el sallayan bir kamuoyu ve gittikçe lekelenen bir medya özgürlüğü karnesi … Türkiye’de son dönemde yaşananları anlatmak, bir yandan bu yazının ve bu ekin sınırlarını aşacak kadar zor; bir yandan da tek bir cümleye sığabilecek kadar basit: İktidar korkuyor.

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Sadece 2015 yılında erişime engellenen Twitter hesabı sayısı Kaynak: bianet.org

Etrafında kayıtsız şartsız biat eden bir kitle bulunduğunu düşünen AKP hükümeti, özellikle son yıllarda insan hakları, yargı bağımsızlığı, parlamenter sistem gibi demokratik mekanizmalarla gemileri yakmış görünüyor. Hükümetin dili kirlendikçe toplumsal linç mekanizmaları devreye giriyor. Zaten linç kültürü konusunda hatırı sayılır bir külliyata sahip olan Türkiye’de sorgulayan herkes hedef gösteriliyor. Peki ya biat etmeyenler ve onların hikayelerini anlatan gazeteciler? Bu özel ekte onları bulacaksınız. Sokağa çıkma yasaklarının olduğu bölgelerde gazetecilik yapanlar, işten atılanlar, karikatüristler … Bir yandan da gündelik dilimize bir anda sızan, “kayyum”, medya mülkiyeti, Erdoğan’ın medyaya neden baskı uyguladığı, bu ekin cevaplamaya çalıştığı sorulardan bazıları.

stichwort13 TWEzahlkopf Taz UltraLight 17 auf 21. Es geht die Dinge gesellschaftlich an, nicht individuell, also zum Beipiel „Die Liebe im Jahr 2013“, „Wie korrupt sollten wir sein?“, Die Frage braucht trotz ihrer Langfristigkeit einen Anlass

Yazıların çoğunun sonu her şeye rağmen umutla bitiyor. Çünkü biat etmeyenler sesini yükselttikçe hala umut var. Çünkü dayanışma yaşatır. taz’daki meslektaşlarımızla hazırladığımız bu ek de bu dayanışma ağlarına atılan bir düğüm olsun.

Gözde Kazaz (Agos), Erk Acarer (Birgün)

Es ist wieder friedlich in Deutschland. Jetzt, da kaum noch Flüchtlinge ankommen. Der Deal, den die Bundesregierung und die EU mit der Türkei geschlossen haben, scheint zu wirken.

Keine neuen Asylsuchenden, keine wütenden Bürger, die Menschen in Reisebussen anplärren oder Flüchtlingsheime in Brand stecken – und auch kein so dringlicher Grund mehr, die AfD anderen konservativen Parteien vorzuziehen. Man könnte sich entspannt zurücklehnen und die Türkei alles erledigen lassen. Hauptsache, wir sind die Flüchtlinge los. Allerdings bedarf es dazu einer gehörigen Portion ­Ignoranz.

Mit welcher Vehemenz der türkische Präsident die freie Presse in seinem Land bekämpft, ist nur durch massive Verdrängung zu übersehen. Und die Bundesregierung, die auf türkisches Wohlwollen angewiesen ist, lässt dies bis auf sporadisch gestreute kritische Worte geschehen. Wir machen da nicht mit.

Heute, am Internationalen Tag der Pressefreiheit, erscheint die taz zweisprachig. Auf Türkisch und Deutsch. Dazu haben wir zwei Gäste nach Berlin eingeladen: Göz­de Kazaz von der armenisch-türkischen Wochenzeitung Agos und Erk Acarer von der Tageszeitung BirGün.

Auf den folgenden 16 Seiten schreiben türkische JournalistInnen auf, wie die Repression im System Erdoğan funktioniert. Denn es sind die türkischen KollegInnen, die den Preis für unseren vermeintlichen Frieden bezahlen.

Fatma Aydemir, Marlene Halser, Anne Fromm, Eren Caylan, Tim Seidel (layout), Mathias Königschulte(foto)und Sabine Adatepe (Übersetzung)

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